Wappenzwillinge

Wappenzwilling: Vefa SK Istanbul

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Im Schatten der drei grossen Istanbuler Vereine gibt es eine Vielzahl von weiteren spannenden Stadtclubs. Einer davon ist der Vefa SK Istanbul. Unser Wappenzwilling Folge 6.

Der Verein ist benannt nach dem Stadtteil Vefa und dem hier ansässigen Vefa Gymnasium. Der Verein war Gründungsmitglied der höchsten türkischen Spielklasse und spielte in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren insgesamt 14 Spielzeiten in der höchsten türkischen Liga. Vefa SK belegt in der Ewigen Tabelle Platz 6 der Istanbuler Vereine (mehr auf Wikipedia).

Seit 2000 spielt der Verein ununterbrochen in der höchstklassigen türkischen Amateurliga, der Bölgesel Amatör Lig. Der Vefa SK spielt damit in der fünfthöchsten Liga des Landes, eine weitere Parallele zum FC Kreuzlingen.

Das Wappen mit offensichtlich grosser Ähnlichkeit zum FCK-Logo überstand 2013 einen Relaunch-Versuch mit eingefügter Bergziege. Heute wird das Wappen gerne mit dem Antlitz von Staatsgründer Kemal Atatürk verziert. Ein bekannter Anhänger des Vereins unter vielen war Mehmet Akif Ersoy, türkischer Dichter und Komponist der türkischen Nationalhymne.

Vefa SK wird offensichtlich auch heute noch mit viel Stolz geführt und die eigene Geschichte in den Vereinsmedien auf vielfältige Weise geehrt. Die Heimspiele werden in zwei Stadien ausgetragen, im Vefa-Stadion in Fatih, Istanbul und im İBB Şenlikköy-Stadion, von Zeit zu Zeit wird auch das Namık Sevik Stadion benutzt. Es lohnt sich die Stadien zu googeln, es sind interessante Istanbuler Stadtstadien. Es zeigt sich allerdings auch hier wie vielfältig die Istanbuler Fussballkultur ist, die Stadien scheinen von einer Vielzahl an Vereinen benutzt zu werden.

Vefa-Stadium:

Selbst in der fünftklassigen Amateurliga wird der Verein von rund 20 lautstarken Supportern unterstützt. Eine wahrhaft grosse Fussballstadt zeichnet sich auch dadurch aus, dass unterhalb der grossen Glitzer-Vereinswelt die Leidenschaft weiterbrodelt. Dies eint Städte wie London, Buenos Aires und eben Istanbul.

Link zum Verein: vefasporkulubu.com. Im österreichischen Ballesterer gab es in der Ausgabe Nr. 153 (August 2020) einen Bericht über Vefa SK.

Einblicke ins Vereinsleben, Kurz- und Langversion:

 

 

Wappenzwilling: GW Gumbinnen

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Nach den bisherigen Wappenzwillingen FC Wettingen, AS St. Etienne, Racing Club de Montevideo und SC Retz folgt der 5. Teil dieser Serie.

Es handelt sich um einen Verein im ehemaligen Ostpreussen, welcher von 1927 bis wahrscheinlich gegen 1945 existierte. Die Sportvereinigung Grün-Weiss Gumbinnen 1927. Die Stadt hatte damals rund 20’000 Einwohner, heute zählt der Ort rund 28’000 Einwohner und gehört zum russischen Oblast Kaliningrad (Stadtgeschichte).

Über den Verein ist sehr wenig bekannt. Grün-Weiss Gumbinnen wurde 1933/1934 Letzter der Bezirksklasse Ostpreussen und in der Saison 1938/1939 als Aufsteiger Tabellenfünfter der Bezirksklasse Insterburg.

Das Wappen kommt dem FCK-Wappen der 1960er-Jahre besonders nahe.

Weiterführendes: Die Anfänge des Fussballs in Gumbinnen

(Neu gezeichnet hat das Wappen T. Terry Wiegard, 2021)

Quelle Mannschaftsfoto: Facebook-Gruppe Fussball im Osten vor 1945″

Wappenzwilling: SC Retz

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Unter der Rubrik “Verblüffend ähnliche Vereinslogos” habe ich auf dem alten Seagulls Roar – Blog und im Grenzstadtkurier bereits die  Wappen der Vereine FC Wettingen, AS St. Etienne und Racing Club de Montevideo vorgestellt – allesamt führen ein Wappen welches demjenigen des FCK verblüffend ähnelt.

Nun folgt Folge 4 mit dem SC Retz aus Niederösterreich. Die Stadt beherbergt rund 4’300 Einwohner und der Verein ist Tabellenführer in der viertklassigen Landesliga. Derzeit bekanntester Spieler ist ein früherer Stürmer von Sigma Olmütz welcher seine Karriere als Torbomber in der Provinz ausklingen lässt. Der Verein strebt zum 100-jährigen Jubiläum 2021 in die Regionalliga. Besonders macht ihn aber etwas anderes, er bezeichnet sich nicht nur als die “Macht aus dem Weinviertel”, der Wein lässt ihn auch abheben.

Finanziell ist der Verein gut aufgestellt: “Wir haben nicht einen Grosssponsor, wir haben 120 Gewerbebetriebe und 80 Winzer als Partner”. Jeder Weinbauer spendiert dem Verein 48 Flaschen pro Saison, diese werden vor, während und nach den Spielen ausgeschenkt. Der Wein trägt seinen Teil dazu bei, dass pro Match regelmässig rund 700 Zuschauer ins Stadion kommen, selbst in der Regionalliga würde das unter die Top 3 reichen. Der Marketing-Leiter des SC Retz bringt es auf den Punkt: “Manche Vereine wären froh, wenn sie beim Spiel so viele Zuschauer hätten, wir wir nach dem Match noch haben”. An jedem Spieltag werden über 1’000 Achterl ausgeschenkt. Nach Retz reisen manche Zuschauer sogar aus Hollabrunn und Wien an.

Für unsere Stadler’s Kanonenputzer Weine ist also noch gehörig Luft nach oben!

Zurück zum Thema. Das Retzer Wappen zeigt drei grüne Längsstreifen in einem Schild auf weissem Grund, im oberen Teil ist der Clubname zu lesen. Damit kommt es dem FCK-Logo aus den 1960ern am nächsten.

Titelfoto: igel91.blogspot.com / Infos aus: ballesterer #148

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