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Kampflos in Rüti

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Es ist schon wieder passiert. Der FCK wurde in Rüti zum wiederholten mal überrollt, diesmal mit 4:1. Gleich vier mal schlugen die Syla-Brüder zu.

Es sind schon viele starke Vereine auf der Schützenwiese untergegangen. Rüti in Spiellaune bringen, dann gehen die Lichter aus.

Ich überlasse die Taktik den Trainern, aber ohne unbedingten Kampf und Einsatzwille geht es dort ganz bestimmt nicht.

Ich konnte nicht am Spiel sein, aber anscheinend hats daran gefehlt. Am positiven anstacheln von Spielern untereinander und von Staff und Fans von ausserhalb fehlts während den Spielen ebenfalls! Ihr müsst euch gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben, sonst wird das nichts mit den gemeinsamen Zielen!

Noch ist nichts verloren. Aber wie hiess es am ersten Spiel von den Fans: “26 Endspiele”, diese Mentalität muss her.

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4 Comments

  1. Man kann sich für einmal kurzhalten: Seuzach scheint stringent wieder in die 1. Liga zu marschieren. Mitfavorit Chur hält noch einigermassen dagegen. Lugano ist bis jetzt die grosse Enttäuschung. Was man von Amriswil nicht behaupten kann. Die Thurgauer Musik wird derzeit – oder in dieser Saison? – im Oberthurgau intoniert. Das wäre neu, wäre irre. Wie lange hält das “Hopp Amri” also noch an? Und wie geht es den beiden Kreuzlinger Clubs?

    Der FCK scheint in dieser Saison tatsächlich nicht so stark zu sein, wie es Experten sehen wollten. Wobei ich das “Expertenmaterial” ziemlich breit ansetze – mich sogar inbegriffen, vertraute ich doch für einmal, trotz grundsätzlicher Skepsis gegenüber Vorsaison-Erstversuchen, auf einige gelungene Spiele! Und in Rüti ist es eben schon so: Wenn die Sylas nicht gehalten werden können, knallts im Zürcher Oberland. Das hat der Trainer gewusst. Eine stabile Mannschaft fängt wirklich immer hinten an. Hier hat der FCK seit Jahren eine gewisse Problemzone (der “Ringer von Rüti” eher vorne!). Bereits ab jetzt heisst es also für den FCK: Retten, was zu retten ist. Verfrüht angedacht? Kaum. Oder sagen wir es positiver: Hoffentlich! Man kann also wählen.

    Und was kickt der Stadtrivale ASC zusammen? Die Döbelianer müssen derzeit erfahren, dass das Niveau interregional deutlichen höher liegt, als das regionale. Es sind viele erfahrene Mannschaften dabei. Oder waren die letzten Wochen mit Luzern und dem verlorenen Stadtderby für die ASC-Mannen (sowie dem Vortand) schlicht zu anstrengend? Zu aufregend? Ist nicht ganz auszuschliessen. Daher ist anzunehmen, dass die Niederlagenserie doch mal eines Tages aufhören wird. Spätestens auf dem gemeinderätlichen “Winterrasen”?

    “Zweimal Kreuzlingen” dümpelt also überraschend nahe dem ominösen Strich dahin. Die Stadt-Fussballwelt (ganz grosses Wort!) erwartet nun einen fulminanten interregionalen Herbststurm, wenn schon das milde Sommerende nicht so richtig hinhaute. Nächste Gegnerschaft somit aufgepasst!

    (Übrigens: Gefühlt kann ich mich für einmal schadlos halten. Mein U10-Enkel gewann 9:5 ein Nachbarschaftsderby – davon gibt es in einer grossen Stadt einige! Auf Kunstrasen. Regelmässig. Passt besonders auch für Jugendmannschaften).

