Es grüsst das Amriswiler Murmeltier

…und in jeder Saison grüsst das (Amriswiler) Murmeltier. Egal wie lange die Pause ist, die Spiele gegen die Oberthurgauer wirken wie nahtlos aneinandergereiht, wie aus einem Guss. Man findet keine Antwort auf die gut eingestimmte Amriswiler Elf, dazu gesellen sich unglückliche Gegentore. Zu jeder Saison grüsst übrigens auch das Auftaktspiel, diese gehen seit Jahren verloren – und dies trotz seriöser Vorbereitung.

Nicht alles lief falsch beim FCK, nach dem 0:1 dominierte man die Partie, aber ganz vorne zeigte man sich zu harmlos. Nicht alles war anders als in den Testspielen. Das kassierte Freistosstor erinnerte an Pfullendorf, Pascal Huber brachte erneut viel Dampf.

380 Zuschauer bei anfangs strömendem Regen, eine tolle Kulisse im kleinen Thurgauer Derby (O-Ton eines Veteranen: “gege Amriswil isch es immer schwer gsi, aber gege Frauefeld, da isch chrieg gsi!”). Am Ende ein 0:4.

Ich freute mich nach der langen Pause enorm auf das Spiel. Die Laune sank dann rapide und am Ende war es nur erträglich, weil ich mir im Verlaufe des Spiels einen ganzen Kranz Bier in den Kopf stellte. Man muss aber auch relativieren, bereits vor dem Spiel war mir klar, ein Saisonstart (Murmeltier 1) gegen Amriswil (Murmeltier 2) ist kaum relevant für den Saisonverlauf.

Nach dem Spiel trafen sich drei alte Kreuzlinger in der Abstellkammer und schlossen fassungslos die Tür hinter sich: “jetzt darf niemand in Panik verfallen!”.

Im Clubhaus war es aber auch versöhnlich. Interessante Gespräche mit Winterthurern, Amriswilern und ein Fanzine-Tausch mit Daniel aus Leverkusen. Der sympathische Groundhopper und Bayer04-Fan unterbrach extra für das Thurgauer Derby seinen Urlaub im Schwarzwald.

1 Comment

  1. Was soll man dazu schreiben! Von sport-fan.ch, über “markus” bis Hafetschutter – von erklärten Insidern also – wurde im Vorfeld berichtet, dass der 20/21-er FCK in seinem Fanionteam eine Mischung von “Hinten, Mitte, bis Vorne” bereithalte, die ihn (wiedermal!) zu einem Top-Favoriten stempeln würde. Und dann das! Im Auftaktspiel! Auf eigenem Grün!

    Formel dazu: Man sollte “Angstgegner” defnitiv aus dem Fussballvokabular streichen. Die gibt es nicht. Es gibt nur Mannschaften (und deren Trainer), die sich zeitlich exakt auch auf einen Gegner gut einstellen können. Und das scheint den Rot-Weissen aus dem Oberthurgau (bei Oberaach….) perfekt gelungen zu sein – und umgekehrt eben nicht. Und so befindet sich dann Amriswil an der Spitze und der stolze FC Kreuzlingen dagegen am Schwanz der Tabelle. Letzterer nur noch knapp vor United Zürich. Die 6 Punkte Differenz zur Spitze sind also zuerst mal aufzuholen, auch wenn der FCK ein Spiel zurück liegt. Denn die kommenden Begegnungen deuten sich mindestens digital-prognostisch ebenso schwer an.

    Nun ist es wahrscheinlich schon so, dass der FCK samstags sicher nicht auch noch gegen einen fussballernden (für einmal) Volley-Amriswil verloren hätte. Dazu sind die Matschberichte schon noch differenzierter zu lesen und melden durchaus gute Ansätze bis auch Pech im Spiel. Das Gute reichte allerdings zum Saisonauftakt nicht weit. Da ist schon noch eine gehörige Schippe draufzulegen. Motto: Die Mannschaft muss “sichtbar” werden! O.K. – ein nicht ganz einfach erklärbarer Schlüsselsatz für ambitionierten Fussball. Aber er trifft ins Herz.

    Zum Trost locken von den maximal 72 zu vergebenden Saisonpunkten noch immer deren 69. Und der FCK wir das Tabellenende wohl nicht auf Dauer zieren – es wäre doch eine Sensation! Die kann es zwar im Fussball geben. Aber: Am Kreuzlinger Hafen ist – und war – doch immer Potential, meine Herren!

    Wie weit dieses dann im jetzigen Saisoverlauf wieder reicht, wird sich ziemlich rasch mal zeigen. Was man dazu lesen kann, so haben einige Mannschaften sehr gut aufgerüstet und erhoffen sich davon “Resultate”. So einfach ist also auch für 20/21 nicht zu entziffern, wer da schliesslich mit seinen Zu- und Abgängen den Vogel in dieser oder jener Richtung abgeschossen haben könnte. So bleibt es spannend. Die Meisterschaft ist ja zu Beginn beileibe nicht schon vergeben, wie es etwa bei Profi-Ligen der Fall sein kann. Amateursport ist bewegter, authentischer. Und Würste, Brötli und Getränke munden dabei womöglich noch besser – auf eine Art “urtümlicher” (Was heisst das nun schon wieder…..!).

    Schlussbemerkung: Hopp FCK! Sichtbar werden!

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