Meisterschaftsprognose

Meisterschaftsprognose 21/22

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1.) Es ist immer etwas kitschig, den eigenen Verein auf Platz 1 zu setzen. Aber ich denke, der FCK hat erneut die besten Möglichkeiten zum Aufstieg, ich prophezeie einen Zweikampf mit Red Star. Kreuzlingen muss den Abgang von Pascal «The Bulldog» Huber (zum FC Weesen) verdauen, welcher studiumbedingt den Wohnort wechseln wird. Den Dampf welchen Pascal Huber ins Spiel der Grenzstädter brachte, wird man vermissen. Weitere Abgänge: Raul Perez Muinos zu Berg und Frank Stark (unbekannt, Singen?). Demgegenüber stehen die Neuzugänge Darko Anic (Brühl), Aziz Afkir (Tägerwilen), Walid Sekkour (Tuggen, Bazenheid, KFC Uerdingen, SF Siegen), Meris Foco (Sirnach), Marvin Meresi (Gossau), Ilaz Ilazi (Wil und SG II) und Marlon Vigna (FCK U23). Auf dem Papier sind das teilweise bekannte Namen, einige davon fielen jedoch auch durch häufige Vereinswechsel auf. Bei den Youngstern wäre besonders Marlon Vigna der Durchbruch zu gönnen. Bei den Leistungsträgern liegen grosse Hoffnungen auf Wunschtransfer Darko Anic. Der Stamm der Mannschaft blieb zusammen. In Testspielen resultierten gegen den gleichklassigen FC Lachen ein 5:0-Sieg, ein 1:1 gegen 1.-Ligist Winterthur U21, ein 9:0-Kantersieg gegen 3.-Ligist Münchwilen, ein 3:0 gegen Allschwil und ein guter Auftritt bei einem hochklassigen Turnier in Radolfzell. Etwas überraschend das chancenlose 0:3 gegen 1.-Ligist Gossau. Alles in allem eine vielversprechende Vorbereitung.

2.) Mit 1.-Liga-Absteiger Red Star Zürich kommt ein interessanter Traditionsverein in unsere Gruppe. Wie für einen Absteiger üblich gab es einige Abgänge, allen voran Alessandro Galeati (Zug 94), Marc Figueiredo und Dion Salihu (beide Wettswil). Demgegenüber stehen aber auch interessante Neuzugänge, Andrea Martinelli (Novazzano), Philipp Allemann (Wettswil), Luca Ardito (Thalwil), Leandro Teixeira (Bassersdorf). In der 1. Cupvorrunde gabs eine 1:2-Niederlage gegen 1.-Ligist Buchos und in Testspielen ein 4:1 gegen den gleichklassigen FC Unterstrass sowie gegen die 1.-Ligisten Linth ein 4:3-Sieg und Wettswil eine 2:4-Niederlage. Red Star dürfte sein Niveau gehalten haben und wird den Aufstieg anpeilen. Übrigens verfügt Red Star über einen ganz starken Unterbau im Aktiv- wie im Juniorenbereich.

3.) Der FC Widnau arbeitet sich beharrlich an die Spitze. Mit Pascal Koller (Balzers), Ilija Kovacic (YF Juventus) und Michael Alder (Eschen-Mauren) konnten sich die Rheintaler gezielt verstärken. Ein erstes Ausrufezeichen setzte der FCW in der Vorbereitung mit einem 2:1-Sieg über keinen geringeren als Austria Lustenau. Danach gab es eher weniger aussagekräftige Tests und ein 0:5 gegen GC im Cup.

4.) Bei Amriswil amtet neu Samel Sabanovic an der Seitenlinie. Trotzdem blieb der grosse Umbruch bei den Oberthurgauern aus. Silvan Oswald wechselte zu Neukirch, Fabian Hug kam von Arbon und Suad Jonuzi von Calcio. In Testspielen resultierten ein 2:0-Sieg gegen 2.-Ligist Arbon, eine 1:7-Niederlage gegen 1.-Ligist Eschen-Mauren und ein 2:0-Sieg gegen 1.-Liga-Aufsteiger Uzwil. Wie gut kan Samel Sabanovic den Erfolgstrainer Christoph Schenk ersetzen?

