Der Linienrichter wars!

Der vierte Sieg in Folge – und ein verdienter. Diesmal musste der FCK ein Spiel drehen, aus einem 0:1 (Edison Syla) wurde ein 2:1. Dabei wurde durch eine Vielzahl unglücklicher Szenen vor dem Tor ein höherer Sieg verhindert (Rüti-Platzwart: so etwas umständliches in 30 Jahren nicht gesehen). Auch ohne Rütemer Chancen blieb es bis zum Schluss gefährlich, denn ein Taulant Syla ist immer für ein Tor gut. Der FCK blieb bis zum Schluss aktiv im Vorwärtsgang, so kommt es gut.

Der Rüti-Trainer fand einen unglücklichen Umstand für die Niederlage. Der Linienrichter verlor seine Fahne und suchte diese just in jenem Moment, als der FCK in Offide-Position das 2:1 erzielt hätte.

Auffallend nach 6 Runden (aber nicht überraschend) , die vier FVRZ-Teams liegen am Tabellenende.

Bemerkenswert an dieser Runde. Erstmals meldete ein Verein “ausverkauft” in der 2. Liga Interregional. Es war der FC Widnau, welcher gegen den FC Seuzach aufgrund des Corona-Konzepts die Pforten nach Einlass von 580 Zuschauern schloss. Wahrscheinlich warteten 3 Fans vor dem verschlossenen Tor und drinnen jubelten sie ausverkauft. Aber bemerkenswert sind 580 auf alle Fälle.

Nun folgt nächsten Samstag, 16.30 Uhr das Stadtderby. Calcio ist diese Saison noch unbesiegt, der FCK hat die letzten vier Spiele gewonnen. Die Vorzeichen für dieses 2. Stadtderby sind also hoch spannend. Direkt im Anschluss (19.00 Uhr) spielt in der 3. Liga der FCK U21 gegen den FC Tägerwilen, auch das ein interessantes Duell. Der FCK U21 ist erfolgreich in die Meisterschaft gestartet und belegt derzeit den 5. Tabellenplatz. Tägerwilen ist Aufstiegsfavorit und in seinen Reihen spielen nicht nur viele ehemalige FCK-Spieler, auf der Trainerbank sitzen Kristijan Djordjevic und Ridvan Rexhepaj. Ein spannendes Doppelderby im Hafenareal!

Kauftipp für Rüti-Fans: 50 Jahre FC Rüti

Aus dem Poesie-Album. Walter Mittelholzer fotografierte natürlich auch Rüti aus dem Flugzeug (und warf mitunter Spielbälle aus seinem Flugzeug auf den Fussballplatz an der Konstanzerstrasse ab, meine Tochter würde sagen: “in echt passiert”. Der FC Rüti vor seinem einzigen NLB-Jahr (1982). Die versammelten Kreuzlinger Stadtteile.

2 Comments

  1. Vom einjährigen NLB-Club FC Rüti kommt man immer gerne mit einem Sieg nach Hause. Es hat hier schon ganz anders gedonnert – die Sylas in Höchstform! Dieser Schreck scheint – vorerst? – etwas abgeflacht zu sein.

    Für das magere 2:1 stieg in Rüti der Platzwart zum analogen Kommentator auf, wie gemeldet wird. Mit “viel zu kompliziert gespielt” macht er auf etwas aufmerksam, das erkennbar ab und zu das FCK-Spiel zu hemmen scheint: Die Versuche, kurz vor dem Tor Fussball als Ballbesitzkunst zu begreifen. Das mag bei Berufsspielern final oft aufgehen. Bei Amateuren läuft es öfter schief. Dabei haben die Hafenmöven neulich sowohl gegen Weesen, als auch Bazenheid, tüchtig zugepickt. O.K. – aber das waren anscheinend gut bezwingbare Deffensiven. Gegen Chur konnte das dann schon nicht mehr klappen. Der Trainer weiss Bescheid! Zu korrigieren in der Praxis, nach dem am Schwarzen Brett oder digital an der Videowand den Mannen diese “komplzierte Kickerei” tausendmal transparent gemacht wurde. Allwöchentliche Trainerarbeit. Das Begreifen liegt jedoch letztlich immer bei den Spielern selbst. Die Spielsituationen sind ihnen persönlich bekannt, in denen “so” und nicht “so” agiert werden sollte – gepasst, verlängert, selbständig durchgebrochen, etwas gewagt, Schuss, Tor! Das fussballtechnische Rüstzeug ist vorhanden. Das Situationsverständnis verlangt dann halt noch eine andere Qualität, strapaziert mitunter arg die Fans.

