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Brennende Siege

in Kreuzlinger Kiste by

3:0 beim FC Widnau, 2x Qerfozi, 1x Bode! Am Samstag kommt mit dem 1.-Liga-Absteiger FC Balzers ein oft genannter Aufstiegsfavorit ins Hafenareal, zu einem ersten Spitzenspiel wenn man das nach 4 Runden schon sagen darf, 2. (Balzers) gegen 3. (Kreuzlingen). EDIT: Das Spiel wurde auf Mittwochabend, 3.10. verschoben (Spielplan)!

Es läuft beim FCK – und auch bei unserer Haussanierung, dieser fallen die meisten Auswärtsspiele der Vorrunde zum Opfer.

Mehr Zeit für die Kreuzlinger Kiste. Mich erreichten in letzter Zeit ein “Tschuttschuh-Sack”, ein Wimpel (beides wahrscheinlich 1970er), eine Festschrift von 1955 und ein Programmheft eines Seniorenturniers von 1959.

Zugabe: Ein Zigaretten-Spiel von Marocaine (Foto oben) aus dem Jahre 1954.  Eine brennende Zigarette auf den Anspielkreis legen und die schnellere Branntspur bringt den Sieg! Am Schluss bleibt nur Asche… Den Wahnsinn gab es auch als Ski- und Radrennversion. Entdeckt bei: sportantiquariat.ch

2 Comments

  1. Spitzenspiel? Eine Frage der Definition! Für Mannschaften im obersten Viertel der laufenden Tabelle darf jedes Spiel ein “Spitzenspiel” sein. Auch gegen Gegner des untersten Tabellenviertels sollte es “brennen”. Man möchte ja “Spitze” bleiben. Gegen eigentliche Spitzenclubs können immer wiedermal Punkte entschwinden. Gewinnt man dagegen zusätzlich auch gegen sie, werden automatisch weitere Träume angeregt! Soweit die Theorie. Für einmal muss sie gar nicht weit weg von der Realität sein. Andererseits: Wie gegen eine hohe “Strafpunktzahl” anzukämpfen wäre – der FCK steht diesbezüglich aktuell schon ordentlich in der Kreide -, bleibt ungelöst. Zuviele Faktoren spielen da mit – Spieler, Schiedsrichtergespann, Spielsituationen, Wetter, usw. Alles kann eine “Eigendynamik” entwickeln, der nur schwer zu entrinnen ist. Und der Trainer steht dann ratlos an der Aussenlinie. Ob da bereits im Vorfeld “tschuttipsychologisch” wenigstens auf eigene Spieler positiv einzuwirken ist? Ich weiss es nicht. Doch auf Saisonsicht tut man wohl gut daran, auch dieses Punktekonto irgendwie zu pflegen. Gehört vielleicht ebenso zu einem Spitzenteam. Oder wird man gar zur Über-Spitze durch “Teufel komm raus” – und steigt auf?

    FCK- Kiste: U.a. hübscher klassischer Matchwimpel! Sieht besonders gut aus an einer vorläufigen Stubenwand eines hübsch zu sanierenden Hauses, um so Auswärtsspielbesuche zu kompensieren. Dazu zwischen Maurerkelle und Fliesenlegen gelegentlich ein kräftiges Hopp-FCK zum Fenster hinaus in die ungefähre geografische Richtung der jeweiligen Spielstätte. Es nützt. Probieren! Vielleicht vorher noch kurz die Nachbarschaft informieren…..

