Kreuzlingen knipst Widnau aus

Fussball im Rheintal. Das heisst Feststimmung an den Verpflegungsständen, Schnupftabak im Fanshop, hemdsärmelige Sprüche von den Rängen. Auf dem Parkplatz sah man schon zahlreiche Autos mit FCW-Minitrikots und Wimpeln an den Scheiben, hier wird Amateurfussball gelebt. 420 Zuschauer waren zugegen, aufgeteilt in 2 Blöcke mit eigener Infrastruktur. Doch auch zahlreiche Kreuzlinger reisten an. Nicht nur Bekannte der Spieler (was auch lobenswert ist), beim FCK reist immer noch ein kleines Publikum mit, welches den FCK seit vielen Jahrzehnten unterstützt. So etwas macht einen Traditionsverein aus. Die Old Boys waren ebenfalls mit einem halben Dutzend Fans vertreten, wenn auch ohne Support.

Zum Spiel. Der FCK stand vor der Partie gehörig unter Druck, um nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Aber das ist die Mannschaft mittlerweile gewohnt. Die 1. Hz spielte der FC Widnau und Kreuzlingen begnügte sich mit dem Absichern. Defensiv machte das der FCK routiniert und liess Widnau kaum zu Chancen kommen. Nach vorne jedoch brachte der FCK so gut wie keinen Ball aufs Widnauer Tor.

Im “Rheintaler” wurde im Vorfeld “Ein Match, der alles bieten wird” versprochen . Nun, die meisten Zuschauer dürften nach der 1. Hz ernüchtert gewesen sein. Taktikfüchse und Freunde gepflegter Abwehrleistungen kamen dagegen auf ihre Kosten. Die 2. Hz war dann etwas lebhafter. Druck konnte der FCK jedoch zu keiner Zeit aufbauen. Eine einzige gelungene Offensivaktion der Grün-Weissen änderte alles. Sven Bode hebelte mit einem Traumpass zu Pascal Huber die Widnauer Abwehr aus – und dieser liess sich die Chance nicht nehmen (70.). Kreuzlingen zeigte weiterhin eine sattelfeste Abwehr und musste kaum noch zittern, legte gar in der Nachspielzeit noch einen drauf und gewann mit 2:0.

Für Widnau war das bitter. Ehrlichgesagt hatte ich die Rheintaler vor der Saison nicht so ganz ernst genommen. Nun überzeugten sie mit einem sehr stabilen Fussball. Zu einer Spitzenmannschaft fehlt ihnen aber noch ein gefährlicher Offensivspieler.

Der FCK wiederum holte das Optimum an Toren aus dem Spiel heraus. Glück, Abgeklärtheit? Vielleicht etwas zwischendrin.

Nun folgen für den FC Kreuzlingen die vermeintlich leichteren Partien. Aber der FCK steht nach wie vor unter massivem Druck – und das ist gut so. Es geht um den Aufstieg.

Nach diesem Spieltag liegt der FCK in der Stadtmeisterschaft wieder vorne. Ist bei den Döbelianern die Luft nach dem Derby bereits draussen? Amriswil wiederum spielt mit einer Mannschaft ohne grössere Namen einen konstant guten Ball und führt derzeit verdient die Thurgauer Meisterschaft an.

Holen wir diese Saison das Triple aus Aufstieg, Stadtmeisterschaft und Thurgauer Meisterschaft? Es bleibt spannend. Solange uns nicht Corona einen erneuten Strich durch die Rechnung macht…

Den Schnupftabak habe ich übrigens noch gekauft. Statt des erhofften FCW-Logos war dann leider ein Schwinger drauf. Vielleicht hätte ich mich besser für den Golfball entscheiden sollen…

NACHTRAG: Der FC Widnau schickt mir einen Original-FCW-Schnupftabak per Post zu. Vielen Dank 🙂

4 Comments

  1. Hier eine Einschätzung zum Spiel FC Widnau – FC Kreuzlingen
    Zuerst möchte ich dem FC Kreuzlingen zum Sieg gratulieren. Auch wenn der Sieg von Kreuzlingen aus meiner Sicht glücklich war, war Er sicherlich nicht gestohlen. Das gerechte Resultat in diesem Spiel wäre aber definitiv ein torloses Unentschieden gewesen.

