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Juni 2019

Stadtderby in der 4. Runde!

in 2. Liga Interregional by

Die Amateur-Liga hat den provisorischen Spielplan 2019/2020 veröffentlicht.

Los geht es für den FCK am 10./11. August 2019 mit einem Heimspiel gegen den FC Amriswil. Genau, es kommt gleich am ersten Spieltag das Team bei dem man letzte Saison den Aufstieg verspielte.

Mit einem Sieg könnte man den verkorksten Auftritt im Oberthurgau endgültig zu den Akten legen. Aufgrund des Seenachtsfestes findet das Spiel voraussichtlich am Sonntag um 14.30 Uhr statt, was aber noch nicht endgültig entschieden ist.

Es folgt das Auswärtsspiel in Bazenheid (17./18.8.) und das Heimspiel gegen Widnau (24./25.8.). Die Heimspielzeiten hat der FCK noch nicht festgelegt, wobei man grundsätzlich bei Samstag, 16.30 Uhr bleiben möchte. Unglücklicherweise finden die Heimspiele der beiden Kreuzlinger Vereine jeweils am gleichen Wochenende statt, hier werden sich die Vereine wohl noch um eine möglichst Zuschauerfreundliche Lösung bemühen.

Und wo wir gerade beim Nachbarn sind  – bereits in der 4. Runde (31.8./1.9.) kommt es zum Stadtderby gegen die AS Calcio im Hafenareal. Das Spiel findet wahrscheinlich am Samstag, 31.8. um 16.30 Uhr statt, auch das ist noch nicht endgültig fixiert.

Das Auswärtsspiel in Lugano findet in der vorletzten Spielrunde am Samstag, 6. Juni 2020 um 18.00 Uhr statt.

Der ganze provisorische Spielplan  

Gruppeneinteilung 2019/2020

in 2. Liga Interregional by

Hilfe, unser Stadtrivale AS Calcio auf dem Titelbild! Aber keine Angst, ich bin nicht ins Döbeli übergelaufen. Es wurde nur die Gruppeneinteilung für die Saison 2019/2020 vorgenommen – und wenig überraschend spielen nächste Saison beide Kreuzlinger Vereine in der 2. Liga Interregional Gruppe 6.

Die weiteren zugeteilten Aufsteiger aus der 2. Liga heissen FC Bassersdorf und FC Weesen (ersetzen mit Calcio die Absteiger Frauenfeld, Uster und Dübendorf). Ebenfalls neu in unserer Gruppe ist der 1.-Liga-Absteiger FC United Zürich (ersetzt den in die 1. Liga aufgestiegenen FC Balzers).

Eine Überraschung hatte die Einteilung dann doch parat. Der FC Blue Stars Zürich verlässt unsere Gruppe (neu Gruppe 5) und wird ersetzt durch den FC Lugano U21 aus der Gruppe 4.

Die AS Calcio qualifizierte sich als 2.-Liga-Meister der OFV Gruppe 2 mit 15 Punkten Vorsprung auf den FC Abtwil-Engelburg und blieb die ganze Saison ohne Niederlage. Zudem wurde der Verein vom Autobahnanschluss mit einem 4:2-Finalsieg über den FC Altstätten OFV-Cupsieger und qualifizierten sich damit für die Hauptrunde des Schweizer Cups. Das Triple perfekt machten die Himmelblauen mit einem 4:2-Sieg über den FC Weesen im Finale um den 2.-Liga-Regionalmeister. Was für eine Traumsaison für unseren Stadtrivalen! Natürlich war das die beste Saison in der Geschichte des 1990 gegründeten Vereins vom Döbeli.

Die Derbys sollte man jetzt nicht klein reden, diese sind eine ganz aussergewöhnliche Sache für die Sportstadt Kreuzlingen und die ganze Region. Wenn das kein Fussballfest gibt! Ein historisches noch dazu, denn noch nie spielten zwei Kreuzlinger Fussballvereine mit ihren 1. Mannschaften in einer Liga. Nicht nur die Derbys werden spannend, der ganze Meisterschaftsverlauf verspricht durch den Aufstieg mehr Brisanz im Kreuzlinger Fussball. Welcher Verein steht am Ende der Saison vor dem anderen? Wie stand es so schön in der Thurgauer Zeitung:

Das Thurgauer Fussballherz schlägt in Kreuzlingen, kommt es zu Derbys beginnt es zu rasen!

