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2. Liga Interregional

Mit Uster und den Blue Stars

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Gleich zwei Überraschungen bietet die Gruppenzusammensetzung der kommenden Saison.  Der FC Einsiedeln und der FC Freienbach wechseln in die Gruppe 5. Die Plätze werden vom Aufsteiger FC Uster und vom FC Blue Stars Zürich aus der Gruppe 5 eingenommen.

Sportlich dürfte dies ein kleiner Vorteil sein. Der FC Freienbach hat seine Aufstiegsambitionen bereits mit namhaften Zuzugüen unterstrichen. Kreuzlinger Fussballgeniesser dürften den Wegfall dieses 2.-Liga-Interregio-Klassikers der vergangenen Jahre aber bedauern.

Schade ist auch der Wegzug des FC Einsiedeln, dem Sieger des Hafetschutter-Fussballkultur-Rankings der vergangenen Saison. Bereits plante ein Grüppchen Kreuzlinger Amateurfussball-Fans gemeinsam das nächste FCK-Auswärtsspiel im Rappenmöösli anzufahren, nun muss ein neues Spiel auserkoren werden.

Statt in die Innerschweiz verschiebt sich die Gruppe 6 weiter westlich in Zürcher Fussballgefilde. Mit dem FC Uster kommt ein altbekannter Verein in unsere Gruppe. Spannender ist der Neuling Blue Stars. Der Zürcher Traditionsverein (gegründet 1898) spielte von 1916 bis 1926 in der höchsten Schweizer Liga und ist seit 1938 Ausrichter des Blue-Stars-Turniers, heute als FIFA Youth Cup bekannt. Der Verein vom Hardhof brachte nicht weniger als 20 (!) Schweizer A-Internationale hervor und verfügt auch heute noch über eine starke Jugendbewegung (A und B in CCJL). In der 2. Liga Interregional belegten die Zürcher zuletzt einen Mittelfeldplatz. Als grösster Vereinserfolg der Neuzeit gilt der Schweizer Meistertitel der A-Junioren im Jahre 2008. Vielleicht wird von den Kreuzlinger Fussballfreunden nun der Hardhof statt das Rappenmöösli angesteuert.

Die Teams 2018/2019:

FC Kreuzlingen, FC Dübendorf, FC Rüti, FC Uster, FC Blue Stars Zürich, Chur 97, FC Bazenheid, FC Uzwil, FC Widnau, FC Amriswil, FC Frauenfeld, FC Balzers, FC Wil 2, FC Seuzach

Zuschauerzahlen 2017 / 2018

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Durchschnittlich 215 Zuschauer besuchten in der abgelaufenen Saison die Spiele der 2. Liga Interregional, Gruppe 6. Das liegt über dem Schnitt aller anderen Gruppen (siehe Zusammenstellung)

Beim FC Kreuzlingen schwand das Zuschauerinteresse nach der Niederlagenserie im Frühjahr und der Verabschiedung aus dem Aufstiegsrennen massiv. Der Schnitt sank von soliden 260 auf lediglich 150 in den letzten 6 Partien.

Nicht berücksichtigt wurde das Spiel gegen den FC Rapperswil-Jona, 780 Zuschauer sahen im August 2017 den Cup-Knaller gegen den Verein aus der Challenge League, die zweitbeste Zuschauerzahl seit der Rückkehr ins Hafenareal (2006).

Sehr gut besucht waren die Spiele der Aufsteiger Einsiedeln (Foto, selbst zum Kehrausspiel gegen den FC Kreuzlingen kamen noch 300 Zuschauer ins Rappenmöösli) und Buchs, eine neue Liga zieht fast immer. Die Zuschauerzahlen bei Rüti werden durch Gratis-Eintritt begünstigt. Linth und Freienbach locken trotz ansehnlichem Fussball seit Jahren nicht besonders viele Zuschauer. Traditionell schlecht besucht sind auch Vereine mit Nähe zur Stadt Zürich, so wollten den Spielen von Aufsteiger Dübendorf gerade mal 160 Zuschauer im Zelgli beiwohnen, Premierensaison hin oder her. Schlusslicht ist das Reserve-Team des FC Schaffhausen, lediglich 75 Zuschauer verlieren sich ausserhalb der Stadt im neuen Herblinger Stadion.

Bei den Hafetschutter-Testern schnitten die Bratwürste in Einsiedeln, Buchs, Frauenfeld, Winkeln und Wil mit der Maximal-Note „3-Hafetschutter-Würscht“ am besten ab. Mit einem lokalen Bier kann ausserdem nur Einsiedeln punkten.

Der FC Einsiedeln räumt gleich nochmal in einer Kategorie ab, die Schwyzer brachten die meisten Auswärtsfans ins Hafenareal, rund 50.

  1. FC Einsiedeln 320
  2. FC Buchs 310
  3. FC Rüti 300
  4. FC Linth 04 250
  5. FC Kreuzlingen 220
  6. FC Freienbach 215
  7. Chur 97 210
  8. FC Frauenfeld 205
  9. FC Uzwil 200
  10. FC Winkeln 190
  11. FC Bazenheid 185
  12. FC Wil 2 180
  13. FC Dübendorf 160
  14. FC Schaffhausen 2 75

Andere Gruppen der 2. Liga Interregional: (Gruppe 1: Schnitt 150 Zuschauer, Rekordhalter FC Monthey 220, Gruppe 2: 160, Rekordhalter FC Bulle 310, Gruppe 3: 180, Rekordhalter FC Biel-Bienne 550, Gruppe 4: 210, Rekordhalter SC Goldau 320, Gruppe 5: 160, Rekordhalter FC Muri 270).