    Man hat gemerkt, dass sich mit dem FC Widnau und dem FC Kreuzlingen zwei Mannschaften auf dem Fussballfeld duellieren, die derzeit zurecht oben in der Tabelle stehen. Es war von Beginn an ein Spiel das von der Taktik lebte, und in dem beide Mannschaften versuchten dem Gegner keine Freiräume zu gewähren. Daher war es zwar eine Intensiv geführte Partie, die aber wiederum, wie schon die Heimspiele gegen die zweite Mannschaft vom FC Will (1:0) und den FC Seuzach (1:0), wohl lediglich die Taktikfüchse unter den Zuschauern begeistern konnte. Widnau spielte auch gegen den FC Kreuzlingen Defensiv eine überragende Partie. In der 1.Halbzeit hatte Kreuzlingen bis auf einen harmlosen Kopfball, den der Widnauer Torhüter ohne Probleme halten konnte, eigentlich keine nennenswerte Torchance. Das war der verdienst der beiden Innenverteidiger Ivic (Nr4), und Aggeler (Nr.6), und natürlich auch der gesamten Widnauer Mannschaft. Jedenfalls konnte der FC Kreuzlingen in der ersten Halbzeit seine Offensive Qualität nicht ausspielen.

    Wenn eine Mannschaft in der 1.Halbzeit zu Torchancen kam, dann war es der FC Widnau. Es dauerte aber auch bis in die 40.Minute ehe die Widnauer zu einer richtigen Torchance kamen. Ein Freistoss von der Seite verfehlten die Widnauer Spieler im Strafraum, und somit flog der Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Nach ausgeglichenen 40 Minuten, in denen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe duellierten, und daher neutralisierten, gehörten die letzten fünf Minuten der 1.Halbzeit dem FC Widnau. Die Widnauer kamen nämlich vor der Pause nochmals zu einem Abschluss, ein Torerfolg wollte ihnen aber leider nicht gelingen. Zur Pause hiess es daher gerechterweise 0:0.