5.) Calcio meldet mit Enis Ramadani (Kosova) und Aridon Shaqiri (Wil U20) zwei namhafte Zugänge, dazu stiess Torwart Luka Djordjevic, der Sohn von Ex-FCK-Trainer und Schalke-Spieler Kristijan Djordjevic, zu den Döbelianern. Abgänge: Torwart Bruno Donnici (Bazenheid), Suad Jonuzi (Amriswil) und Giovanni Pentrelli (vereinslos). In Testspielen schlug man sich mit einer B-Elf gegen die Unterklassigen Abtwil (1:5) und Aadorf (2:3) mehr schlecht als recht. Einziger Aussagekräftiger Test gegen Winterthur U21 (1:4). Potential sollte die Mannschaft dennoch haben.

6.) Beim ambitionierten FC Weesen fand ein grosser Umbruch statt. Drei tschechische Spieler verliessen den Verein, dass Gastspiel von Ex-Profi Adrian Nikci ist ebenfalls beendet, total 11 Abgänge vermelden die Walenseestädter. Die Neuzugänge lassen sich aber sehen, Pascal Huber (Kreuzlingen), Giuseppe Gentile (Chur) und Fabio Cariglia (Paradiso, früher Mendrisio/Chiasso) sollen die Emporkömmlinge nach vorne bringen. Die Testspiele liefen durchwachsen, gegen die unterklassigen Mels (4:3) und Meilen (2:0) resultierten knappe Siege, gegen Einsiedeln eine 0:1-Niederlage. Von aussen betrachtet hat man das Gefühl, dass die Weesener dort stehen, wo der FCK vor einigen Jahren stand. Mit dem Aufstieg dürfte es trotz bekannter Namen (noch) nichts werden.

7.) Der überlegene Aufsteiger Rorschach ist weiter im Aufwind. Nach dem OFV-2.-Liga-Meistertitel gegen den FC Frauenfeld (2:0) steht im Schweizer Cup (1. Hauptrunde) auswärts bei Dardania Lausanne die nächste Herausforderung vor der Tür. Zur Vorbereitung lud sich Rorschach Dardania St. Gallen ein (5:1-Sieg). Mit Mittelfeldspieler und ex-U19-Nationalspieler Dennis Vanin vom SC Brühl konnte ein dicker Fisch an Land gezogen werden. Abgänge vermelden die Rorschacher lediglich Matias Joel Vidalle und Anouer Ben Belgacem. Update: Im Cup beflügelte ein 2:1 bei Dardania LS, in der nächste Runde kommt der FC Basel!

8.) Die Nachwuchsequipe von Wil verlor Aridon Shaqiri (Calcio) und Marku Krunic schaffte den Sprung ins Kader der 1. Mannschaft. Ergänzt wurde das Team durch ein halbes Dutzend U-Spieler, vornehmlich von St. Gallen U21. Da die Wiler hin und wieder auch auf Spieler der Challenge League Mannschaft hoffen können, steht man wie jedes Jahr einem relativ unberechenbaren Team gegenüber. Testspiele: Gossau 1:6, Tuggen 1:1, Wattwil 10:2, Winti U21 0:3.

9.) Chur vermeldet mit Stefan Lukic vom FC Balzers einen 1.-Liga-erprobten Neuzugang. Dem stehen die Abgänge Giuseppe Gentile (Weesen), Fabrizio Cavegn (SGU21) und Dennis Demirci (Karriereende) gegenüber. In Testspielen setzte es eine überraschende 2:4-Niederlage gegen Mels und weitere Niederlagen gegen Balzers (0:2) und Lachen (2:3). Lediglich gegen den unterklassigen FC Buchs fuhren die Bündner einen Sieg ein (6:1). Chur hat natürlich ein grosses Potential, verfügt über einen starken Unterbau und bald (?) über ein neues Stadion mit perfekten Trainingsmöglichkeiten.

10.) Neu spielt Laszlo Meszaros bei den Seuzemern, Abgänge: Dominik Schiendorfer (Wädenswil) und Sven Düring (Karriereende). Wird sich die völlig chancenlose 0:12-Niederlage im Cup gegen Yverdon auf den Meisterschaftsstart auswirken? Zuvor gab es ein ansprechendes 0:0 bei Winterthur U21 und einen 3:2-Sieg gegen Phönix Seen.

