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90 Minuten in der Geisterbahn

in Vor- und Nachbetrachtungen by

“26 Endspiele” stand auf einem Plakat der Fans zum ersten Saisonspiel, 26 mal alles geben und es winkt die 1. Liga. Was folgte war eine 90-minütige Geisterbahnfahrt an diesem Seenachtsfestsonntag, man suchte vergebens eine Wendung, eine Ausfahrt, die niemals kam.

Wie sagte es ein FCK-Veteran nach dem Spiel:

Man darf niemals am Seenachtsfestsonntag spielen, diese Spiele haben wir schon vor 40 Jahren verloren!

1:3 gegen den FC Amriswil. Statt Revanche hat man genau dort angesetzt wo man letzte Saison den Aufstieg vermasselte. Nur ein Gedanke macht nach diesem Spiel Mut, es bleiben noch 25 weitere Endspiele.

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3 Comments

  1. “S’isch ja nur es chlises Träumli gsi” war mal ein erfolgreiches Liedli. Weniger erfolgreich hingegen startete der FCK in die neue Saison gegen einen eher klassischen Mittelfeldclub auf dieser oder ähnlichen Amateurebene. Der FC Amriswil hatte Mitte der 60er-Jahre sein höheres Erweckungserlebnis, als der Club einige Jahre in der 1. Liga spielte. Beim damals entscheidenden Aufstiegsspiel – man kann es kaum glauben -, pilgerten fast 4000 Zuschauer aufs Tellenfeld. Und das in Mostindien!

    Anders als beim FCK verlief das Ligadébut des neuen Stadtkonkurrenten AS Calcio, der den Auch-Aufsteiger Weesen zuhause glatt bezwang (Warum beide Stadtclubs ihre Heimspiele am selben Wochenende auszutragen haben, weiss nur der Verband!).

    Zurück zum FCK: Mal positiv ausgedrückt, lieg er nur 3 Punkte hinter der Ligaspitze zurück, wenn auch auf einem Abstiegsplatz. Solche Konstellationen sind am Saisonanfang nicht unüblich. Aber Sepp Herbergers Spruch rückt nun bereits beim 2. Saisonmatch ins Zentrum: “Das nächste Spiel ist immer das schwerste”. Und in der Tat ist es so, dass in Bazenheid am nächsten Wochenende die schwere Aufgabe lastet, zu punkten, besser: zu gewinnen. Sonst rennt man auf lange Zeit verlorenen sechs Zählern nach. Interessant ist die Partie gegen die Untertoggenburger insofern auch, da diese Mannschaft eine Woche später im Döbeli bei der AS Calcio aufzukreuzen hat. Ein erster Vergleich der effenktiven Kräfte in der Stadt!

    So hebt nun eine intensive Woche für den FCK-Trainer an. Er hat zu beweisen, dass für seine (wie üblich!) ambitionierte Truppe die Prognosen – sie reichen lesbar allgemein von Platz 5 bis Platz 1 – keinem Wunschdenken enspringen (müssen), sondern realistisch die Spielstärke 2019/20 abbilden – bestenfalls sogar aufstiegsausgerichtet!

    Ansonsten zeigt die erste Runde, dass, wie ich bereits mal erwähnte, für den designierten Ligafavoriten Lugano U21 die Trauben in der Ostschweiz durchaus hoch hängen könnten. Jedenfalls ist schon mal von einem ersten Unentschieden (in Rüti) zu berichten – also ein 1 zu 1 zwischen Müller-Thurgau und Merlot, um bei Trauben zu bleiben.

    Bemerkenswert das Mickey-Mouse-Resultat von 1:17 beim Spiel zwischen United Zürich gegen Chur. Entweder handelt es sich hier beim Verlierer nach seinem Trainingsaufenthalt in Ungarn um Tokajer-Nachwirkungen (was ich sportlich nicht annehme!), oder der Club (abgestiegen von Liga 1!) hat plötzlich keine Möglichkeiten mehr, eine spielerisch ligaentsprechende Mannschaft aufs Feld zu bringen. Oder es sind andere Gründe. Zu hoffen ist auf jeden Fall, dass dadurch die Meisterschaft nicht auf Dauer verfälscht wird. Die nächsten Runden werden es zeigen.