Das Stadtderby – ein Thema welches mich in diesem Blog noch öfters beschäftigen wird.

Doch wer sind die weiteren Neulinge?

Der FC Bassersdorf qualifizierte sich durch einen 3:2-Auswärtssieg beim FC Unterstrass als 2.-Liga-Meister der FVRZ Gruppe 2 mit nur einem Punkt Vorsprung auf den FC Phönix Seen. Der Verein wurde 1968 gegründet und spielte bisher eine Saison in der 2. Liga Interregional (2007/2008). Ich kann mich an keine Pflichtspiele gegen Bassersdorf erinnern.

Der FC Weesen feierte mit dem Aufstieg den grössten Erfolg seiner noch recht jungen Vereinsgeschichte (gegründet 1961). Der Ort zählt nur 1’650 Einwohner und ist idyllisch am Walensee gelegen. Ein echter Dorfverein und Underdog, auch das gehört dazu.

Der FC United Zürich wurde 2010 gegründet um einst die Super League zu gewinnen. Der Nachfolgeverein von Fenerbahce Zürich schaffte es innert weniger Jahre von der 4. Liga bis immerhin in die Promotion League. Ein beachtliche Leistung. Der Zenit war dann aber überschritten und es folgte ein Doppelabstieg in unsere Liga. Der FC Kreuzlingen spielte noch kein Pflichtspiel gegen die auf dem Sportplatz Buchlern beheimateten Zürcher. Ein gefallener Utopist, auch das natürlich spannend.

Das Reserve-Team des FC Lugano schloss die letzte Saison in der Gruppe 4 auf dem starken 2. Platz ab, dürfte also ein Aufstiegsfavorit sein. Die Heimspiele trägt die U21 auf dem Nebenplatz B2 des Cornaredo aus (Foto). Tessiner Spiele! Auch das etwas besonderes, wenn auch logistisch aufwendig.

Eines steht schon jetzt fest, es wird eine hochspannende Saison mit vielen attraktiven Gegnern, ergänzt durch fünf völlig neue Gegner. Praktisch jeder Verein unserer Liga steht für eine Geschichte – perfekte Zutaten für die Zuschauer.

Zuschauerzahlen 2018/2019

in 2. Liga Interregional by

Durchschnittlich 187 Zuschauer besuchten die abgelaufene Saison in der 2. Liga Interregional, Gruppe 6. Das sind 28 weniger als im Vorjahr (-15%). Ich ermittle die Zuschauerzahlen aus allen veröffentlichten Spielberichten der Vereine und auf den Sportportalen, einzelne Vereine senden mir die Zuschauerzahlen auch direkt zu. Bei manchen Vereinen sind die Zuschauerzahlen lückenlos vorhanden, bei anderen muss ich mich auf die Angaben der Auswärtsvereine verlassen (Uzwil, Wil, Bazenheid, Dübendorf).

Das bestbesuchte Spiel war FC Widnau – FC Bazenheid vor 515 Zuschauern. Das schlechtbesuchteste FC Blue Stars – FC Kreuzlingen vor 45 Zuschauern.

Beim FC Kreuzlingen kamen gegen den FC Amriswil am meisten (415), gefolgt vom letzten Saisonspiel gegen den FC Uzwil (380). Am schlechtesten besucht war in Kreuzlingen das Regenspiel gegen den FC Dübendorf (100).

Zuschauerkrösus war wenig überraschend der Aufsteiger FC Widnau. Die Rheintaler gehören seit Jahren unterhalb der 1. Liga zu den am besten besuchten Amateurvereinen der Schweiz. Traditionell wenig Zuschauer haben Vereine aus der Stadt Zürich, hier durch die Blue Stars vertreten (75). Am meisten Zuschauer verloren im Vergleich zum Vorjahr der FC Rüti (-75) und der FC Bazenheid (-65).

Hier die Tabelle, in Klammern die Veränderung zum Vorjahr.