11.) Auch Frauenfeld erscheint wieder auf der überregionalen Fussballlandkarte. Der Aufsteiger holte sich Leandro Lucarelli und Kevin Gomes ins Boot. Abgänge gibt es lediglich in Form von zwei Ü30-Spielern. Testspiele: Wiesendangen 2:4, Winterthur U21 0:3, SV Schaffhausen 2:1.

12.) Bazenheid verlor mit Tolga Cakir (Uzwil), Leandro Lucarelli und Kevin Gomes (beide Frauenfeld) drei Stammspieler. Bruno Donnici (Calcio) hütet neuerdings das Tor der Toggenburger. Testspiele: Phönix Seen 2:2, Uzwil 0:2 und 2:3. Update: Bazenheid verpflichte Giovanni Pentrelli von Calcio. Damit steigt Bazenheid einen Platz hoch 😉

13.) Beim Aufsteiger SV Schaffhausen wird auf Kontinuität gesetzt. Keine Abgänge und als Zugang wird Thomas Kargbo von Brühl vermeldet. Testspiele: Diessenhofen (2. Liga, 0:0), Unterstrass (2.LiR, 3:1), FC Frauenfeld 1:2.

14.) Die aus der Gruppe 5 zugeteilten Blue Stars Zürich schlossen die letzte Saison auf Platz 9 ab. Zugänge gibt es nur Jugendspieler, demgegenüber stehen gleich mehrere Abgänge von Stammspielern. Testspiele: Horgen (3. Liga 1:3), Witikon (2. Liga 3:3), Höngg (1. Liga 1:3).

Meisterschaftsprognose 20/21

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Auch in diesem Jahr gibts die Hafetschutter-Prognose.

Legen wir gleich los:

  1. Platz: FC Kreuzlingen. Man mag es kaum glauben, Kürsat Ortancioglu startet in seine 5. Trainersaison beim FC Kreuzlingen. So etwas gab es zuletzt unter Alois Haberthür in den 1940er-Jahren. Entsprechend harmonisch kommt das Team daher. Das Gerüst steht, logische Neuzugänge ersetzen logische Abgänge. Bekannteste Zugänge sind der ehemalige Schweizer U19-Torwart Fabian Fellmann, Mittelfeldmotor Pascal Huber (ein paar ChL-Einsätze für Wil, zuletzt Tägerwilen) und der Regionalligaerprobte Frank Stark. Die Testspiele liefen gut, selbst gegen Höherklassige gabs keine Niederlage, sieht man vom Blitzturnier-0:1 gegen den SC Pfullendorf ab. Die Top 4 liegen eng beieinander und entsprechend wäre auch eine andere Platzierung in diesem Top-Quartett eine gute Leistung.
  2. Platz: Chur 97. Die Bündner wollen in die 1. Liga, keine Frage. Zwar wurden in der langen Pause einige Leistungsträger verloren, doch diese konnten eindrücklich ersetzt werden. Neu spielen für die Churer etwa der frühere 2.-Liga-IR-Torschützenkönig Andrea Lo Re, der ChL-erfahrene Aleksandar Zarkovic (Verteidiger, zuletzt Balzers), der Stürmer Giuseppe Gentile (rund 140 Spiele in der zweithöchsten US-Liga und einige Einsätze in der ChL für Chiasso), Alessio Schmid vom USV Eschen-Mauren und der Mittelfeldspieler Aron Sele, welcher zuletzt beim FC Vaduz in der ChL spielte. Regelmässig stossen zudem junge Talente von der Kaderschmiede Team Südostschweiz zu den Bündnern. In den Testspielen lief es ordentlich ohne Glanz (gegen 1.-Ligisten gab es zwei knappe Niederlagen, ein Unentschieden und ein Sieg), gegen 3.-Ligist Ruggell ein überraschender 0:3-Taucher und zuletzt gegen das gleichklassige Blue Stars Zürich ein 3:2-Sieg. Trainer Max Knuth stapelt tief und sieht die Favoritenrolle bei Kreuzlingen, Seuzach und Weesen. Übrigens wird Chur 97 wohl noch eine Weile an der Ringstrasse spielen. Das neue Fussballstadion Obere Au ist erst für Frühling 2025 projektiert. Für Chur spielen derzeit 36 Teams, die Strukturen gehen auf manchen Positionen Richtung Halbprofitum, etwa beim neuen Technischen Leiter. Chur gehört nach oben, auch wenn die Verantwortlichen verständlicherweise auf die Bremse drücken, zu oft hat man sich in Chur am Thema 1. Liga verbrannt.
  3. Platz: FC Seuzach. Die Abgänge (ua. Hasani, Widmer, Honegger) wurden scheinbar problemlos durch Neuzugänge von Winti U21 kompensiert. Die Testspiele verliefen recht ansprechend (5:1 gegen Freienbach, zuletzt 2:2 gegen Allschwil). Allgemein unterschätzt man im Osten gerne die Seuzemer.
  4. Platz: FC Weesen. Bekanntester Zugang: Adrian Nikci, mit dem FCZ Schweizer Meister 2009, dazu Europacup- und Bundesliga-Einsätze für Hannover 96. An einem guten Tag ist der Verein vom Walensee fast nicht zu bezwingen. Aber für einen Aufstieg agiert die Mannschaft noch zu launig.
  5. Platz: FC Amriswil. Ein Geheimfavorit. Christoph Schenk leistet bekanntlich hervorragende Arbeit. Transfers: Kevin Bärlocher zurück zu Arbon, Abwehrtalent Suad Jonuzi von YF. Testspiele: zuletzt hohe Siege gegen 2.-Ligisten.
  6. Platz: FC Uzwil. Sokal Maliqi ist weg, Armando Müller (ua. Sportchef FC Wil) kehrt zurück und ortet grosses Potential. Eric Gülünay vom SC Brühl ersetzt Jonas Rüegg (Kosova). Vielversprechend für die Zukunft.
  7. Platz: FC Bazenheid. In Testspielen gabs Niederlagen gegen Unterklassige und ein 1:4 gegen Tuggen, aber auch ein 7:1-Sieg gegen die Wiler U20. Dejan Baumann verabschiedete sich, auf dem Transfermarkt blieb man zurückhaltend.
  8. Platz: AS Calcio. Das verflixte zweite Jahr nach dem Aufstieg. Bei den Testspielen sticht eine 0:5-Niederlage gegen Gossau heraus. Zuletzt ein 7:0-Sieg gegen Münchwilen als Moralstärkung für den Ligastart. Im Kader scheint sich nicht sonderlich viel geändert zu haben. Ermir Selmani spielt jetzt im Döbeli. Mit United das höchste Durchschnittsalter der Liga.
  9. Platz: FC Rüti. Schwache Testspielresultate, zuletzt ein 2:5 gegen Lachen/Altendorf. Die Torhüterposition wurde neu besetzt, die Syla-Brüder blieben.
  10. Platz: FC Widnau. Auch die Rheintaler taten was fürs Selbstvertrauen, zuletzt ein 5:0 gegen Vaduz 2. Davor ein 1:1 gegen Balzers. Über Zu- und Abgänge werden wir was in den Kommentaren erfahren, bin ich mir fast sicher.
  11. Platz: FC Wil U20. Das mit Abstand jüngste Team, Durchschnittsalter 19,5 Jahre. Auch hier ein 6:2-Sieg zum Abschluss der Vorbereitung gegen einen Unterklassigen (YF 2). Davor eine 1:7-Niederlage gegen Bazenheid. Nach der langen Pause wahrscheinlich mit grossem Umbruch im Kader, aber dürften genügend Talente vorhanden sein um die Klasse zu halten.
  12. Platz: FC Bassersdorf. Grosser Aderlass bei den Bassersdorfern. Cristiano Teixeira zu Zug, Leandro Teixeira zu Linth, Severino Zambelli zu Freienbach. Dürfte ein Abstiegskandidat sein. In der Cup-Quali bereits an Monthey nach Verlängerung gescheitert (1:2), die Leistung war aber vielversprechend.
  13. Platz: Zürich United. Nur drei Testspiele, zuletzt ein mühsames 3:2 gegen Schaffhausen 2. Neu im Team: Jeton Jakupi, 37, langjähriger Kosova-Verteidiger und Torwart Stefan Lapcevic von YF.