Ein Blumenstrauss für Amriswil?

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Noch läuft die Saison, doch mit einiger Bestimmtheit kann man bereits die Gegner der kommenden Saison voraussagen.

Als Aufsteiger in die 1. Liga steht der FC Linth 04 fest, als Absteiger in die 2. Liga der FC Winkeln. Die restlichen zwei Abstiegsplätze werden am Samstag zwischen dem FC Buchs, Chur 97 und dem FC Schaffhausen 2 ausgemacht. Vier Vereine verlassen uns, vier neue dürfen wir begrüssen, diese sind sehr wahrscheinlich:

FC Seuzach – Vier Jahre hielten sich die Seuzemer in der 1. Liga und darauf sind die Winterthurer Vorstädter zurecht stolz. Am Ende fehlten zwei mickrige Tore zum Klassenerhalt. Ein fast ausschliesslich aus eigenen und befreundeten Spielern bestehender Verein, der bekannt für seine familiäre und freundschaftliche Atmosphäre ist. Man darf gespannt sein, ob der Verein nochmals ambitioniert auftritt oder sich die „Goldene Generation“ langsam verabschiedet.

FC Balzers – Lange mussten die beiden Liechtensteiner 1.-Liga-Vereine USV Eschen-Mauren und  FC Balzers um den Ligaverbleib zittern. Am Ende traf es die Oberländer des FC Balzers und der Unterländer-Sport-Verein zog seinen Kopf aus der Schlinge. Der 11-fache Liechtensteinische Cup-Sieger FC Balzers ist wie der FC Seuzach ein altbekannter Gegner für den FC Kreuzlingen. In der Zwischenzeit haben die Blau-Gelben eine kleine Sitzplatztribüne auf der Rheinau installiert (Foto, andrinunterwegs.ch).

FC Amriswil – Der souveräne Thurgauer 2.-Liga-Meister darf sich nach dem überlegenen 6:0-Finalsieg über den FC Montlingen zudem „OFV-Cupsieger 2018“ nennen. Die Oberthurgauer sind mit 27 Mannschaften ein respektabler Grossverein und traditionell die Nr. 3 hinter Frauenfeld und Kreuzlingen. Zuletzt waren die Derbys weniger gut besucht, dabei bieten die Begegnungen einigen Zündstoff. So kämpfte der Amriswiler Trainer Christof Schenk zwischen 2002 und 2009 in über 100 1.-Liga-Spielen für die Farben des FC Kreuzlingen. Randnotiz: die Amriswiler verhinderten den Aufstieg von Calcio Kreuzlingen, wäre hier ein Blumenstrauss fällig?

FC Widnau – Die Rheintaler sind ebenfalls zurück. Der Verein war in der ablaufenden Spielzeit ein Zuschauermagnet in der 2. Liga. Gegen den FC Diepoldsau-Schmitter strömten 750 Zuschauer auf die Aegeten, gegen den FC Au-Berneck ebenfalls 750, gegen den FC Montlingen 670, stark! Punkten die stolzen Rheintaler auch ausserhalb ihrer „2.Liga-Wohlfühlzone“?

Gruppeneinteilung 2017/18

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Kein Absteiger aus der 1. Liga – aber gleich vier Aufsteiger aus der 2. Liga wurden der 2. Liga Interregional, Gruppe 6 zugeteilt.

Mit dem FC Bazenheid stieg ein altbekannter Gegner auf (Bilanz 6-0-0). Was lieferten die Toggenburger für eine Aufstiegssaison ab: 22 Spiele, 22 Siege, 54:10 Tore!

Aus der Ostschweizer Gruppe 2 kommt mit dem FC Buchs ein am Bodensee unbekannter Verein aus dem oberen Rheintal in die Gruppe 6. Beim letzten Saisonspiel gegen den FC Ruggell feierten 600 Zuschauer ausgelassen den Aufstieg ihres FC Buchs.

Aus der Fussball-Regio Zürich stossen mit dem FC Einsiedeln (FVRZ-Gruppe 1 mit 16 Punkten Vorsprung gewonnen) und dem FC Dübendorf (FVRZ-Gruppe 2 mit 11 Punkten Vorsprung gewonnen) zwei für den FC Kreuzlingen ebenso unbekannte Vereine dazu. Für den ehemaligen 1.-Ligisten FC Einsiedeln war es nach 654 (!) 2.-Liga-Spielen der langersehnte Aufstieg, zum letzten Spiel gegen den FC Oerlikon feierten 600 Zuschauer die Meistermannschaft mit einer tollen Choreo und Pyro-Show – und der FC Dübendorf zelebrierte seinen ersten Aufstieg nach 35 (!) Jahren ausgelassen vor der Dübi-Kurve. Herzlich willkommen in der 2. Liga Interregional!

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