    Auch zu Beginn der 2.Halbzeit, wie bereits die letzten Minuten vor der Pause, hatte ich eher das Gefühl, dass der FC Widnau näher an einem Torerfolg stand, als der FC Kreuzlingen. Weiterhin spielte nämlich der FC Widnau defensiv sehr konzentriert, und daher tat sich der FC Kreuzlingen weiterhin sehr schwer sich Torchancen zu kreieren. Die Kreuzlingen Offensive biss sich an der Widnauer Defensive regelrecht die Zähne aus. Wie bereits in den beiden Heimspielen zuvor, war mir klar, dass diejenige Mannschaft die das erste Tor erzielen kann, dass Spiel wohl auch gewinnen wird. Der FC Kreuzlingen kam erst nach einer Stunde Spielzeit zu der ersten richtigen Torchance. Das war eine kuriose Scene. Auf der Gegenseite, knapp innerhalb des Kreuzlinger Strafraums liess sich unsere Nr.22 Ceyhun Tüccar nach einer Pirouette fallen. Ein Kreuzlinger Spieler reklamierte natürlich vehement eine Schwalbe, und vermittelte dies dann auch unserem Spieler. Es kam zu einem kleinen Tumult. Auf der Gegenseite lief das Spiel weiter, und nach einem Einwurf, glaub es war ein Einwurf, stand ein Kreuzlinger Spieler auf einmal alleine vor dem Widnauer Tor. Der Spieler schob den Ball aber am Tor vorbei, und somit war diese Grosschance vergeben. Der Schiedsrichter zeigte bei diesem kleinen Handgemenge zwei Widnauer Spielern (Tüccar Nr.22, Ivanusa Nr.24) und einem Kreuzlinger Spieler, ich glaube es war die Nr.24, der vehement eine Schwalbe, und somit gelb für den Widnauer Spieler forderte, die gelbe Karte. Das Spiel wurde mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt. Daher war ich mir gar nicht sicher, ob das Tor gezählt hätte, wenn der Kreuzlinger Spieler den Ball alleine vor dem Widnauer Tor nicht neben, sondern ins Tor geschossen hätte. Ich habe jedenfalls keinen Pfiff vom Schiedsrichter mitbekommen, und daher war aus meiner Sicht das Spiel nicht unterbrochen.
    Nach dieser Aktion war es ein offener Schlagabtausch, weiterhin aber mit wenigen Torchancen. Ein Geniestreich von Sven Bode (Nr.11), der mit einem Traumpass die bisher sattelfeste Widnauer Abwehr aushebelte, und den am Strafraum in Position gelaufenen Mitspieler bediente, brachte in diesem Spiel die Vorentscheidung. Huber hatte eigentlich keine Probleme, nach diesem super Zuspiel den Ball im weiten Eck unterzubringen, und somit das so wichtige Führungstor zu erzielen (70.).
    Obwohl noch 20 Minuten zu spielen waren, und der FC Widnau daher noch genügend Zeit gehabt hätte um das Spiel auszugleichen, war der FC Widnau zu keiner grossen Reaktion mehr fähig. Den wie auch die Widnauer Defensive, spielte auch die Kreuzlinger Defensive eine sehr gute Partie. Daher bissen sich auch die Widnauer Offensivspieler immer wieder an der Kreuzlinger Hintermannschaft die Zähne aus. Trotzdem hatte man noch zwei, drei Chancen um das 1:1 zu erzielen. Es sollte am heutigen Sonntag aber nicht der Tag vom FC Widnau sein. Gegen den FC Wil 1900 2 und den FC Seuzach hatte man das Wettkampfglück noch auf der eigenen Seite, und daher konnte man diese Heimspiele jeweils mit 1:0 gewinnen. Heute war das leider nicht der Fall, in der Nachspiel konnte der FC Kreuzlingen dann nach einem Fehler der Widnauer, ein Widnauer Spieler spielte den Ball einem Kreuzlinger direkt in die Füsse sogar noch das Resultat auf 2:0 erhöhen. Einer der wenigen Fehler im Widnauer spiel nutzten die Kreuzlinger somit eiskalt aus, und sorgten mit einem abgefälschten Schuss für den 2:0 Auswärtssieg.
    Mit diesem Auswärtssieg hat sich der FC Kreuzlingen weiterhin im Kampf um den Aufstieg halten können. Für Widnau war es nach drei Heimsiegen, und einem Torverhältnis von 7:0, nicht nur die beiden ersten Gegentoren in dieser Saison auf der Sportanlage Aegeten, sondern auch die erste Heimniederlage. Diese war definitiv nicht zwingend. Mit etwas Wettkampfglück hätte das Pendel auch auf Seiten des FC Widnau ausschlagen können. Daher wäre aus meiner Sicht, wie ich bereits anfangs geschrieben habe, ein Unentschieden das gerechte Resultat in diesem Spiel gewesen. Für den FC Kreuzlingen, mit euren Ansprüchen, war der Sieg aber definitiv sehr wichtig.
    Der FC Widnau darf trotz der Niederlage sehr stolz auf die eigene Leistung sein. Man hat gezeigt, dass man gegen eine der stärksten, wenn nicht sogar stärkste Mannschaft der Liga mithalten kann. Vielleicht kann der FC Widnau dem FC Kreuzlingen im Aufstiegsrennen ja behilflich sein, und dem FC Amriswil (A) und dem FC Uzwil (H) Punkte abnehmen. Auch wenn das Spiel heute verloren gegangen ist, bin ich überzeugt, dass mit solch einer Leistung sich der FC Widnau in dieser Liga vor keiner Mannschaft zu verstecken braucht. Ich hoffe, das, dass Wettkampfglück dem FC Widnau Auswärts gegen Amriswil, und im Heimspiel gegen Uzwil wieder Hold sein wird. Dann sind sicherlich gegen diese Gegner Punkte möglich.
    Ich drücke dem FC Kreuzlingen die Daumen, dass der FC Uzwil und der FC Amriswil noch abgefangenen werden kann, und am Ende der Saison dann der Aufstieg gefeiert werden kann. 6 Punkte Rückstand sind aber schon eine Hausnummer, wenn man sieht wie souverän der FC Uzwil derzeit die Liga rockt. Uzwil kommt mir in dieser Saison vor, wie Chur 97 in der abgebrochenen Saison. Es war erst der 8.Spieltag und daher sind noch mehr als genügend Punkte zu vergeben, damit der FC Kreuzlingen den 6 Punkte Rückstand auf den FC Uzwil noch wettmachen kann. Ich gehe aber davon aus, dass der FC Kreuzlingen das Rückspiel gegen Uzwil mindestens Unentschieden spielen, wenn nicht sogar gewinnen muss. Den FC Amriswil, Chur 97 und vielleicht sogar Calcio Kreuzlingen sollte man aber hinsichtlich des Aufstiegs noch nicht abschreiben.
    So wie HAFETSCHUTTER, alias Daniel Kessler in seinem Bericht geschrieben hat, hat ihm das Ambiente auf der Sportanlage Aegeten gefallen. Da sein Verein dann sogar auch noch die drei Punkte mit nach Kreuzlingen nehmen konnte, hat den Fussball Nachmittag sicherlich vergoldet.
    Der FC Widnau ist ein besonderer Verein, mit einer grossen, und vor allem treuen Anhängerschaft. Nicht nur die Mannschaften im Verein, sondern auch die Fans lieben das gesellige Beisammensein. Ob Sieg, oder Niederlage, nach dem Abpfiff wird bei gemütlichem Beisammensein das Spiel analysiert.
    Nochmals herzliche Gratulation dem FC Kreuzlingen zu den Drei Punkten. Toi, toi, toi dem FC Kreuzlingen für den weiteren Saisonverlauf.