Meisterschaftsprognose 2019/20

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Das Transferfenster ist noch bis Ende August offen, Testspiele sind noch im Gange, Informationen spärlich. Trotzdem wage ich bereits eine Prognose (zugegeben eher ein Würfelspiel). Die Erkennntis bei meiner kurzen Recherche: Schwach scheint mir kein einziger Verein zu sein. Gute Voraussetzungen für eine spannende Saison. Auf Prognosen meiner Leser freue ich mich in den Kommentaren.

  1. Platz: FC Kreuzlingen. Beim FCK drehte erneut das Transferkarussell. Doch diesmal ist alles anders. Auf den ersten Blick scheint der FCK qualitativ ähnlich dazustehen wie letzte Saison, doch die Ab- und Zugänge scheinen logisch, nun stimmt mehr als nur die spielerische Qualität, Kürsat hat der Mannschaft das Aufsteiger-Gen eingepflanzt. Kein anderes Team absolvierte in der Sommerpause so viele und so hochkarätige Testspiele wie der FC Kreuzlingen, alle waren vielversprechend (zuletzt 2:2 gegen den FC Winterthur U21). Auf jeder Linie stehen beim FC Kreuzlingen tolle Spieler – die Offensive toppt aber alles – ich gebe zu, ich war schon viele Jahre nicht mehr so zuversichtliche wie vor dieser Meisterschaft. Der FCK wird die Liga rocken.
  2. Platz: FC Lugano U21. Die Tessiner sind von der Einzelqualität der Spieler die Nr. 1 der Liga. Auf transfermarkt.ch hat das Team einen Marktwert von CHF 600’000 – in etwa soviel wie der Rest der Liga zusammen (schon klar, sagt nichts). In der Gruppe 4 hätte das zum Aufstieg gereicht. Doch die Tessiner werden Auswärts Punkte liegen lassen, was machen sie bloss in der Gruppe 6, geschah der Wahnsinn auf eigenen Wunsch?
  3. Platz: FC Uzwil. Bekanntester Neuzugang: Zoltan Farkas (Bazenheid, Tuggen). In der Vorbereitung landete Uzwil einen 4:1-Sieg gegen 1.-Ligist Höngg, aber auch eine 2:6-Niederlage gegen die U21 des FCSG. Uzwil-Trainer und Ex-FCK’ler Sokol Maliqi träumt vom Aufstieg und dem gleichen Teamgeist wie er beim FCK 2004 erlebte (Aufstiegsspiele zur Challenge League). Die Qualität dazu ist vorhanden, doch Uzwil ist maximal dort wo Kreuzlingen letztes Jahr war.
  4. Platz: FC Rüti. Die Syla-Brüder wollens nochmal wissen. 3.-Ligist Stäfa wurde 6:0 weggeballert, doch erst in den kommenden Tagen stehen Testspiele gegen relevante Gegner an. Bekannte Neuzugänge: Fehlanzeige. Es bleibt alles beim alten, Rüti darf man nicht in Spiellaune versetzen.
  5. Platz: Chur 97. Gleich drei Neuzugänge kamen vom USV Eschen-Mauren. Im letzten Testspiel resultierte beim 1.-Ligist Linth ein 2:2. Die Spiele finden nach wie vor im Stadion Ringstrasse statt, bei schlechten Platzverhältnissen könnte auf die neue Sportanlage Obere Au (Kunstrasen) gewechselt werden. Chur ist klar besser als letzte Saison.
  6. Platz: AS Calcio. In der letzten Saison gewannen die West-Kreuzlinger alles was es zu gewinnen gab. Gemächlicher lässt man die Sommerpause angehen, nur 2 Testspiele wurden beim Verband gemeldet, davon eines gegen 3.-Ligist Tägerwilen. Calcio verpflichtete in der Sommerpause zwei langjährige FCK’ler: Filipe Vieira und Marco Soares. Die beiden technisch starken Frauenfelder spielen schon seit Jahren nicht mehr bei ihrem Heimatverein. Zum Haare raufen für die Verantwortlichen des FC Frauenfeld: nun stellt die Grenzstadt nicht nur den besten Thurgauer Fussballverein, sondern gleich noch den zweitbesten dazu. Nebst vielen weiteren Ex-FCK’lern im Team der Stadtkonkurrenz: Jusuf Shala, 1.-Liga-Torschützenkönig 2016. Der Calcio-Präsi sagte es klar: “man ist gekommen um zu bleiben” – und er wird recht behalten.
