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Zuschauerzahlen 2017 / 2018

in 2. Liga Interregional by

Durchschnittlich 215 Zuschauer besuchten in der abgelaufenen Saison die Spiele der 2. Liga Interregional, Gruppe 6. Das liegt über dem Schnitt aller anderen Gruppen (siehe Zusammenstellung)

Beim FC Kreuzlingen schwand das Zuschauerinteresse nach der Niederlagenserie im Frühjahr und der Verabschiedung aus dem Aufstiegsrennen massiv. Der Schnitt sank von soliden 260 auf lediglich 150 in den letzten 6 Partien.

Nicht berücksichtigt wurde das Spiel gegen den FC Rapperswil-Jona, 780 Zuschauer sahen im August 2017 den Cup-Knaller gegen den Verein aus der Challenge League, die zweitbeste Zuschauerzahl seit der Rückkehr ins Hafenareal (2006).

Sehr gut besucht waren die Spiele der Aufsteiger Einsiedeln (Foto, selbst zum Kehrausspiel gegen den FC Kreuzlingen kamen noch 300 Zuschauer ins Rappenmöösli) und Buchs, eine neue Liga zieht fast immer. Die Zuschauerzahlen bei Rüti werden durch Gratis-Eintritt begünstigt. Linth und Freienbach locken trotz ansehnlichem Fussball seit Jahren nicht besonders viele Zuschauer. Traditionell schlecht besucht sind auch Vereine mit Nähe zur Stadt Zürich, so wollten den Spielen von Aufsteiger Dübendorf gerade mal 160 Zuschauer im Zelgli beiwohnen, Premierensaison hin oder her. Schlusslicht ist das Reserve-Team des FC Schaffhausen, lediglich 75 Zuschauer verlieren sich ausserhalb der Stadt im neuen Herblinger Stadion.

Bei den Hafetschutter-Testern schnitten die Bratwürste in Einsiedeln, Buchs, Frauenfeld, Winkeln und Wil mit der Maximal-Note “3-Hafetschutter-Würscht” am besten ab. Mit einem lokalen Bier kann ausserdem nur Einsiedeln punkten.

Der FC Einsiedeln räumt gleich nochmal in einer Kategorie ab, die Schwyzer brachten die meisten Auswärtsfans ins Hafenareal, rund 50.

  1. FC Einsiedeln 320
  2. FC Buchs 310
  3. FC Rüti 300
  4. FC Linth 04 250
  5. FC Kreuzlingen 220
  6. FC Freienbach 215
  7. Chur 97 210
  8. FC Frauenfeld 205
  9. FC Uzwil 200
  10. FC Winkeln 190
  11. FC Bazenheid 185
  12. FC Wil 2 180
  13. FC Dübendorf 160
  14. FC Schaffhausen 2 75

Andere Gruppen der 2. Liga Interregional: (Gruppe 1: Schnitt 150 Zuschauer, Rekordhalter FC Monthey 220, Gruppe 2: 160, Rekordhalter FC Bulle 310, Gruppe 3: 180, Rekordhalter FC Biel-Bienne 550, Gruppe 4: 210, Rekordhalter SC Goldau 320, Gruppe 5: 160, Rekordhalter FC Muri 270).

1 Comment

  1. Was wäre die Welt ohne Statistiken! Da hält sich auch der Fussball nicht zurück. Im Gegenteil! Jeder Premium-Spieler z.B. kann nach einen Auftritt lesen, wie er statistisch ausgesehen hat. Kreuz und quer wird aufgeschlüsselt und alles rechnend verwertet. Bis zum Überdruss und Witz. Ich hätte noch Ideen dazu: Bei welchem Spieler wurde im Laufe der Saison die Videoanalyse am meisten eingesetzt? Oder welcher Spieler spuckte “so oder so viel mal” auf den geheiligten Rasen?

    Da ist es im Amateurbereich übersichtlicher. Obwohl auch dort in Berichten bereits von “Er hatte drei Assisits” und so weiter gesprochen wird. Eine wertvollere Aussage ist da schon ein Vergleich von Zuschauerzahlen bei Meisterschaftsspielen in der 2. Liga Interregional, denn sie geben (u.a.!) Bericht über die Akzeptanz des heutigen Amateur-Fussballs in der Gesellschaft.

    Liest man die Hafetschutter-Statistik, so ist die Feststellung wohl nicht ganz falsch, dass in eher ländlichen Verhältnissen das Interesse breiter ist, als in städtischen Regionen. So stehen Einsiedeln, Buchs und Rüti ganz oben, Kreuzlingen, Chur und Faruenfeld dagegen nur im Mittelfeld. Über die exakten Gründe dazu liesse sich viel schreiben – und noch mehr vermuten. Manches wurde dazu bereits geschrieben. Auf den Kern der eher rundum mageren Bilanz zu stossen, ist nicht ganz einfach. Vielleicht liegt es schlicht an einer Menge unterschiedlichster Zeiterscheinungen, die sich gegen ein grösseres Zuschauerinteresse auswirken. Oder man bräuchte einmal einen aussagekräftigen Beweis, wie es sich auch anders entwickeln könnte. Wobei etwa ein höherklassiger Fussball nicht unbedingt eine Basis dazu sein müsste, wie Erfahrungen zeigen (Wil, Schaffhausen). Vielleicht ist die Sache auch einfacher: Es fehlt womöglich nur ein Stück mehr Freude, sich als “nur Zuschauer” zur einheimischen Mannschaft gehörig zu fühlen, die sich sportlich einem Gegner stellt. Das beträfe dann das örtliche Gesellschaftsleben. Und dieses verlangt nach wie vor nach Solidarität, besonders nach zur Verfügung stellen von persönlicher Zeit. Das ist jedoch auch nur ein Splitter zu einem Zustandsbild, das einer ordentlichen Korrektur bedürfte. Wer tatsächlich ein schlagendes Rezept zur Verbesserung der Sachlage hat, der trete vor! Und so bleibt für die Saison 2018/19 einfach die Hoffnung, dass…….! Und auf schönen, erfolgreichen FCK-Fussball! Mit oder ohne Statistik.

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