  2. Gratulation an den FC Kreuzlingen zum klaren 3:0 Auswärtssieg. Kreuzlingen hat am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie zurecht neben dem FC Uzwil als Top Aufstiegskandidat gehandelt werden. Rüti ZH, und die beiden Absteiger Seuzach und Balzers wollen im Aufstiegsrennen sicherlich auch ein erhebliches Wörtchen mitreden.
    Vor allem die Nr.91 Andi Qerfozi hat die Widnauer Hintermannschaft nie richtig in den Griff bekommen. So ein Top-Spieler ist aber auch sehr schwer über 90 Minuten auszuschalten. Kein Wunder hat dieser Spieler dann auch die beiden spielentscheidenden Tore erzielt. Beim frühen 0:1 (9.) stand er nach einer tollen Vorarbeit der Nr.7 (Ermir Selmani) goldrichtig, und hatte aufgrund seiner Klasse keine Mühe dem Ball im Tor unterzubringen. Das Zuspiel von Selmani, der am rechten Flügel durgebrochen war, den Ball danach flach, und vor allem äusserst scharf, ansonsten wäre dieser Pass wohl nie angekommen, auf den hinteren Fünfmeterraum spielte, war schon das Eintrittsgeld wert.
    Der Aufsteiger FC Widnau spielte eigentlich gegen den Aufstiegskandidaten FC Kreuzlingen gefällig mit, für grosse Torgefahr konnten sie in der 1.Halbzeit aber trotzdem nur ganz selten sorgen. Die grösste Chance auf den Ausgleich hatte Daniele Lamorte, der aus Aussichtsreicher Position am Pfosten scheiterte.
    Ein Doppelschlag nach der Pause entschied dieses Spiel. In der 49.Minute war es erneut Qerfozi der mit einer Klasse Einzelleistung das zweite Kreuzlinger Tor erzielen konnte. In dieser Aktion hat man die ganze Klasse dieses Spielers gesehen. Unglaublich wie er mit zwei schnellen Körpertäuschungen zwei Widnauer Abwehrspieler kurz vor der Strafraumgrenze vernaschte, und somit alleine vor dem Tor stand. Ein trockener Schuss, und schon stand es 0:2 aus Sicht der Widnauer. Da nur wenige Minuten später die Nr.11 (Bode) das 0:3 erzielen konnte (55.), war dieses Spiel natürlich entschieden. Obwohl sich Kreuzlingen unmittelbar nach ihrem dritten Tor aufgrund einer gelb/roten Karte schwächte, gelang dem FC Widnau leider kein Torerfolg mehr. Noch zur gelb/roten Karte. War es überhaupt ein Foul? Der Schiedsrichter hat es als solches gesehen, daher hätte er aus meiner Sicht sogar über eine Notbremse nachdenken müssen. Aus meiner Sicht hatte der Kreuzlinger Spieler Glück, dass er nicht direkt die Rote Karte bekommen hat. Schade, hat der FC Widnau aus der sehr guten Freistosssituation (ca. 17m) kein Profit schlagen können. Wenn der Freistoss das 1:3 gebracht hätte dann wäre das Spiel sicher noch dramatisch geworden. Was hat da Lothar Matthäus einmal so schön gesagt: Wäre, wäre, Fahrradkette:-).
    Somit bekundeten die Gäste auch zu zehnt keine Probleme die drei Punkte mit an den Bodensee zu nehmen. Kreuzlingen spielte zu zehnt extrem clever, und hatte sogar auch mit einem Mann weniger, Möglichkeiten auf weitere Tore. Da diese allesamt vergeben wurden, blieb es schlussendlich beim hoch verdienten 3:0 Auswärtssieg für den FC Kreuzlingen. Widnau braucht sich aber nicht zu schämen, haben sie doch über weite Strecken des Spiels eine gute Leistung gezeigt. Am Samstag war der Gegner einfach stärker, das gilt es zu akzeptieren. Wenn man so weiterspielt, wie bisher, dann wird man die nötige Punkte für den Klassenerhalt holen. Davon bin ich überzeugt.
    Fazit: Kreuzlingen ist sicherlich ein ganz heisser Kandidat auf den Aufstieg. Das wusste man aber nicht erst seit dem Gastspiel in Widnau. Ich habe gehört das in dieser Kreuzlinger Mannschaft 12!! neue Spieler sind. Für das hat sich Kreuzlingen aber am Samstag schon sehr eingespielt präsentiert. Sollten diese vielen Einzelkönner weiterhin so harmonieren, wie sie es in Widnau getan haben, dann spielt diese Mannschaft bis zum Schluss um den Aufstieg mit. Defensiv stand man mehr als solide, der Windauer Topscorer Abdoski wurde praktisch die gesamten 90 Minuten abgemeldet, im Mittelfeld und in der Offensive verfügt man über einige aussergewöhnliche Spieler. Vor allem Doppeltorschütze Qerfozi kann aufgrund seiner enormen Klasse in jedem Spiel den Unterschied ausmachen. Auch im Tor hat man mit Jim Freid einen ausgezeichneten Torhüter. Ihm war es zu verdanken, das hinten die Null stand. Noch zu erwähnen gibt es, dass die beiden Torhüter am Samstag ein sehr gutes Spiel gezeigt haben, und daher mitverantwortlich waren, das es „nur“ drei Tore in diesem Spiel gab. Auch der Widnauer Torhüter Babic hat in diesem Spiel, wie schon die drei vorherigen Spiele, eine ausgezeichnete Leistung gezeigt. Wahnsinn, wie der Widnauer Torhüter Babic in der 1.Halbzeit mit einer Glanzparade das 0:2 verhindern konnte. Auch im weiteren Spielverlauf zeigte Babic weitere tolle Paraden.
