4:1-Sieg im Stadtderby!

Gleich zum Meisterschaftsauftakt empfing der FC Kreuzlingen die AS Calcio zum mittlerweile 3. Stadtderby.

Die Terminierung ganz zum Saisonbeginn (und für manchen noch in der Ferienzeit), war nicht sonderlich glücklich. Immerhin fanden trotzdem 490 Zuschauer den Weg ins Hafenareal, eine erneut beachtliche Zahl. Die Stimmung vor dem Anpfiff könnte man mit angespannter Ruhe wohl am besten beschreiben.

Die erste halbe Stunde verlief ausgeglichen, wobei Calcio mit einem Wembley-Treffer die eindeutig beste Chance vorzuweisen hatte. Wie sich später zeigen sollte, stand das Spiel nur in dieser Phase auf der Kippe. Etwas überraschend, war für mich aufgrund der Vorbereitung der FC Kreuzlingen doch klarer Favorit. Testspiele sollte man ja wirklich nicht hoch bewerten, aber wenn der FC Kreuzlingen die gesamten Testspiele mit der kompletten Stammelf bestreitet, und dies beim Gegner offensichtlich nicht der Fall ist, dann sagt das doch etwas aus.

In der 30. Minute ein wunderschöner Freistoss von Mido Arifagic zum 1:0 für die Platzherren, der Knoten war geplatzt. In der Folgezeit kombinierte der FC Kreuzlingen nicht nur offensiv schön, auch die Abwehr stand souverän. Yves Seeger mit grosser Sicherheit, Kevin Schröder mit nötiger Konsequenz. Von Neuzugang Darko Anic versprach man sich viel vor der Saison. Spätestens mit seinem Bilderbuch-Tor zum 2:0 in der 42. Minute und dann noch seinem 3:0 kurz vor der Pause spielte er sich in die Herzen der FCK-Fans.

Pausentee. Puh, was war das für eine Halbzeit! Genau der Spielstand, welcher der Calcio-Präsi in der Thurgauer Zeitung prophezeite, nur andersherum.

In der 2. Halbzeit verwaltete der FC Kreuzlingen sicher. Mit dem 4:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Edel-Joker Stojan Miljic in der 78. Minute läutete der FC Kreuzlingen eine neue Druckphase ein. Nun wackelte die Calcio-Abwehr gehörig, ein 5:0 und 6:0 wäre in dieser Phase logisch gewesen. Stattdessen zeigte Jusuf Shala (nebst Ermir Selmani für mich der beste ASC-Spieler auf dem Platz), in der Nachspielzeit seine ganze Erfahrung mit einem seiner klassischen Shala-Faller im Strafraum. Jusuf Shala, ehemaliger 1.-Liga- und 2.LigaIR-Torschützenkönig, verwandelte souverän zum Ehrentreffer für Calcio und zum 4:1 Schlussresultat.

Die bisherige Stadtderby-Bilanz aus Sicht des FCKs: 3:0, 1:1 und 4:1. Unsere Stadtderby-Torschützen: 2x Stojan Miljic, 2x Darko Anic, 1x Mido Arifagic, 1x Elmedin Pajaziti, 1x Manuel Stark, 1x Abbas Karaki.

Momente an einem Amateufussball-Tag, die Einnahmen werden im Clubhaus gezählt:

Ein für den FC Kreuzlingen vollauf geglückter Saisonstart. Calcio darf man nach diesem Spiel nicht abschreiben, die Mannschaft hat Potential. Nun darf man gespannt sein, wie schwer es für die anderen Teams der 2. Liga Interregional wird, diese zwei Kreuzlinger Mannschaften zu schlagen.

Nächster Halt des FCK-Express: Samstag, 16.00 Uhr an der altehrwürdigen Ringstrasse in Chur!