    Ps. Noch eine Anmerkung zum Bericht von HAFETSCHUTTER. Der FC Widnau hat eine sehr starke Mannschaft beisammen. Mit Torhüter Schatzmann, Abwehrspieler Ivic und Mittelfeldspieler Lässer hat der FC Widnau eine Achse, die sich in dieser Liga nicht zu verstecken braucht. Ein Sturmproblem sehe ich seit dem Zuzug von Ceyhun Tüccar, der seine Fussballerische Laufbahn beim Vorarlbergischen Verein Rot-Weiß Rankweil in der Jugend begann, beim FC Widnau nicht mehr. Mit 14 Jahren wechselte Ceyhun Tüccar in die Jugendakademie von Rapid Wien. Ab 2019 waren seine Stationen FAC, Rapid Wien II, Stripfing und ab diesem September der FC Widnau. Ohne Zweifel kann dieser Spieler das Widnauer Sturmproblem lösen, das hat Er in den bisherigen Einsätzen nicht nur angedeutet, sondern auch schon gezeigt. In den letzten beiden Spielen wurde Tüccar im Mittelfeld eingesetzt, und somit hat Er in dieser Position natürlich etwas an Offensivpower verloren. Ich bin überzeugt, dass Lars Ivanusa in nächster Zeit wieder auf seiner Stammposition (Aussenstürmer) spielen wird, und somit Tüccar wieder als Stossstürmer auflaufen kann. Ob mit Tüccar als Mittelstürmer, und Ivanusa als Aussenstürmer der FC Widnau diesen, vor allem defensiv stark aufspielenden FC Kreuzlingen mehr hätte in Bedrängnis bringen können, ist im Nachhinein schwer zu beantworten.
    Die Kaderzusammenstellung vom FC Widnau ist aus meiner Sicht ausgezeichnet. Routiniers, und jugendliche Power geben einen sehr guten Mannschaftsmix. Wenn der FC Widnau diese Mannschaft beisammen halten kann, dann wird Er in den nächsten Jahren in der 2.Liga Interregional eine tragende Rolle spielen. Als Fan darf man ja träumen, vielleicht kommen ja irgendwann wieder einmal 1.Liga Zeiten auf den FC Widnau zu. Für das St. Galler Rheintal wäre es wünschenswert wenn irgendwann wieder einmal eine Mannschaft in der 1.Liga spielen könnte. Da der FC Altstätten derzeit eine schwierige Phase durchlebt (2.Liga) wäre es am FC Widnau, um für 1.Liga Flair im St. Galler Rheintal zu sorgen. Die 1.Liga ist aber nochmals ein anderes Kaliber, als es die 2.Liga Interregional ist, und daher wäre der Traum 1.Liga wohl nur mit sehr guten Sponsoren zu verwirklichen.
    Anhand der Zuschauerzahlen ist die 2.Liga Interregional die richtige Liga für den FC Widnau. Der Traum wäre, das sich der FC Widnau in der 2.Liga Interregional über mehrere Jahre behaupten kann, und irgendwann vielleicht ein, oder zwei weitere Rheintaler Mannschaften in die 2.Liga Interregional aufsteigen könnten. Derzeit sehe ich aber keine Rheintaler Mannschaft die das Potential dazu hat. Man weiss ja, wie schnell sich das im Fussball ändern kann.

  2. Nun nahm der FC Kreuzlingen auch die – vermeintliche? – schwere Hürde Widnau. Wenn der FCK-Trainer aufgrund verschiedener Probleme einzelner Stammspieler mit einer stark ersatzgeschwächten Equippe, wie er erklärte, ins Rheintal fuhr, sogar Spieler im Aufgebot waren, die sich selbst als undisponiert erklärten, überrascht der Sieg dann schon. Oder kann es sein, dass Fussball “im Prinzip” viel einfacher ist, als wie er oft zelebriert wird: Unendliche Kunst am Ball oder dann viel Hauruck? Am Sonntag zeigte sich wiedermal, dass bereits ein genialer Bode-Pass in den Raum schon ausreicht, um einen Gegner final auszuhebeln. Hat der Widnauer Trainer damit gerechnet? Konnte er nicht. In einer Vorschau fühlte er sich wenig benötigt, den Gegner und seine diversen Möglichkeiten zu analysieren. Seine Mannen würden dem Spiele schon einen eigenen Stempel aufdrücken – oder so ähnlich klang es. Ist nicht ganz verständlich aus Trainersicht.