    Für den FC Widnau bedeutet diese Niederlage gegen einen der meistgenannten Aufstiegsfavoriten sicherlich keinen Beinbruch. Wie schon von mir erwähnt, hat man spielerisch eigentlich eine ordentliche Leistung gezeigt. Da in der 2.Liga interregional aber alles deutlich schneller geht, als noch in der 2.Liga, kommen jetzt eben die Pässe nicht immer beim Mittspieler an. Man spielt aber auch nicht jeden Samstag gegen solch einen Gegner, wie es der FC Kreuzlingen ist. Daher müssen die Widnauer die Punkte für den Ligaerhalt gegen Teams holen, die „papiermässig“ auf Augenhöhe sind. Solch ein Gegner wartet am Samstag. Im Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger FC Amriswil sollten Punkte durchaus im Bereich des Möglichen sein. Da dies ein Aufsteiger Duell ist, wird der Gegner aus Amriswil sicherlich auch so denken. Daher erwarte ich am nächsten Samstag ein offenes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein könnten. Vor allem die Torausbeute, in vier Spielen erzielte man lediglich drei Tore, müssen die Widnauer im weiteren Saisonverlauf verbessern. Es war ja nicht so, dass man in den ersten vier Spielen fast keine Torchancen hatte. Daher sollte die Widnauer Offensive, nicht den glauben an ihre Stärke verlieren. Sicherlich ist man noch von der letztjährigen Saison verwöhnt, wo Jasmin Abdoski die Gegner schon fast im Alleingang abschoss. Das wissen natürlich auch die Gegner. Daher bin ich überzeugt, dass der Widnauer Topscorer nun in jedem Spiel speziell, das heisst mit dem besten Abwehrspieler des Gegners, bewacht wird. Trotzdem hat Abdoski ein Tor in dieser Saison erzielen können. Sogar noch ein sehr wichtiges, der Ausgleich zum 1:1 (86.) in Dübendorf war der Startschuss zur Wende. Schlussendlich gewann der FC Widnau nach einem Tor von Giovetti (94.) in Dübendorf noch mit 2:1. Gegen solche Gegner sollte der FC Widnau Punkten. Spiele wie am Samstag, wo es gegen Gegner geht, wie den FC Kreuzlingen, der stärkemässig besser ist als der FC Widnau, sind aus meiner Sicht Bonusspiele. Natürlich gibt es auch in solchen Spielen drei Punkte zu gewinnen, aber ein Dreier ist natürlich deutlich schwerer zu realisieren. wie gegen Gegner die vermeintlich auf Augenhöhe sind. Solch ein Gegner, aus meiner Sicht sollte der FC Amriswil in Reichweite der Widnauer liegen, wartet am nächsten Samstag. Daher wäre es natürlich schön, wenn der FC Widnau in Amriswil Punkten könnte. Eine Woche später wartet dann nämlich im Heimspiel der FC Rüti ZH. Wieder ein Gegner, der von der Qualität, ich denke da nur an die Syla Brüder, die werden wohl mit Qerfozi die Torschützenkrone in der 2.Liga interregional Gruppe 6 ausmachen, deutlich besser einzustufen ist, als die Widnauer. Daher kann es durchaus sein, dass der FC Widnau auch im dritten Heimspiel keine Punkte holt. Soweit ist es aber noch lange nicht. Das Spiel vom Samstag, obwohl man mit 0:3 verloren hat, hat aufgezeigt, dass man sich auch vor solchen Gegnern nicht zu verstecken braucht. Wichtig ist aber, aus meiner Sicht, das man in den Direktduellen gegen Chur97, Dübendorf, Amriswil und Uster, jeweils mindesten 3-6 Punkte holt. Wenn das gelingen sollte, dann braucht man aus den restlichen Spielen gar nicht mehr so viele Punkte. Daher steht am Samstag ein wichtiges Spiel für den FC Widnau auf dem Programm. Auch wenn es erst der 5.Spieltag ist, und die Widnauer bisher in jedem Spiel eigentlich eine gute Leistung abgeliefert haben, wäre eine Niederlage in Amriswil wohl für die Moral der Mannschaft ganz schlecht. Wenn man Kämpft wie bisher, spielerisch vielleicht noch einen Zacken zulegen kann, dann bin ich felsenfest der Überzeugung, dass der FC Widnau die Klasse halten kann. Das Potential dafür ist in dieser Mannschaft sicherlich vorhanden. Auch wenn es wohl ein steiniger Weg bis zum Klassenerhalt zu gehen gibt, am Ende wird der FC Widnau den Klassenerhalt feiern können.
    Dem FC Kreuzlingen wünsche ich für den weiteren Saisonverlauf, bis natürlich auf das Heimspiel gegen den FC Widnau, alles Gute, und natürlich weiterhin viel Erfolg.

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