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Herbstmeister!

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Nach dem 3:1-Sieg beim mit zahlreichen Top-Spielern gespickten FC Uzwil (unter anderem mit dem Hafetschutter 2017 Uwe Beran) überwintert der FC Kreuzlingen als Tabellenführer!

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  1. Wenn’s läuft läuft’s! Die Spiele zum Saisonende zeigten, was in der 1. Mannschaft des FCK steckt. Einerseits scheinen sich die Verhältnisse im hinteren Bereich deutlich konsolidiert zu haben (der Trainer wird nie ganz zufrieden sein….), andererseits hat sich vorne die Schusspräzision gesteigert (der Trainer wird nie ganz zufrieden sein….), und wenn hinten und vorne die Dinge besser laufen, so muss auch das Mittelfeld eine Schippe draufgelegt haben (der Trainer wird nie ganz zufrieden sein….).

    Wir sind also sehr zufrieden mit der Herbstmeisterschaft!

    Und was fängt der Herbstmeister mit der kommenden zweiten Saisonhälfte an? Das ist eine spannende Frage. Ich meine, man sollte “vorwärts” denken, ohne die Arbeit zu vernachlässigen, die letztlich zum Einfahren des Herbsttitels notwendig war. Diese Arbeit spricht von viel Willen im Training, umgesetzt mit Laufbereitschaft, Spielverständnis, Technik und Kameradschaft im Spiel. Letzteres ist übrigens einer der Schlüssel zu Erfolgen im Mannschaftsport. Und wenn man auch aus den Matchbildern mindestens etwas herauslesen kann, so ist es die gute körperliche Präsenz der Spieler, sowie die stete Aufmerksamkeit auf das Geschehen. Das ist, neben der Kameradschaft, ein weiterer Schlüssel zum Guten. Ich meine zu empfinden (selbst aus 620 km Luftliniendistanz!), dass sich die Mannschaft “gefunden” hat, dass jeder Spieler genau weiss, was er tun muss, dabei gleichzeitig zu erkennen vermag – nur als kleines Beispiel – , in welcher Situation seine Stammposition eine vorübergehende Hilfestellung für einen Mitspieler in dieser oder jener Spielsituation verlangen könnte, usw. Trainerarbeit eben, aufgenommen von jedem einzelnen Spieler, konkret umgesetzt im Spiel, gut orchestriert durch den (die) Trainer, inklusive geschickter Wechsel. Gute Betreuer/Betreuerinnen nicht zu vergessen.

    O.K. – ist alles ziemlich salbig vormuliert. Wenn aber nur einigermassen der Begriff “Einheit” erkennbar werden sollte, dann ist in der Salbe der Kern getroffen. Einfacher formuliert: Das ganze “Team” ist entscheidend! Zu einer herausragenden spielerischen Einzelleistung bleibt dabei noch Raum genug, um mal einen ganz persönlichen Jubel einzukassieren. Darf sein. Ist spätestens ab der 90-sten Minute je nach Spielstand sogar sehnlichst erwünscht.

    Und da gerade von Jubel die Rede ist: “Es wäre ja noch schöner”, wenn ab kommendem Frühjahr nicht mindestens 100 bis 200 Zuschauer zusätzlich die Hafenarena bevölkern würden! Hopp Chrüzlinge. Das dürfte doch zu machen sein. Gute Ansätze dazu waren am Saisonende bereits erkennbar. Es gibt kaum eine Mannschaftssportart, die nicht zum Teil von Zuschauenden zumindest mit getragen wird. Diesen Stimulus brauch es. Jeder, der das mal erlebt hat, weiss, dass die 10 Prozent über einer 100-prozentigen Leistung vom Enthusiasmus der zuschauenden Fans ausgehen kann. Und wenn sich dann Erfolge ergeben, sind alle zufrieden. Ist ein gesellschaftliches Momentum. Stellt sich auch bei einer Niederlage ein. Das Aufstehen gelingt dann gemeinsam eher.

    Man darf sich also für 2019 beim FCK (und den vielen Zuschauenden….) ein Ziel setzen! Jeder weiss im Herbts 2018, um was es (wiedermal) geht. Ich verstehe ja den Präsidenten, wenn er in der Regel jeweils die “grossen Fähigkeiten des Gegners” in seiner Internet-Einladung zum jeweiligen Spiel mit zu formulieren versucht. Ob er jedoch heimlich eher denkt: “Diä mömmer doch schlo, heinomol”, es aber nicht so forsch zu formulieren wagt, um bei einem Absturz gewarnt zu haben, weiss ich nicht. Eher entspringt dies einer gewissen Fairness gegenüber anderen Mannschaften. Und in der Tat sind die Dinge nicht so eindeutig, wie etwa im Hand- oder Basketball, wo oft Resultate bereits durch die deutlich höhere Spielerqualität von Spitzenclubs vorhergesagt werden können. Im Fussball ist alles möglich. Woche für Woche. Präsidenten könnten daran verzweifeln. Kein einfacher Job! Zum Verzweifeln ist es beim FCK aber mindestens derzeit nicht. Das ist die frohe Erkenntnis zum Halbsaisonende. Jubel herrscht.

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