Eine gewonnene Hitzeschlacht

95 Minuten freuen über Tore, ärgern über versiebte “100%ige”, 95 Minuten beste Unterhaltung. Am Ende ein 4:2-Sieg gegen den abstiegsbedrohten FC Seuzach. Der FCK wird auch am letzten Spieltag um den Aufstieg in die 1. Liga spielen. Grosser Wermutstropfen, Uzwils 3:2-Sieg gegen Wil. Bei einem 3:3 wäre Kreuzlingen am kommenden Samstag sportlich in die 1. Liga aufgestiegen, denn gegen das bereits abgestiegene United braucht es schon viel Fantasie um sich auf der Buchlern verschenkte Punkte auszumalen. Wil führte übrigens 1:2 und der Uzwiler Siegtreffer fiel erst in der 86. Minute…

Auch Amriswil bleibt nach seinem 2:0-Sieg über Bassersdorf im Rennen, wenn auch die Chancen für die Oberthurgauer nach diesem Spieltag eher theoretischer Natur sind, müssten doch Uzwil (in Bassersdorf) und Kreuzlingen stolpern.

Eine gute Idee war der Outdoor-Bierstand, nicht nur für Corona-Zeiten. Gut gefallen hat mir auch die lebendige Stimmung auf der Tribüne, da wurde geflucht, gejubelt und mitgefiebert, es ging ja auch um was.

Weitere Randnotizen:

Ein Groundhopper vom SC Freiburg war anwesend, kein Wunder, sind doch die deutschen Amateurligen längst abgebrochen.

Es war das letzte Spiel von Bruno als Speaker! Er wird nicht nur als Speaker und Trainertalkmaster schmerzlich fehlen. Im Grenzstadtkurier Nr. 13 (erscheint im August) werde ich ein grosses Interview mit Bruno veröffentlichen – ich denke Redestoff haben wir genug!

Das Blog-Foto ist wie so oft von Erich, wunderbar getroffen mit dem Konstanzer Münster im Hintergrund, die Fotos sind für den FCK, die Spieler und meinen Blog immer eine schöne Bereicherung.

Entscheidendes Aufstiegsspiel am kommenden Samstag, 18.00 Uhr auf dem Sportplatz Buchlern in Zürich-Altstetten: FC United Zürich – FC Kreuzlingen.

2 Comments

  1. Es ist so eine Sache, sich auf ein finales Stolpern der Mit-Aufstiegsaspiraten hoffen zu müssen. Dabei ist zu erinnern, dass die Aussichten des FCK, sich endlich mal deutlich als Aspirant zu zeigen, nicht kombatibel mit dem Beginn der Spielsaison 20/21 gleichzusetzen war. Da stolperte man, wie ich mich erinnere (die erste Runde war spielfrei) in der 2. Runde mit einem verlorenen 0:4 und in der 3. mit einem verlorenen 0:1 ausgerechnet gegen die nun verbliebenen Mitbewerber um den Aufstieg: dem FC Amriswil und dem noch immer seit einigen Spieltagen klaren Favoriten FC Uzwil.

    Doch Stolpern ist nicht nur auf die Favoriten zu beziehen. Sich in den Abstieg “hineinstolpern”: auch das möchte sicher weder der FC Basserdorf zuhause gegen den FC Uzwil, noch der FC Seuzach zuhause gegen den FC Amriswil.

    So gesehen sind die Aufstiegs-Aussichten für den FCK in Zürich gegen den (Achtung: vermeintlich schwachen!) FC United durchaus intakt, ja dann hervorragend, wenn sowohl in Basserdorf, als auch in Seuzach bis zuletzt durch ein “Hauern und Stechen” um einen Ligaverlust zu vermeiden gekämpft wird. Dass sowohl die Liga-Spitze, als auch das Liga-Ende in das alles entscheidende Finale involviert ist, macht den Reiz des letzten Spieltags aus. Es wird Jubel und Tränen geben. Wie immer. Wobei sowohl das scheinbar Tragische eines Abstiegs, als auch das scheinbar Schöne eines Aufstiegs letztlich einer Balance gleicht: Beide Ergebnisse erfordern eine Neubewertung der Situation, die sich im Materiellen – beginnen bei der notwendigen Platz-Infrastruktur und der Bereitstellung einer konkurrenzfähigen Mannschaft – auf unterschiedliche Weise äussern kann, je nach den zukünftgen Zielen eines Clubs: Machen wir ab jetzt mehr breite Basisarbeit, oder setzen wir neue, noch – oder wieder – höhere Ziele.

    Doch: Auch der (einigermassen) gehobere Amateursport ist heute teuer zu verwalten, wenn man sich höhere Ziele setzt. Und ob er dadurch gegenseitig attraktiver wird für Zuschauende, für Fans, ist dann noch eine andere Sache. Es kommt hier ganz auf den Blickwinkel an, was zukünftig sportlich und gesellchaftlich sinnfällig sein könnte.

    Gesetzt der Fall, der FCK steigt auf – davon gehe ich übrigens aus….! -, bleibt viel zu tun bei den Bodensee-Zebras oder Sturmmöven am Hafen. Sollte es der FCK aber überraschend nicht schaffen, sich wiedermal als 1. Liga-Amateurverein aus der thurgauer Fussballprovinz zu melden, fliesst der Seerhein bei Konstanz noch immer zur Nordsee. Und das mittelalterliche Konstanzer Münster, das ja geschichtlich eminent mit “cruzelin” in Verbindung zu bringen ist, wird, wie auf dem schönen Blog-Foto von “Erich”, noch lange dem FCK 05 zuschauen. Es sei denn, “Chrüzlinge” spielt eines Tages Fussball in der Oststadt auf Seezelg. Aber wer weiss das schon in der weiten Stadt!

  2. Nachtrag: Eine Runde vor Schluss der abgekürzten Meisterschaftsrunde 20/21 fällt auf, dass der stolze FC Rüti, der es sogar mal bis in die frühere Nationalliga B spülte, nun sang- und klanglos von der 2. Inter Abschied nehmen muss (vielleicht nur vorläufig?). Das finale Spiel in Chur war für die Zürcher ein Desaster: Da führte man in der 16. Minuten 1:0, nachdem Chur 97 bereits in Unterzahl war. Und dann fallen am Calanda in den letzten 30 Spielminuten 5 Bündner Tore. Was soll man dazu sagen – ist halt Fussball!

    Erfreulicher die Wiederkehr des FCK-Erzrivalen FC Frauenfeld in die 2. Liga Inter. 6 x gewonnen – 4 x unentschieden – nie verloren. So gehts. Wer dann letztlich kommende Saison in der 2. Inter ein kantonales Derby gegen die Hauptstädter austrägt, ist “aus gewissen Gründen” noch nicht entschieden! Sicher ist nur: Aus FCK-Sicht könnten es im schlechtesten Fall drei Clubs sein. Besser wäre: Nur zwei!

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