    Und Widnau meldet “ausverkauft”! Das geht so: Sektor 1 maximal 250, Sektor 2 maximal 300. Einschreiben am Eingang, 1.50 m überall verbindlich – auch knapp vor der Wurst! Harte Zeiten. Doch der FCW spielt punktemässig bis anhin auch einen sehr guten Ball! Das bringt zusätzlich Interesse. Man muss nicht nach St. Gallen! Wie überhaupt die Amateurvereine von der jetzigen schwierigen Zeit sogar profitieren, oder mindestens ihren Zuschauerlevel halten könnten.

    Ab propos Zuschauer: Das brachte in der Umgebung von Rüti schon Massen auf die Beine. Gemeint sind nicht die Schrauber in der Nacbargemeine Hinwil, wo die Alfa-Wägeli bei Sauber zusammengezimmert werden. Diese fahren ja – wenn überhaupt – nicht in der Schweiz umher. Gemeint ist eher noch das Bachtel-Schwinget. Noch erstaunlicher: Girenbad, 800 Meter über Meer. Dort oben geschah noch bis in die Mitte der 60er Jahre jeweils im Winter – als es ihn noch gab! – ein Wunder: Mit viel Engagement der gesamten kleinen Gemeinde wurde eine Rodel- und Bobbahn angelegt, 1,4 km, 140 m Höhenunterschied. Sie galt als die ziemlich schnellste und gefährlichste in Europa! An jeder der 11 Kurven stand die Sanität. 1961 wurden dort sogar – man kann es kaum glauben! -, die Rodelweltmeisterschaften ausgetragen. 10’000 Zuschauer liessen sicht dieses Spektakel nicht entgehen!

    Ob nun die 10’000 für das kommende Stadtderby FCK 05 gegen AS Calcio als Referenzgrösse zu gelten haben, ist noch nicht abschliessend geklärt….! Sicher ist nur, dass zusammen mit dem kleinen Derby FCK U21 gegen den Nachbar FC Tägerwilen samstags eine optimale sportliche Konstellation eintritt. Mehr Spannung in der Fusballregion Kreuzlingen geht nicht!

  2. Gratulation dem FC Kreuzlingen zum 2:1 Auswärtssieg gegen den FC Rüti. Der FC Rüti ist nicht mehr die Mannschaft der vergangenen Jahre. Das hat man bereits in der abgebrochenen Saison gesehen. Der FC Rüti war dann auch bisher die schwächste Mannschaft die ich in der laufenden Saison gesehen habe. Eventuell lag die 0:5 Niederlage die der FC Rüti auf der Aegeten einstecken musste, auch daran das, dass für den 2.Spieltag angesetzte Auswärtsspiel nicht an einem Sonntag, sondern an einem Mittwochabend ausgetragen wurde. Welcher Amateur Spieler macht schon gerne unter der Woche ein Auswärtsspiel, wo man mit Hin-, und Rückweg 180 km zurücklegt, und somit 3 Stunden unterwegs ist. Daher war der müde Auftritt vom FC Rüti verständlich, und die 0:5 Klatsche die logische Folge daraus. Der FC Rüti Auswärts, und Zuhause sind aber fast zwei verschiedene Mannschaften. Daher ein Kompliment an den FC Kreuzlingen zum Auswärtssieg, der ja sogar um einiges höher ausfallen hätte können, bzw. müssen. In dieser Liga zählen ja unbegreiflicherweise nicht die Tore, sondern die Strafpunkte bei Punktegleichheit. Daher ist der Sieg, und nicht die Höhe wichtig.

    Das der FC Widnau sogar beim hafetschutter erwähnt wird, ist schon aller Ehrenwert. Der FC Widnau hatte schon immer eine treue Anhängerschaft.
    Es war Wiesen Zeit auf der Widnauer Sportanlage Aegeten, und auch das Wetter spielte mit. Diese Zuschauerzahl aber nur dem Oktoberfest, und dem wunderschönen Herbstwetter zuzuschreiben wäre definitiv fehl am Platz. Der FC Widnau spielt bisher eine sehr gute, ich sage sogar eine überragende Saison. Das zieht die ohnehin schon treuen Zuschauer auf die Aegeten. Daher waren auch gegen die 2.Mannschaft vom FC Wil 1900 500 Zuschauer anwesend. Auf der Widnauer Facebook Seite wurde mit 550 Zuschauer sogar ausverkauft gemeldet. Man ist also beim FC Widnau flexibel, und reagiert auf den Höhenflug, da man bereits 30 Zuschauer mehr auf der Aegeten begrüssen durfte. Corona Virus hin, oder her, das ein Amateurverein den Fussballplatz in Sektoren einteilen muss, ist mit viel Aufwand, da in jedem Sektor Verpflegung, und WC gewährleistet werden muss, verbunden. Nach meinen Kenntnissen, die aber bereits einige Wochen zurück liegen, und daher veraltet sein können, wären im Kanton St. Gallen 3 Sektoren, a 300 Zuschauern erlaubt. Widnau könnte also theoretisch 600 Zuschauer auf die Sportanlage Aegeten lassen. Da bei mehr Zuschauern aber der Sicherheitsabstand natürlich schwerer einzuhalten ist, hat man derzeit die Kapazität noch nicht auf 600 erhöht:-). Man hat also noch ein wenig Luft nach oben.