  1. FC Widnau 340
  2. Chur 97 260 (+50)
  3. FC Kreuzlingen 235 (+15)
  4. FC Rüti 215 (-75)
  5. FC Frauenfeld 210 (+5)
  6. FC Balzers 185
  7. FC Seuzach 184
  8. FC Uzwil 180 (-20)
  9. FC Dübendorf 170 (+10)
  10. FC Amriswil 155
  11. FC Wil 2 150 (-30)
  12. FC Uster 130
  13. FC Bazenheid 120 (-65)
  14. FC Blue Stars Zürich 75

Es hat nicht sollen sein

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Es hat nicht sollen sein. 380 Zuschauer fanden sich zum Showdown im Hafenareal ein, die zweitbeste Zuschauerzahl in dieser Saison. Unruhig lugten viele Zuschauer immer wieder auf ihr Handy. Per Liveticker wurden wir über den Stand in Balzers auf dem Laufenden gehalten. Wir mussten für den erhofften Aufstieg in die 1. Liga gegen den starken FC Uzwil gewinnen und Balzers sein Heimspiel gegen den FC Widnau verlieren. Die Chance war klein, die Hoffnung bei vielen trotzdem da.

Während auf dem heimischen Platz ein 2:1-Sieg heraussprang, sanken die Hoffnungen mit jeder Neuigkeit aus dem Fürstentum. Bereits zur Pause führte Balzers 3:0. Immer wieder riefen uns Spieler zu wie es denn stehen würde – die meisten Fans taten so als würden sie nichts hören, was will man auch sagen wenn man keine Hoffnung geben kann.

Ein Fan der Rheintaler schrieb mir nach dem Spiel: “Ein mehr als enttäuschender, Mut- und fast einsatzloser Auftritt der Widnauer Mannschaft.” So konnte es natürlich nichts werden in Balzers. Aber die Schuld können wir niemandem in die Schuhe schieben, die Entscheidung viel früher. In den verlorenen Spielen gegen Mannschaften des hinteren Tabellendrittels.

Die Stimmung auf Platz und Rängen war seltsam. Man gewinnt, hatte eine tolle Saison – und steht am Ende doch wieder mit leeren Händen da. Konfetti gabs im gut besuchten Norman-Smith-Stand trotzdem.

Beim Trainertalk schwärmte Uzwil-Trainer Sokol Maliqi vom Geist welcher beim FC Kreuzlingen in der legendären 2004er-Mannschaft geherrscht habe, er selbst spielte damals im Grün-Weissen Trikot. Als sich der FC Kreuzlingen mit mehrheitlich jungen Talenten anschickte in die Challenge League zu stürmen und erst im Aufstiegsspiel in Baulmes in der Verlängerung gestoppt wurde. Heute hätten viele dieses Teams im Fussball-Business Fuss gefasst, zumindest im überregionalen Fussball.

Applaus gabs dafür von den Veteranen und Fans – und natürlich kamen gleich wieder die alten Anekdoten und Schwänke nicht zu kurz und die ganzen legendären Spiele der letzten Jahrzehnte wurden im Clubhaus Revue passiert. Mendrisio! Wer war damals in Mendrisio – als der Abstieg aus der 1. Liga verhindert wurde! Durch ein Tor in der 97. Minute! Als es in der Pause zu Tumulten im eigenen Team kam, sich der Torhüter weigerte weiterzuspielen und die Live-Übertragung ins Clubhaus immer wieder unterbrochen wurde – und man um 1.00 Uhr nachts mit Bengalos am Clubhaus ankam und die daheim gebliebenen umarmte.

Doch wir dürfen auch in die Zukunft schauen. Die nächste Saison in der 2. Liga Interregional wird eine spannende. Der FC Kreuzlingen wird nochmals angreifen wollen. Es hat tolle, ambitionierte Vereine in der Liga und es wird erstmals in der 114-jährigen Kreuzlinger Fussballgeschichte zu Stadtderbys in der Meisterschaft kommen. Es ist angerichtet für weitere legendäre Spiele!

Sven Bode gewinnt Spielerwahl

in Allgemein by

Beim FC Kreuzlingen haben sich die Zuschauer und Journalisten entschieden. Sven Bode heisst der „Spieler der Saison 2018/2019″. Der 25-jährige Stürmer war mit 16 Toren nicht nur der treffsicherste Spieler der Kreuzlinger, mit 2126 Einsatzminuten hatte er auch (zusammen mit Manuel Ferrone) soviel Einsatzzeit wie kein anderer Feldspieler in der abgelaufenen Saison. Die Zuschauer im Kreuzlinger Hafenareal schätzen Sven Bode zudem als sympathischen und ungemein konditionsstarken Kämpfer, der auch beim nachsetzen stets durch seine faire Spielweise auffiel.

Gründe genug für ein Rekordergebnis bei der diesjährigen Spielerwahl. Alle fünf Jurymitglieder entschieden sich unabhängig voneinander für Sven Bode, zusammen mit dem Ergebnis aus der Publikumswahl kam er auf 55% der Stimmen. 