  2. hello peoples
    wie Monsignore Seiz erwähnt ist nach einem Spieltag noch G A R nichts passiert. Gewisse Tendenzen können aber mit ein wenig Phantasie bereits festgestellt werden.Fakt ist das U.Zurigo niemals Interregio-Niveau hat und während dieser Saison auch nie haben wird.Die Frage nach Wettbewerbsverzerrung erübrigt sich dabei.. wenn eine Mannschaft dieser Gr.6 gegen diese Eierköpfe nicht das Punktemaximim holt…tja dann ist man eben selber schuld und eventuell gar ein Mitabsteiger in die 2. Regio… für mich ist Bazenheid auch ein klarer Abstiegskandidat.Weesen übrigens auch. Mit einem stabilen Team aufgestiegen ist dort nun leider Unruhe eingekehrt…halt wie immer wegen den lieben Geldnötli.aber das müssen die Walenseeler selber ausbaden,kein Problem grad neben dem See 🙂 Der andere “See-Verein” holperte-stolperte in die neue Saison.Die FCK-Player waren vermutlich vernebelt vor lauter “Aufstiegskandidat Nr.1 -Sprüchen” und vielleicht “Seenachtsfest-Kater”.Aber sind wir ehrlich.Mit so einer Crew gehört man einfach in die 1.Liga (übrigens cooles “Fan-Foto” so soll es sein ! )Weiters bin ich fast überzeugt das die Truppe vom Döbeli , Calcio, ende Saison in den Top 3 platziert ist.Verspielt,technisch top und frisch von der Leber weg wird diese Truppe in dieser Saison überzeugen.Wer weiss eventuell gibt es gar einen Doppelsieg von Kreuzlingen (Platz 1. und Platz 2 ) 🙂 alle anderen Teams sind absolut Ligatauglich und werden mit dem Abstieg nicht all zu lange was zu tun haben. Übrigens noch was zum lieben GELD : es ist wirklich so,der Fc Seuzach bezahlt seinen Spieler rein gar nichts! Kein Punkteprämie und schon gar kein Fixtum.Ich kenne den Präsi persöhnlich/ein Man ein Wort ! Der Goali muss sogar seine Handschuhe selber berappen.Solche Vereine sind sehr selten geworden und daher besonders sympathisch. Ein weiterer Club der seine Spieler in keinster Weise “entlöhnt” spielt sogar in der PROMOTION ! Der Fc Breitenrain.Ein Berner Quartier-Kultverein ala St.Pauli…nur ohne Moneten 🙂 allen Spielern ist es eine Ehre da mitzutun.Kein Witz. Da haben wir im schönen Rheintal ganz andere “Kaliber”. Z.b. der Fc St.Margrethen. Die haben in der Sommerpause, wie so oft mit dem Frontalhammer auf die Transferscheibe gehämmert. Brasilianer und andere Exoten rennen vor 30 Zuschauern dem Ball (Geld) nach.Über den Sinn dieses Treibens möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte vergeuden. Der Fc Au-Berneck gehört in die selbe Kategorie. Meine Worte sind : WAS SOLL DAS ??? aber lassen wir das doch einfach und geniessen die Saison der ehrenwerten Vereine. Der FCK steigt auf und der Widnauer Jungbrunnenclub bleibt locker in der Liga.ganz bestimmt 🙂 sportliches Hellau Hellau und viel Spass. Es Grüsst rheintal.ch

  3. Beim Spam-Kommentare löschen ging unbeabsichtigt auch der letzte Kommentar von Markus Seiz verloren. Entschuldige Markus! Aber ich denke die meisten Leser hatten ihn bereits gelesen. Wie immer vielen Dank für Eure interessanten Kommentare!

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