  2. Das war mal wieder ein Ausflug. Konstanter Regen, Kunstrasen, alleine im “Gästesektor”, der Weg zum Bierstand viel zu weit etc. Aber was tut man nicht alles für den FCK bzw. dessen 1. Mannschaft? Und dann ging’s los. Abwehrlöcher so gross wie im Emmentaler-Käse, mehrheitlich motivationsloses “herumgeschlurfe” (ja, ich sag’s extra etwas überspitzt) in der eigenen Hälfte ohne echten Offensivdrang. Kann’s ja mal geben, aber darauf muss man dann bitte auch reagieren; und zwar innert relativ kurzer Zeit (die Uhr läuft ja weiter). Die Kreuzlinger starteten sogar nicht mal so schlecht, auch wenn mit viel Glück gleich zu Beginn das 1:0 verhindert wurde. Man ging dann auch noch in Führung. Das war’s dann aber schon. Plötzlich, so schien es, verfiel man in kollektive Schockstarre und versank in Selbstmitleid (jedenfalls machte es von aussen den Anschein). Warum? Vielleicht aufgrund der Offensivfreude der Rütemer? Keine Ahnung! Auch einen Rückstand kann man doch aufholen und das Spiel drehen, aber es muss halt schnell gehen und die Einstellung muss stimmen. Wo war das Feuer? In dieser wichtigen Phase, wie auch sonst während des Spiels, vernahm ich weder vom Trainer, noch vom Captain oder andern Spielern Anfeuerungs- oder Motivationsrufe und -gesten; was sich, wie erwähnt, auch in der Körpersprache spiegelte. Die Kampfbereitschaft schien auf Sparflammen-Modus zu laufen. Den Fans kann man keinen Vorwurf machen. Man kann nicht immer und überall dabei sein, insb. auswärts. Aber da muss die Mannschaft halt durch; auch wenn’s regnet und nicht so spassig ist. Ich frage mich wirklich, was wir Fans denn noch alles tun können oder müssen, damit endlich mal wieder richtig gekämpft wird. Natürlich stehen wir zur Mannschaft, in guten und insbesondere in schlechten Zeiten. Aber im Gegenzug werden dann schon gewisse Reaktionen erwartet. Einerseits Verantwortungsübernahme und “Leithammel-Funktion” des Captains, wenn dies kein anderer macht und andererseits, dass die Einstellung stimmt (verdammt nochmal!). Wenn man dann immer noch verliert, dann ist’s halt so. Aber wenn der Einsatz nicht stimmt, macht mich das wahnsinnig. Von aussen und im Nachhinein ist Kritik immer einfach. Aber aus der guten, insb. technischen, Ausgangslage muss man doch was machen; und sei’s halt öfter mal über den Kampfmodus. Also weniger hadern, mehr Biss, Kante und Eier zeigen! Es gab auch einige gute Aktionen, so z.B. eine Traumflanke von Sven auf Mido oder einen Lupfer von Sven, welcher das Tor zu Beginn nur knapp verfehlte. Highlights waren jedoch rar und mehrheitlich spielte man halt einfach so mit. In Rüti zu dominieren schien kein Primärziel gewesen zu sein (warum eigentlich nicht?). Die Einwechslung des Rütemer Schwingerkönigs gegen Schluss war dann noch die finale Demütigung. Immerhin, ich geb’s zu, zauberte mir diese Einlage ein Lächeln aufs Gesicht und der Ausflug hatte sich dann trotz der spielerischen Katastrophe doch noch irgendwie gelohnt.

  3. Über Mediales: Ich meine schon, dass nach jedem Spiel der ersten Mannschaft des FCK – also eines nach wie vor ambitionierten Clubs!? – spielzeitlich nah eine klassische, mehr oder weniger ausführliche sportjournalistische Matchberichterstattung im Internet (eigene Homepage), wie auch in Internet-Journalen (auch auf klassischem Papier), veröffentlicht werden sollte. Besonders nach einem Spiel, das – nach Matthias Pfau, der hier verdankenswert etwas Licht ins zürcher-oberländer Dunkel zu bringen versucht -, in vielen Bezügen fussballerisch unverständlich abgewickelt worden sei. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass über die ersten Worte zum Spiel, wie sie am Trainertalk so fallen, “in bestimmten Fällen” (für die Presse) noch ein zusätzliches, zu veröffentliches Statement des Trainers zum Spiel abgegeben wird.

    Eine breitere, zeitlich nahe, authentische Spiel-Berichterstattung (mit 2-3 Bildern) kann für Zuschauer/Zuschauerinnen (und besonders für solche, die es noch werden sollen!) von einiger Bedeutung sein. Ohne regelmässigen medialen Kontakt zum Club besteht die Gefahr, dass das Interesse zu erlahmen beginnt. Besonders nach Negativresultaten. Dabei ist ehrlich auch mal über den einen oder anderen “Ausrutscher” kritisch zu berichten, besonders darüber, wie man erhofft, solche zu vermeiden. Man steht also dazu. Erfreulichere Resulate sind aus dieser Sicht bekanntlich Selbstläufer. Besonders dann, wenn man “vorne mit dabei” ist.

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