Der in Konstanz wohnhafte Sven Bode wurde im Januar 2018 vom 1. CfR Pforzheim verpflichtet. Bei den Pforzheimern und bei der Reserve-Mannschaft der Stuttgarter Kickers absolvierte er 27 Partien in der Oberliga. Zuvor war Sven Bode unter FCK-Trainer Kürsat Ortancioglu jahrelanger Torschützenkönig beim SC Konstanz-Wollmatingen. Sven Bode durchlief die Jugendteams des FC Wollmatingen, SC Freiburg und SC Pfullendorf U19.

Bereits zum dritten Mal in Folge gewann damit ein deutscher Spieler die Wahl, die Vorjahressieger hiessen Uwe Beran (2017) und Wolfgang Narr (2018).

Auf den weiteren Plätzen folgen der 18-jährige Innenverteidiger Yves Seeger  (13% der Stimmen) und der aus der eigenen Jugend stammende 17-jährige Offensivspieler Levin Nay (12%). Beides Spieler welche auch in der 3.-Liga-Mannschaft zum Einsatz kamen und die online-Wahl für sich entschieden.

Die Wahl wird jährlich vom „Hafetschutter – Verein für Kreuzlinger Fussballkultur” ausgerichtet. Die Hälfte der Stimmen wird durch eine online-Umfrage ermittelt, die andere Hälfte durch 5 Juroren unter anderem von sport-fan.ch und der Thurgauer Zeitung.

Herzliche Gratulation Sven Bode!

2. Mannschaft schafft Ligaerhalt

in FC Kreuzlingen 2 by

Die 2. Mannschaft des FC Kreuzlingen verbleibt in der 3. Liga! Die von Srdan-Gema Gemaljevic und Paul Nay trainierte Reserve-Mannschaft verlor zwar das vorletzte Meisterschaftsspiel beim FC Besa mit 6:3, profitierte aber vom 2:2 im Verfolgerduell zwischen dem FC Steinach und FC St. Otmar. Das entscheidende Tor erzielte der FC Steinach in der 97. Spielminute (!), dieses besiegelte den Abstieg des FC St. Otmar und rettete Steinach und Kreuzlingen.

Beim Besa-Spiel im Espenmoos fehlten der gesperrte Captain Nando Nay (Bruder von Levin Nay aus der 1. Mannschaft) und Wisam Al-Naemi. Elmedin Pajaziti kam über Pfingsten in der 1. und in der 2. Mannschaft zum Einsatz.

Während der Saison kamen immer wieder Spieler der 1. Mannschaft im Reserveteam zu Meisterschaftseinsätzen, was für unseren relativ grossen Kader nicht ganz unwichtig ist. Die 2. Mannschaft ist mittlerweile ein wichtiges Standbein des FC Kreuzlingen, als Unterbau der 1. Mannschaft und als Sprungbrett für talentierte A-Junioren.

Wir lassen nicht locker

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Der letzte Halt unserer diesjährigen Auswärtstour führte uns nach einigen Jahren Abstinenz mal wieder zum FC Seuzach. Der Verein aus dem Winterthurer Ballungsgebiet ist nach seinem mehrjährigen 1.-Liga-Ausflug also zurück in unserer Spielklasse – und wird es wohl noch einige Zeit bleiben. So hart es sich anhört, nichts am Spiel der Seuzemer hatte noch 1.-Liga-Niveau und der FC Kreuzlingen war beim 4:0-Sieg vor 310 Zuschauern (Saisonrekord in Seuzach) in allen Belangen überlegen.

Interessant war die Aufstellung. Seit dem Amriswil-Spiel finden sich da einige auffällige Veränderungen – es scheint der Mannschaft gut zu tun. Top-Torjäger Sven Bode fiel verletzungsbedingt aus, er wurde durch Levin Nay ersetzt, welcher erneut mit einem Tor und einer schönen Vorlage dankte.

Überhaupt Amriswil, dieses Wort fiel unter den Kreuzlinger Zuschauern immer wieder. Manchmal gibt es diese Spiele, die weit über 90 Minuten hinauswirken. In der vorigen Saison war es das traumatische Heimspiel gegen Frauenfeld, dieses Jahr das Auswärtsspiel in Amriswil. Immerhin reagiert die Mannschaft die jetzt auf dem Feld steht.