3 Comments

  1. Ich gratuliere dem FC Kreuzlingen zum Derby Sieg. Da wurde die Hierarchie in der Stadt ja bereits geklärt.

    Auch der FC Widnau ist hervorragend in die Meisterschaft gestartet. Dass es im schweren Auswärtsspiel bei der 2.Mannschaft vom FC Wil 1900 drei Punkte gibt, damit hätte ich bereits vor der Partie nicht gerechnet. Erst recht nicht, bei der Bekanntgabe der Aufstellung. 9 Spieler!!!, darunter die wichtigen Stammspieler Ivic, Lässer, Liechti, mussten für dieses Spiel verletzungs-, krankheitsbedingt, oder Abwesend, Forfait geben. Diese Umstellung in der Startformation war vor allem in der Startphase deutlich ersichtlich. Die filigran Techniker vom FC Wil, man merkt das diese Spieler spielerisch auf einem sehr guten Niveau sind, machten von Beginn an das Spiel. Die neu formierte Widnauer Verteidigung (Massari IV, Rieser RV) hatte zu Beginn des Spiel Anpassungsschwierigkeiten. Daher kam Wil zu ein, zwei Abschlüssen, die der sehr gute Torhüter Ilija Kovacic aber entschärfen konnte. Es war dann auch sein verdienst, dass die Widnauer die Anfangsphase überstehen konnten, und mit dem ersten wirklich gefährlichem Angriff das 1:0 erzielen konnten. Lars Ivanusa, nebst Torhüter Kovacic, und Innenverteidiger Alder der beste Widnauer Spieler auf dem Platz, hämmerte den Ball zum vielumjubelten Führungstor ins Netz (10.). Leider hielt diese Führung nicht allzu lange. Nur wenige Minuten später konnten die jungen Wiler dank einem Distanzschuss, der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor, wieder ausgleichen (14.). Das Führungstor, obwohl die Führung nicht lange hielt, gab dem FC Widnau Selbstvertrauen, und daher auch Auftrieb. Auch nach dem Ausgleich machten die Widnauer mit dieser Rumpftruppe ein sehr gutes Spiel. Man war sogar bis zur Pause die bessere Mannschaft. Vier Chancen erspielte sich der FC Widnau bis zum Pausenpfiff. Die grösste davon hatte Noah Thönig, als Er alleine auf das gegnerische Tor rennen konnte, den Ball aber leider deutlich am Tor vorbeischoss. Die 2:1 Führung erzielten die Widnauer aus einem Eckball, Captain Timo Faleschini konnte per Kopf das 2:1 erzielen (28.). Die Pausenführung war am Ende verdient, hatte der FC Widnau nach dem Führungstor doch mehr Chancen als der Gegner.

    Die 2.Halbzeit verlief dann Turbulent. In der 56.Minute konnte ein Wiler Spieler den durchgebrochenen Ceyhun Tüccar nur noch per Foul kurz vor der Strafraumgrenze stoppen. Das war, als letzter Mann, eine klare Verhinderung einer Torchance, und somit erfolgte der Ausschluss (rote Karte) zurecht. Als in der 65.Minute Noah Thönig die Widnauer mit 3:1 in Führung bringen konnte, dachte ich, dieses Spiel sei entschieden. Denkste, ein Doppelschlag (71./72.) brachte die in Unterzahl spielenden Wiler zum 3:3 Ausgleich. Zuerst verschuldete der 16 jährige Noe Rieser, der ansonsten eine sehr gute Partie ablieferte, aufgrund seiner mangelnden Erfahrung einen Elfmeter, und danach konnte ein Wiler Spieler nach einer Flanke in den Strafraum den Ball alleine vor dem Tor per Direktabnahme im Widnauer Tor versenken.

    Kurz vor diesem Doppelschlag brachte der Wiler Trainer Fabio De Souza zwei neue Spieler ins Spiel. Diese beiden Spieler brachten neuen Schwung, und vor allem Frische ins Wiler Spiel. Widnau hingegen spielte, aufgrund fehlender Alternativen, bis in die 77.Minute mit den gleichen Spielern. Bei dieser brühenden Hitze war dies sicherlich ein Nachteil, und daher wäre ich mit einem Punktgewinn beim Stande von 3:3, obwohl man in Überzahl spielte, bereits zufrieden gewesen. Als Widnau in der Schlussphase neue Spieler brachte, kam aber ein neuer Schwung in die Mannschaft. Vor allem der Stürmer aus der 2.Mannschaft, Aaron Heule brachte neunen Schwung in das Widnauer Spiel. In den zehn Minuten, in denen Aaron auf dem Spielfeld war, kam er zu 4 Chancen. Mit der letzten Chance, es lief bereits die Nachspielzeit konnte Er mit einem Abstaubertor den 4:3 Auswärtssieg markieren. Aaron Heule, sein Bruder wechselte auf diese Saison hin vom FC St. Gallen 2, zum FC Wil, wo Er derzeit im Kader der 1.Mannschaft ist, war dann auch der Matschwinner für den FC Widnau.