    Der FC Widnau hat einen Lauf. Vier Siege in Serie, das ist eine eindrückliche Serie. Die beiden zu Beginn der Saison verlorenen Spiele gegen Chur97 (A:0:1) und AS Calcio Kreuzlingen (A:1:3) waren aus meiner Sicht nicht zwingend, und hätten daher durchaus auch mit Punkten enden können. 12 Punkte (4S, 2N), aus 6 Spielen ist für den FC Widnau aber eine sehr gute Punkte Ausbeute, mit der man in Widnau sehr gut leben kann. Am nächsten Samstag geht es nun nach Zürich, wo das Auswärtsspiel gegen das scheinbar wiedererstarkte FC United Zürich warten wird. In der derzeitigen Verfassung in der sich der FC Widnau präsentiert, müssten eigentlich auch gegen diesen Gegner Punkte möglich sein. Ich erinnere aber gerne an die vergangene Saison, als der FC Widnau sich zum Abschluss der Vorrunde (Saisonende) erst in der Nachspielzeit (94.Min.) beim FC United Zürich mit 1:0 durchsetzen konnte. In dieser Saison scheint der FC United Zürich stärker zu sein, daher wir das Spiel vom Samstag, auch wenn sich der FC Widnau in sehr guter Form präsentiert, kein Selbstläufer werden.

    Danach wartet ja dann bekanntlicherweise das Heimspiel gegen den FC Kreuzlingen. Sollten beide Vereine (FC Widnau, FC Kreuzlingen) am nächsten Wochenende erfolgreich sein, würde es am Sonntag 18.10.20 um 14:00 Uhr auf der Widnauer Sportanlage Aegeten zwischen dem FC Widnau und dem FC Kreuzlingen zu einem Spitzenspiel kommen.
    Egal wie die Spiele am Wochenende ausgehen, das Spiel FC Widnau gegen den FC Kreuzlingen wird ein besonderes Spiel werden. Ich hoffe natürlich, dass der FC Kreuzlingen das Derby gegen den AS Calcio Kreuzlingen gewinnt, und gleichzeitig Chur97 das Auswärtsspiel in Uzwil, bzw. der FC Widnau das Auswärtsspiel gegen den FC United Zürich erfolgreich bestreiten können. Dann würde es am 8.Spieltag im vorderen Drittel der Tabelle zum Zusammenschluss kommen.

    Für Chur97, und den FC Kreuzlingen stehen am nächsten Wochenende wegweisende Spiele bevor. Eine Niederlage könnte für beide Mannschaften die Träume vom Aufstieg zwar noch nicht ganz platzen lassen, aber aus meiner Sicht in weite Ferne rücken lassen. Daher ist mindestens Verlieren verboten angesagt.
    Es wäre natürlich phantastisch, wenn sich am 18. Oktober zwei Mannschaften duellieren, die fünf Siege in Serie feiern konnten. Ich bin jedenfalls jetzt schon sehr gespannt, wie sich die Widnauer Defensive um den Rückkehrer Ilija Ivic gegen den spiel-, wie auch offensivstarken FC Kreuzlingen schlagen wird. In der Vergangenheit war ja der FC Kreuzlingen für den FC Widnau ein gern gesehener Gegner. Aus der Vergangenheit kann man sich aber nichts kaufen, was zählt ist die Gegenwart, bzw. die Zukunft. Da läuft es ja derzeit dem FC Kreuzlingen, wie auch dem FC Widnau nach anfänglichen Startschwierigkeiten blendend.

    Für eine noch spannendere Saison, drücke ich dem FC Kreuzlingen, auch wenn man als Aussenstehender eigentlich Neutral sein sollte, am Samstag im Derby dem FC Kreuzlingen die Daumen. Toi, toi, toi.

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