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Wir lassen nicht locker

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Der letzte Halt unserer diesjährigen Auswärtstour führte uns nach einigen Jahren Abstinenz mal wieder zum FC Seuzach. Der Verein aus dem Winterthurer Ballungsgebiet ist nach seinem mehrjährigen 1.-Liga-Ausflug also zurück in unserer Spielklasse – und wird es wohl noch einige Zeit bleiben. So hart es sich anhört, nichts am Spiel der Seuzemer hatte noch 1.-Liga-Niveau und der FC Kreuzlingen war beim 4:0-Sieg vor 310 Zuschauern (Saisonrekord in Seuzach) in allen Belangen überlegen.

Interessant war die Aufstellung. Seit dem Amriswil-Spiel finden sich da einige auffällige Veränderungen – es scheint der Mannschaft gut zu tun. Top-Torjäger Sven Bode fiel verletzungsbedingt aus, er wurde durch Levin Nay ersetzt, welcher erneut mit einem Tor und einer schönen Vorlage dankte.

Überhaupt Amriswil, dieses Wort fiel unter den Kreuzlinger Zuschauern immer wieder. Manchmal gibt es diese Spiele, die weit über 90 Minuten hinauswirken. In der vorigen Saison war es das traumatische Heimspiel gegen Frauenfeld, dieses Jahr das Auswärtsspiel in Amriswil. Immerhin reagiert die Mannschaft die jetzt auf dem Feld steht.

In Seuzach sind wir Fans gerne, keine Frage. Die Stimmung auf dem Rolli ist angenehm. Es gibt eine Bier-Terrasse, einen kleinen Souvenirshop, Appenzeller Bier, gute Bratwürste, Burger King und ein achtseitiges Matchprogramm deckt die nötigsten Infos ab.

Für die Daheimgebliebenen gibt es beim FC Seuzach einen unterhaltsamen Live-Ticker. Der Tickerer scheint auf dem Spielfeld gar Gespräche über die Rolle Italiens im 1. Weltkrieg vernommen zu haben- jedenfalls auch im Nachgang immer zum schmunzeln und einzigartig in unserer Liga.

Ein halbes Dutzend “FCK-Fans on Tour” begaben sich diesmal zum Spiel, davon die Mehrzahl aus dem nahen Winterthur. Wie sagte es unser Este so schön: “fehlen bei unserer Tour die einen, kommen dafür die anderen”. So waren wir bei jedem Auswärtsspiel unserer “Back with a Bang”-Tour zwischen 4 und 12 Fans (Ausnahme Blue Stars, hier war nur Marko), immer mit Zaunfahnen und immer hatten wir auch ein paar Schlachtrufe im Gepäck.

Die diesjährige Auswärtstour hat definitiv Spass gemacht (natürlich auch die Heimspiele), jeder von Euch ist wichtig um unsere kleine Fankurve auch nach 20 Jahren am Leben zu erhalten. Immer wieder FCK!

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1 Comment

  1. “So isch es rächt”! Wie auch immer die Saison ausklingen mag: Die beiden vergangenen Spiele, die mit 6:2 und 0:4 gewonnen wurden beweisen, dass man aus einer kleinen (Oberthurgauer) Krise rasch wieder in die Erfolgsspur einspuren kann. Eine solche Einstellung braucht es, um eben in der neuen Saison den Aufstieg zu schaffen, oder dann – noch positiver! – sich nun ab Herbst in der 1. Liga gut einzunisten. Man wird sehen, welche Aufgabe für die 1. Mannschaft des FCK ab dem kommenden Wochenende ansteht.

    Vier Mannschaft der sechs 2.-ir-Ligen haben sich bereits den Aufstieg gesichert (FC Olympique Genf, US Terre Sainte/Commugny, FC Dietikon, SV Muttenz). In zwei Gruppen entscheiden die letzten Spiele der jeweils zwei ersten Mannschaften entweder nach Spielpunkten, oder nach Strafpunkten. Alles ist möglich.

    Es gibt auch noch was Hübsches zu vermelden: Der SV Muttenz gewann gegen die AS Timau Basel (als bereits designierter Absteiger)…..26:0! Bei 8:0 ordnete der Schiedsrichter eine Auszeit an, damit sich Timau, die aufgrund einer Neuaufstellung fast nur mit Junioren spielten, neu sortieren konnte. Es nützte nichts. Die Anzeigetafel zeigte dann zum Trost schliesslich nur ein 16:0, da die Technik vorne keine “2” einspielen konnte (würde einer Handballanzeigetafel nicht passieren!).

    Schlussendlich gab es trotzdem zwei Sieger: Timau entschuldigte sich freundschaftlich, dass sie keine andere Aufstellungsmöglichkeit gesehen hätten, die Saison jedoch ehrlich zu Ende spielen wollten. Und der SV Muttenz bedankte sich, dass Timau trotz der geschilderten Problematik angetreten ist. Wunderbar sportlich. Weit entfern von Radau.

    Übrigens spielt Timau – wie auch Concordia Basel – im Rankhof. Dieses hübsche kleine Bebbi-Stadion (gut 7000) mit umlaufenden Stufenbändern und einer gedeckten Tribüne könnte in einer kleineren Form auch wo stehen? (Antwort nach dem FCK-Aufstieg!). Dabei muss Widnau gar nicht 26:0 gewinnen. Ein 1:0 reicht. Und dann gehts ab am See. Dass allerdings Grün-Weiss ebenso ein 1 zu 0 – oder so – braucht, habe ich jetzt fast vergessen! Ist so eine Sache – das mit der erklärten “Planungssicherheit”.

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