In Seuzach sind wir Fans gerne, keine Frage. Die Stimmung auf dem Rolli ist angenehm. Es gibt eine Bier-Terrasse, einen kleinen Souvenirshop, Appenzeller Bier, gute Bratwürste, Burger King und ein achtseitiges Matchprogramm deckt die nötigsten Infos ab.

Für die Daheimgebliebenen gibt es beim FC Seuzach einen unterhaltsamen Live-Ticker. Der Tickerer scheint auf dem Spielfeld gar Gespräche über die Rolle Italiens im 1. Weltkrieg vernommen zu haben- jedenfalls auch im Nachgang immer zum schmunzeln und einzigartig in unserer Liga.

Ein halbes Dutzend “FCK-Fans on Tour” begaben sich diesmal zum Spiel, davon die Mehrzahl aus dem nahen Winterthur. Wie sagte es unser Este so schön: “fehlen bei unserer Tour die einen, kommen dafür die anderen”. So waren wir bei jedem Auswärtsspiel unserer “Back with a Bang”-Tour zwischen 4 und 12 Fans (Ausnahme Blue Stars, hier war nur Marko), immer mit Zaunfahnen und immer hatten wir auch ein paar Schlachtrufe im Gepäck.

Die diesjährige Auswärtstour hat definitiv Spass gemacht (natürlich auch die Heimspiele), jeder von Euch ist wichtig um unsere kleine Fankurve auch nach 20 Jahren am Leben zu erhalten. Immer wieder FCK!

Eine Regel aus Absurdistan

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Spiele gegen Rüti sind meist ein unterhaltsamer Schlagabtausch. So auch diesmal beim 6:2-Sieg vor 160 Zuschauern (darunter ein Groundhopper aus Zwickau). Die Mannschaft präsentierte sich ganz anders als in Amriswil – leider zeigt sich der dortige Fehltritt als kaum noch wettzumachen. Während der FCK in den verbleibenden zwei Spielen (Seuzach, Uzwil) zwei Siege für den 1.-Liga-Aufstieg benötigt, reicht dem FC Balzers ein Unentschieden im Heimspiel gegen den FC Widnau (den Rheintalern geht es dabei um nichts mehr). Unter der Woche haben die Liechtensteiner das Vorholspiel beim FC Wil U 20 mit 4:3 gewonnen und am Samstag dem in Auflösung befindlichen FC Frauenfeld ein 8:3 eingeschenkt – und sich so die Türe zur 1. Liga sperrangelweit geöffnet.

Sollte der FC Balzers übrigens tatsächlich Unentschieden spielen, würde der FCK-Aufstieg erneut (!) an der Strafpunkte-Regel scheitern. Nun ist diese Regel allen bekannt, doch das man damit dem Tore schiessen jegliche Bedeutung nimmt, widerspricht unserem Sport auf ziemlich eklatante Weise. Ein 10:0 mit einer Gelben Karte sollte weniger Wert sein als ein 1:0 ohne Gelbe Karte? Absurdistan lässt grüssen. Das mit dieser Regel gegen Ende der Saison unsportliche Konstellationen inklusive Spielmanipulationen zumindest vereinfacht werden sei auch mal erwähnt (Karten sind nun mal leichter zu “wollen” oder zu “verteilen” als Tore!). Der Fairplay-Gedanken in Ehren – aber hier schiesst man übers Ziel hinaus, die Strafpunkte gehören ins dritte Glied nach Punkten und Tordifferenz. Der FCK hat vor Jahren mit seinem diesbezüglichen Vorstoss bei der Delegiertenversammlung seine Arbeit getan. Der Mehrheit der Vereine scheinen Karten wichtiger zu sein als Tore. Aber an dieser Stelle auch eine Kritik an unsere Mannschaft, gerade anfangs Saison gab es viel zu viele “unnötige” Gelbe Karten – dabei haben wir uns doch schon mal einen Aufstieg nur wegen den Strafpunkten verbaut!

Notiz am Rande 1: Unser Youngster Levin Nay hat bisher 3 Tore für unsere 1. Mannschaft erzielt, alle 3 gegen den FC Rüti.

Notiz am Rande 2: “NIEMALS AUFGEBEN” hiess es auf einem 8-Meter-Spruchband im Hafenareal, bei den Fans entwickelt sich immer mehr Teamarbeit, so macht es Spass!

Am kommenden Samstag folgt in Seuzach die letzte Station unserer aus Fan-Sicht gelungenen “Back with a Bang – Tour”. Gemeinsam zum Erfolg!

 

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