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Überlebenskünstler United

in Vor- und Nachbetrachtungen by

“Nach FCZ und GC kam gleich United”, meinte ein Zürcher Vater neben mir über die Vereinswünsche des fussballspielenden Nachwuchses. Alles aus und vorbei, heute kämpft man bei United ums überleben.

Am Ende hiess es 4:1 im Hafenareal, viele Zuschauer wollten die “Wundertüte” United nicht sehen (160, Minusrekord). Für die Zuschauer wars unterhaltsam, nur die letzten 20 Minuten etwas mühsam. Als hätten sich die Spieler die unentwegten Handzeichen des “Maestros” aus der Nordostecke zu Herzen genommen. Dieser drückte nach dem 4:0 auf die Bremse “abefahre, abefahre”. Gesagt, getan, statt eines Kantersiegs stotterte es. Kürsat im Trainertalk: “das war dann noch 5.-Liga-Niveau”. Für Erheiterung sorgte ein Spruch aus dem Kickers-Lager “do spieled jetzt die Blinde gäge die Lahme”.

Nach dem Spiel betrat der sympathische United-Trainer Kustrim Dzaferi in verschwitzter Spielerkleidung das Clubhaus – er ist angetreten zum Himmelfahrts- kommando der Zürcher. “Wir sind alles Altstetter und wollten den Verein nicht sterben lassen”. Applaus und Anerkennung beim Trainertalk – die Leistung war so fair wie couragiert. Am Ende des Trainertalks die Fragen aus dem Publikum, eine jeweils heikle Angelegenheit “i ha do selber gspielt!!”. Am Ende erlöste Gesichter, am Hafen hat man einen weiteren Spieltag überstanden, 1. Liga wir kommen.

Nun geht es am kommenden Samstag zum Spitzenreiter nach Chur. Mission Tabellenführung. Es fährt ein FCK-Car ins Bündnerland. Abfahrt 12.30. Für manch einen eine ganz persönliche Mission, die “Mission Einlass”. Spannung auf und neben dem Platz. Wir sehen uns in Chur.

Gefreut haben wir uns über die Besucher im Norman-Smith-Stand. Torsten aus Hannover (“Blick über den Lahmannhügel”) und Pascal (Football Disco) Claude. Die Kreuzlinger Kränze zirkulierten.

1 Comment

  1. Für einmal konnte der FCK von einer realen “Planungssicherheit” ausgehen! Es ging gegen einen Gegner aus Zürich, der sich 2019 /20 tapfer wehrt, nicht noch vollends von der Bildfläche zu verschwinden. Der Abstieg aus der Promotion über die Classic bis in die 2. IR war schon krass. Worin die Gründe lagen, weiss der Club selbst. Wie trotz der gegenwärtigen Trostlosigkeit zu vermerken ist, hat er im Hintergrund jedoch tüchtige A-Junioren. Das ist doch (für später) was, wenn es mit dem ersten Kader vorn und hinten nicht passen will. Dessen Qualität reicht derzeit offensichtlich zu nichts. Es begann mit 1:17 gegen Chur. Und nun ist nach 8 Spieltagen noch immer kein Punkt eingefahren. Hingegen führt man in der Strafpunktewertung (Was nicht entscheidend sein muss, werden doch hier Regeln auch einmal nach Schlechtdünken, dann wieder nach Gutdünken ausgelegt, wie man weiss. Soll keine (An-) Klage gegen Schiedsrichter/-innen sein. Ist allgemein praxisbezogen. Gehört vielleicht zum Fussball!).

    Der FCK konnte gegen das gegenwärtige Zusstandbild United einfach nicht verlieren – “dürfen” schon gar nicht, geht es doch am Wochenende gegen den gegenwärtigen Tabellen-Spitzereiter nach Chur. Das 1:17 als Massstab gegenüber dem 4:1 zu nehmen wäre zu einfach. Inzwischen haben sich die United-Altstetter einigermassen einzurichten gewusst und verlieren nur noch passabel. Und sollten bei ihnen noch drei-vier-fünf tüchtige Spieler anheuern, könnte dieses oder jenes Pünktchen doch noch eingefahren werden. Allerdings müssten es statistisch schon so um 30 sein, um am Saisonende nicht gleich weiter nach unten zu segeln. Von den 78 zu vergebenden Punkten bleiben nach acht Niederlagen also noch 54 Punkte. Da haben die Transferinvolvierten des Clubs noch eine grosse Aufgabe vor sich. Unmöglich ist es nicht. Derzeit einziger Vorteil: Alles spricht von United Zürich!

    Um abschliessend jedoch nochmals vom FCK zu sprechen – lassen wir mal die aktuelle Siegesserie aussen vor -, gibt es von Plänen zu berichten, dass 800’000 harte sfr für Umkleidekabinen bereitstehen sollen. Im kommenden Stadthaushalt! Nun, da die grösstmögliche Sicherheit, wo denn zukünftig der FCK beimatet sein soll, ob zentral oder östlich gelegen, noch nicht festgelegt ist (mindestens sein Hauptspielfeld!), lohnt es sich, diesen Punkt weiterhin hartnäckig ins Spiel zu bringen, damit Investitionen nicht ins Blaue hinaus getätigt werden müssen. Mein Punkt ist: Wäre nicht genau jetzt etappenweise etwas aufzubauen, das letztlich zu einer stadtgerechten Anlage führen könnte? Dazu bräuchte es wirklich “nur” die Aussage zu einer Örtlichkeit, welche (in nicht allzu weiter Ferne!) eine solche Anlage aufzunehmen hätte. Damit wäre Planungsbeginn. Ende einer unendlichen Geschichte.

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