Porträtfotos 1929

Schon vor einiger Zeit wurden mir diese wunderbaren Porträtfotos des FC Kreuzlingen übergeben. Anhand des Präsidenten Dr. Roth lassen sich diese auch eindeutig einer Saison zuordnen. Dr. Roth präsidierte den FC Kreuzlingen lediglich während der Saison 1929/1930 in der damals drittklassigen Serie B. Es zeigt den Vorstand und die 1. Mannschaft des FC Kreuzlingen kurz vor dem grossen Umbruch und den darauffolgenden grossen Jahren des FCK’s. Entsprechend war bereits zwei Jahre später nur noch ein Spieler mit von der Partie.

Die Porträts wurden aufwändig mit Karton-Passepartouts umrandet und liebevoll mit Verzierungen versehen, vielleicht waren sie Bestandteil eines Fotobuches. Leider wurden Sie später sehr unschön auseinander geschnitten. Ich habe die in Mitleidenschaft gezogenen Porträtfotos so gut es ging zu einem Bild zusammengefügt. Ursprünglich wollte ich die Porträts an meiner Ausstellung “Fundstücke aus dem Hafetschutter-Archiv” präsentieren. Nun also als leider sehr viel weniger deutliches Foto in meiner virtuellen Blog-Serie “Kreuzlinger Kiste”.

Die Beschriftungen der Porträts: Max Sulger (Freimitglied), Ernst Forster (Präsident der Spielkommission), Dr. Roth (Präsident), Josef Niffeler (1. Kassier), Robert Wahl (1. Aktuar), Albert Neuweiler (1. Spielführer), Otto Hiller (2. Kassier), Otto Semmler (Platzkassier), Franz Schalk (Vize-Präsident), Walter Lengweiler, Heinz Willy (Beisitzer), Paul Brivio (Freimitglied), Anton Böhler, Ernst Berluzzi (Freimitglied), Albert Oberhänsli (Protokollführer), Willy Kundig, Fritz Burkart, W. Klambauer, Herm. Edelmann, Walter Schulthess, Hans Meisser, Hans Weltin, Albert Herrmann, Josef Wurmser, Willy Piller (Platzchef), Artur Spielmann, Kurt Walser, Otto Oswald, Erwin Oberhänsli, Berthold Baumann, Raphael Zuanon, Albert Begoraro, Karl Kornmayer, Ernst Schulthess, Hans Frehner, Max Wyser, Arthur Wydler, José Stüssi, Ingo Kramer, Hans Leumann, Paul Leumann, Joh. Lindenmüller, Otto Seyfried, August Roth, Max Neuweiler, Wilh. Holzinger

1 Comment

  1. Bemerkenswert, was da jemand gesammelt hat. Nun ist das Bilddokument im “Hafetschutter-Archiv” gelandet. Eine sehr schöne Erinnerung aus einer Zeit, in der sich der FCK anschickte, noch höhere Lorbeeren ernten zu wollen. Die Mannschaft/das Umfeld wurde in 1-2 Jahren ganz neu gestaltet. Es muss ein gehöriger Ruck durch die Verantwortlichen gegangen, eine andere, mutige Clubstrategie eingeleitet worden sein – eine bekanntlich höchst erfolgreiche! Man riskierte etwas. Viele zogen mit. Die Fussballbegeisterung hob an. Der Platz, grenznah an der unteren Konstanzerstrasse gebaut, wurde zum attraktiven “Grenzlandstadion”. Hunderte, ja Tausende Fans (auch von “drüben”!) begleiteten diesen Umbruch, der leider zu früh wieder abebbte (auch zeitbegingt?). Und trotzdem scheint genau diese Zeit dem FCK ein Profil gegeben zu haben, das noch immer etwas nachwirkt, auch stolz machen kann, verteidigt weden sollte, zu neuen Ideen führen könnte. Der Aufbruch war immerhin mit einer – für damals – schönen Platzanlage verbunden! Da war man einfach “drin” – und nicht im Irgendwo. Die Kreuzlinger Fussballgeschichte, früh geprägt durch den FCK, geht also weiter. Neue Spuren sind nach 115 Jahren zu legen. Unter ganz anderen Zeit-Zeichen und Bedingungen. Und in der (inzwischen stattlichen Stadt) schickt sich zudem ein Konkurrent an, ebenso Fussballgeschichte schreiben zu wollen. Das Spiel, “Fussball Kreuzlingen”, ist also noch nicht abgepfiffen. Unbestimmt die Verlängerung, unter welchen Bedingungen diese Geschichte am besten erfolgreich weiter zu schreiben wäre. Es wird spannend.

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