    Insgesamt war es ein gelungener Start für den FC Widnau. Wenn man mit solch einer Rumpftruppe, gegen einen heimstarken Gegner bestehen kann, und am Ende sogar noch die 3 Punkte mit nach Hause nehmen kann, zeigt dass, das der Kader auch in der Breite sehr gut aufgestellt ist. Der Auftritt verspricht für den weiteren Saisonverlauf schon einiges. Ich bin jedenfalls von der Leistung der Mannschaft sehr angetan.
    Gruss Markus

  2. Nach dem ersten Spieltag macht sich jeder Beobachter sein persönliches Bild. Bereits die zweite Runde kann diese Sicht entweder bestätigen oder relativieren. Dazu bleibt zu beachten: zwei wichtige Komponenten in diesem Spiel, die Fusionisten von Chur 97 und der tüchtige FCK-Kantonsrivale FC Amriswil steigen erst demnächst in die Hosen. Das kann insofern von einigem Interesse sein, da bereits drei Tage später die Bündner schon wieder anzutreten haben. Und das ausgerechnet gegen den vielfach erklärten Ligafavoriten vom Bodenseestrand!

    Nun, das FCK-Derbyresultat gegen den Stadtrivalen AS Calcion hat – mit einigen Abstrichen, wie mal lesen kann – durchaus Charme. Nicht selten missglückte dem FC der Einstieg in die Meisterschaft. Am Saisonende rannte man dann den verlorenen Punkten nach. So gesehen lief es nun mal erfreulich und zeigte nebenbei auf, wer derzeit in der Stadt das Zepter in der Hand hält, wenn es um Fussball geht. Doch der Rivale vom Westend, die AS Calcio, hat noch lange Zeit, den verunglückten Einstieg vergessen zu machen. Potential sei da, wird berichtet. Das ist rundum die schöne gemeinsame Billanz des ersten Spieltags für den starken Fussball in der Stadt. Die Gegner können also kommen. Im Hafenstadion wie auf dem Döbeli-Sportfeld wird es für sie nicht einfach werden. Wie es scheint….!

    Und? Gab es grosse Überraschungen in dieser ersten Runde? Das ist schwer auszumachen. Einfacher ist es, festzuhalten, dass Mannschaften, die nun bereits drei Punkte aufweisen, immerhin schon einen Zehntel davon zusammengerafft haben, um dann am Ende bei den rund 30 Punkten anzukommen die es in der Regel braucht (plus-minus), um in der Liga zu verbleiben. Betrifft besonders die im Vorfeld “analytisch erklärten Wackelkandidaten”. Höher dotierte Clubs nehmen ihre drei Punkte selbstverständlich als Bestätigung ihrer Frühform gerne mit.

    Zu erwähnen bleibt noch, dass sich Absteiger Red-Star Zürich (zählen zu den Favoriten!) glänzend einführte, Aufsteiger FC Rorschach-Goldach 17 im Toggenburg nicht reüssierte, jedoch Mit-Aufsteiger SV Schaffhausen wie üblich Heimstärke zeigte. Passt exakt zum Auftakt “Hundert Jahre Spielvi” im Laufe der Meisterschaft 21/22!

  3. Der kommende Gegner des FC Kreuzlingen, Chur 97, hat sich inzwischen als siebentes Gewinnerteam des ersten Durchgangs geoutet. Hingegen hat Gegner FC Amriswil, das Überraschungsteam der letzten Meisterschaft, den verlorenen Auswärtspunkten nachzurennen. Nur: Das musste der FCK 20/21 ja auch, ging er doch ausgerechnet zu Saisonbeginn 20/21 krass gegen den Kantonsrivalen aus dem Oberthurgau ein, rappelte sich dann aber grossartig auf. Das kann doch der FCA ebenso – oder? Interessant, dass es in der ersten Runde keine unentschiedenen Spiele gab. So fehlen bereits 7 Mannschaften glatte drei Punkte im Kontor, wo doch letztlich ein Unentschieden-Pünktlein (zum Beispiel auswärts!) oft ligaentscheidend sein könnte – nach unten, wie nach oben!

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