  7. Platz: FC Bazenheid. In Testspielen resultierten ein 1:1 gegen Sirnach (2.) und eine 3:4-Niederlage gegen Gossau (1.).  Auf dem Transfermarkt agierten die Toggenburger zurückhaltend.
  8. Platz: FC Amriswil. Neuzugänge bei den Oberthurgauern sind unter anderem Wisam Al-Naemi (Ex-FCK 2) und der Linksaussen Zaafir Giger (25 PL-Einsätze für Brühl, 29 1.-Liga-Einsätze für Gossau)
  9. Platz: FC Seuzach. Fleissig waren die Seuzemer mit bisher 4 ausgetragenen Testspielen, darunter ein 4:2-Sieg gegen 1.-Ligist Gossau. Das lässt auf eine bessere Trainingsbeteiligung schliessen als auch schon. Nur: 1. Liga wird man in Seuzach lange nicht mehr sehen.
  10. Platz: FC Bassersdorf. Die Zürcher Aufsteiger haben sich in der Breite verstärkt. In Testspielen gabs gute Resultate: 1:0-Sieg gegen den FC Winterthur U21, 4:3-Sieg gegen den FC Wettingen (2. Liga IR, mit Trainer Marc Hodel – oh Wettingen…) und ein 8:2 gegen den 3.-Ligist BC Albisrieden.
  11. Platz: FC Widnau. Bisher gab es erst ein gemeldetes Testspiel, gegen die Profis von Austria Lustenau (1:7). Verstärkt werden die Rheintaler durch Mittelstürmer Tamil Knecht vom VfB Hohenems (53 Regionalliga-Einsätze), Rückkehrer Andrea Lo Re (2.-LigaIR-Torschützenkönig 2014) und die Innenverteidiger Michael Alder (war ausgeliehen an Eschen-Mauren) und Ilija Ivic (ehemaliger Profi bei FC St. Gallen, FC Schaffhausen, FC Chiasso und SC Brühl).
  12. FC Wil U20. Spiele auf dem Kunstrasen im Bergholz werden auch in der kommenden Saison eine Herausforderung. Mit Ismajl Beka spielt auch hier ein grosses Frauenfelder Talent (hat man noch Haare in Frauenfeld?). In Testspielen gabs klare Niederlagen gegen Höherklassige (FCSG U21 0:5, FC Gossau 0:3) und einen 4:2-Sieg gegen 2.-Ligist Wängi.
  13. Platz: FC Weesen. In Testspielen schoss man Wattwil-Bunt (7:0) und Einsiedeln (3:0) ab. Bekanntester Neuzugang: Denis Agushi (Linth). Ansonsten trifft man beim Aufsteiger auf geballte Tschechen-Power: Mario Kolumbic, Robin Hostalek, Martin Hoffmann, Dominik Hasek, Martin Surynek und Libor Tafat. Spieler mit 2.- und 3.-Liga Erfahrung in Tschechien, letzterer durfte gar mal in der Champions-League-Quali mit Slavia Prag ran. Gibt es beim FC Weesen Klobasa (eine bei Groundhoppern beliebte rote Wurst) oder doch die Ostschweizer Bratwurst? Ihr erfahrt es nach unserem Auswärtsspiel am 2. November.
  14. Platz: FC United Zürich. Der Verein spielte vorletzte Saison in der Promotion und sollte jetzt in die 2. Liga absteigen? Durchaus möglich. Sogar ein Rückzieher des Vereins scheint nicht ausgeschlossen. Bis anhin wurden jedenfalls keine Testspiele abgemacht, keine Spieler verpflichtet, angeblich keine Trainings ausgeführt. Das gibts in der Gerüchte-Küche bei regional-fussball.ch zu lesen, der informativen wie lustigen Fussball-Bibel des Zürcher Amateurfussballs.
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