    Nun hat also der FC Widnau gegen beide Teams aus Kreuzlingen verloren. Zuvor bereits einmal auf dem Döbeli – äh Capita Arena. Wann ist eigentlich eine Arena eine Arena? Man müsste mal bei den alten Römern nachschlagen! Was unten beim FCK am Hafen steht, ist auch noch nicht abschliessend erklärbar. Wie dem auch sei: Amriswil vom Tellenfeld schoss (nomen est omen) auf dem Döbelirasen ein starkes Calcio , wie es im FCA-Bericht anerkenned heisst, ab. Somit war die Partie wohl deutlich ansprechender, höherwertiger, als im Rheintal oben. Und Trainer tun gut daran, sich mindestens einzelne Spieler der einzelnen Mannschaften gut zu merken, deren Spielweise, deren Genialität. Gehört zum Handwerk.

    Wann Amriswil begreift, dass es derzeit ein gutes Fussballteam besitz und dann auch durch einen ansprechenden Zuschauerauftritt honoriert, wird man sehen. Oder ist die Dominanz der Konkurrenz “Volleyball” übermächtig, dieses typische, überschaubare Rückschlagspiel, das ebenso in der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte? Muss nicht ewig so sein.

    Die Herbstwochen sind nun für den FCK eine gute Gelegenheit, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren, um dann in der 2. Saisonhälfte mit gleichem Eland weiter zu machen. Dazwischen kommt in der Regel ja noch eine Transferzeit. Da werden einige Clubs die das nahe Ufer eines Aufstiegs greifbar sehen, mit “Verlockungen” versuchen, diesen oder jenen kapitalen Hecht an Land zu ziehen. Nicht immer erfolgreich. Oft verschwimmen die Träume rasch.

    Und man kann sich im Amateurbereich als Mannschaftsidetifikation bei starkem Wechsel auch eine eher nachteilige Auswirkung einhandeln. Die Clubtreue als langjährige Tradition ist für die mitbeteiligten Zuschauer ein Gewinn, hat sich gegenüber früher jedoch arg verändert. Was bei Berufstschuttern oft materielle Wurzeln hat, oder der Club damit materiell spielt, passt in unsere Zeit. Wieweit sich bereits unter den Amateuren in vergleichweisen harmlosen Szenarien Ähnliches eingeschlichen hat, bleibt kryptisch. Oder ist es einfach ebenso die Zeit, die auch bei Amateuren über ein nur fröhliches, munteres Spielen, Kämpfen hinaus Bedingungen schafft, unter denen ab einer gewissen Ligahöhe nicht “immateriell gezaubert” werden kann, das Publikum dies dann solange goutiert, wie gewonnen wird? Keine Leistung ohne Preis? Was ich auf jeden Fall glaube ist, dass heute die Anforderungen an einen Amateurspieler deutlch höher liegen, als noch vor 30-40 Jahren. Sowohl im konditionellen und technischen Bereich, als auch im spieltaktischen. Das ist die gute Fussballseite. Hier vedienen auch Amateure mindestens mal grossen Respekt und weites Interesse. Sie setzen nicht zuletzt ihre Zeit sportlich für uns ein.

  3. Zum Schnupftabakdosenankauf von Hafetschutter auf der Aegeten wäre nachzutragen, dass Schwingen und Schnupfen passt. Eine veritable FCW-Dose, die nun nachgeliefert wird, ist aber als Erinnerung schon eindrücklicher (Man könnte auf die Unterseite noch Datum plus 0:2 einritzen!). Golfern wird übrigens empfohlen, es doch auch mal mit Schnupftabak anstelle einer Zigarette zu versuchen. Rauchen auf Golfplätzen wird im Prinzip nicht gern gesehen, ist jedoch nicht generell verboten ist. Nur sollte man vermeiden, dürres Gras oder den Wald anzuzünden! Und der Stummel gehört anschliessend schön in ein metallenes Dösli verpakt. Ich habe übrigens unter Mitspielern und/oder Mitspielerinnen niemanden schnupfen gesehen. Allerdings war ich nicht oft in Bayern! Und in der Schweiz dürfte vielleicht die bergige Innerschweiz als Golf-Schnupf-Hotspot in Erscheinung treten. Aber das ist so spekulativ wie der nächste Fussballsieg. Sicherer ist, dass nach einer Niederlage einige ganz schön verschnupft sein können. Ohne Tabak.

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