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Fussballheimat

Kunstrasen wurde versenkt

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Am heutigen Abstimmungssonntag wurde das Projekt für einen neuen Kunstrasenplatz im Döbeli vom Kreuzlinger Stimmvolk mit knapp 57% Nein-Stimmen abgelehnt (1’872 Nein zu 1’424 Ja). Stadtpräsident Thomas Niederberger: “Die Ablehnung des Kunstrasenplatzes im Döbeli bedaure der Stadtrat. Wir werden nun das Abstimmungsergebnis analysieren und prüfen, wie wir das Defizit an Spielfeldern für die Fussballer lösen können.“

Überraschend kam diese Ablehnung nicht. Viele Stimmbürger sahen nicht ein warum man 2,85 Millionen für einen einzigen Kunstrasenplatz ausgeben sollte. Die Sache mit dem entsorgen des Plastikbergs nach 15 Jahren dürfte noch den letzten Rest dazu beigetragen haben.

Mal nebenbei. Es heisst ja immer die Kreuzlinger Sportvereine sollten zusammenstehen. Bei der Abstimmung zur Schwimmhalle unterstützte der FCK das Vorhaben bei jedem einzelnen Heimspiel mit einem Inserat auf der Titelseite des Matchprogrammes, mit Berichten und Links auf der Homepage, in den sozialen Medien und x-fach per Newsletter. Vielleicht täusche ich mich, aber bei einem Besuch auf den Internetseiten vom SC Kreuzlingen, HSC Kreuzlingen, EHC Kreuzlingen-Konstanz und Pallavolo Kreuzlingen kann ich nichts zur Kunstrasen-Abstimmung finden.

 

Essay: Anpacken-Angreifen-Jetzt!

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Bruno Neidhart hat wiederum lesenswerte Gedanken zur Sportplatzfrage in Kreuzlingen zu Papier gebracht.

Die Kernbotschaft seines Essays: Anpacken-Angreifen! Jetzt.

Statt hier und dort ein bisschen zu planen geht es auch anders. Dies zeigt etwa das Beispiel Chur, wo die Stimmbürger mit überwältigender Mehrheit (9545 zu 2214) einem 44-Mio-Sportprojekt zugestimmt haben, darunter ein Stadion für Chur 97. Wohlgemerkt einem Verein welcher in der gleichen Liga spielt wie der FC Kreuzlingen.

Ausdrucken, verteilen und darüber diskutieren erwünscht (auch hier als Kommentare!):

Essay 2019 Der FC Kreuzlingen im Vakuum: Die unendliche Suche nach Heimat

Weitere Infos:

Essay 2016, Bruno Neidhart Eine FCK-Arena für Jahrzehnte, eingebettet in einen Sport- und Freizeitpark Seezelg

Geschichte zu den Kreuzlinger Fussballplätzen (Daniel Kessler, 2012)

 

Die verschenkte Seezelg-Chance

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Im September des letzten Jahres veröffentlichte die Stadt Kreuzlingen unter Botschaften ziemlich unbemerkt diesen Planungsstand zum Gebiet Seezelg. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt wurde die Verlegung der Fussballfelder vom Hafenareal ins Seezelg auf einen Zeithorizont von 15-20 Jahren verschoben.

Ein “Städtisches Stadion” wie es sehr ambitionierten Ansprüchen genügen könnte ist im Seezelg gemäss den veränderten Arealsansprüchen zwar räumlich nicht (mehr) möglich, trotzdem hat es westlich des Hauptfeldes noch genügend Fläche für eine Tribüne mit integriertem Garderobengebäude.

Die von mir propagierte “perfekte Tribüne” mit rund 400 überdachten Sitzplätzen scheint also auch im Seezelg noch möglich zu sein und würde durchaus Ansprüchen bis zur Promotion League genügen.

Die Parkplätze wären übrigens für das ganze “Freizeitareal Seezelg” in einer Tiefgarage südlich der Gleislinie auf dem heutigen STRABAG-Areal angedacht (sehr gut!). Zukunftsorientiert wäre die Synergie eines  Sportrestaurants von Wassersport, Tennis und Fussball (plus Hundesport, Radfahrtourismus, Reka?). Das die Lage auch mit ÖV bestens erschlossen ist (Stadtbus, Bahnhaltestelle), weniger Störfaktoren als im Hafenareal vorkommen (Seenachtsfest, BA-Veranstaltungen, KN-Tourismus, etc) und sehr reizvoll am See liegt sind weitere Pluspunkte des Seezelg-Standorts.

Der grösste Vorteil wäre jedoch in der Planungssicherheit gelegen, einer Planungssicherheit für Generationen mit einer sinnvoll gebauten Infrastruktur für 50-100 Jahre. Nun müssen wir für 15-20 Jahre Hafenareal das beste herausholen und wissen doch nicht weiter was dann kommt oder nicht.

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