Fanzine, Blog, Archiv, Fussballkultur – seit 1999

Land unter im Hafenareal

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Die bisherige Saison: 11 Runden auf Aufstiegskurs. Dann gegen schwache Teams mit einem 1:1 und 1:2 die ausgezeichnete Ausgangslage verspielt und im Cup-Wettbewerb die Segel gestrichen. Im Winter 2 Schlüsselspieler verloren. Nun mit 1:4, 0:4 und 0:2 ins Mittelfeld geschlittert. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht, muss man doch in der nächsten Runde beim ambitionierten FC Uzwil antreten. Im Hafenareal wird bereits gerechnet wo sichere Punkte geholt werden können.

Die Niederlage gegen Bazenheid war alles andere als überraschend, spielte der FCK doch mit allen verfügbaren Reservespielern und setzte mit Lucarelli gar einen B-Junior ein.

Die Lage ist verzwickt. Noch halten die Zuschauer zum FCK. Die 280 und 270 Fussballfreunde in den bisherigen Rückrundenpartien auf dem Kunstrasenplatz waren sehr passabel. Gerade wenn man die prekäre Parkplatzsituation am letzten Spieltag bedenkt. (Ich hatte nach 20 Minuten Parkplatzsuche aufgegeben und mein Auto auf dem Bärenplatz abgestellt).

Randnotiz: Wir hatten bei den Porteños wieder Besuch von Arminia Hannover, 1’050 Kilometer für ein FCK-Spiel! Es hat uns sehr gefreut Torsten!

Aufmerksame Leser haben mich drauf angesprochen. Es fehlen teilweise ältere Kommentare. Diese habe ich nicht gelöscht, vielmehr muss ich immer mal wieder die Kommentar-Funktion bei älteren Beiträgen deaktivieren um Spam-Mails Einhalt zu gebieten. Auch beim Blog gilt: es sind keine Profis am Werk! =)

 

Tags:

1 Comment

  1. Als “Durchreiche” wird vorzugsweise eine Wandöffnung zwischen Küche und Essraum bezeichnet. Am Kreuzlinger Hafen bekommt dieser Begriff derzeit eine fussballerische Variante mit dem Zusatz: “….nach unten”. Und auswärts gegen die nach Marbellatrainingslager stürmische Frühlingsform von Uzwil (mit FCK-Uwe!) müssten mitreisende FCK-Fans Katja Ebsteins “Wunder gibt es immer wieder” derart kräftig schmettern, dass es noch im Hafenareal hörbar wäre. Es droht tatsächlich “Land unter”.

    Aber noch ist Land 8-9-10 Pünktchen zum fatalen unteren Strich in Sicht. Das mag fürs Erste die (nach “Hafetschutter”) “passablen 270-280 Fussballfreunde” weder Wurst noch Getränk vergraulen. Die elendigliche Parkplatzsituation schon eher. Zwischenfrage: Wieso kann die Stadt das nicht zum Vorteil des Clubs passabler lösen?

    Zurück zur Hauptfrage: Warum stimmt das FCK-Spiel derzeit nicht mehr? Liegt es tatsächlich nur an den zwei abgegebenen “Schlüsselspielern”? O.K. – wenigstens zu einer Teilerklärung mag dies tatsächlich beitragen. Doch wären auch mal Grundsatzfragen in den Raum zu stellen – wie etwa: Stimmt in der Mannschaft die Physis, die Psyche, das Spielkonzept, die Aufgabenverteilung im Spiel, das Verständnis unter den Spielern, das gemeinsame Ziel, Antrieb und Überzeugung, usw.? Alles Details aus einem immensen Katalog fussballerischer Verwirklichung – persönlich und als Mannschaft. Es sieht aus Distanz (Berlin) auf jeden Fall nicht so aus, dass dem gegenwärtigen FCK -Team allein durch “Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor” zu helfen wäre!

    Ist – was “Hafetschutter” beschreibt – die derzeitige “quantitative Misere beim Spielermaterial” durch einen solchen Fragenkatalog auf die Schnelle gegen Land unter überhaupt sinnvoll abzuarbeiten? Ich bezweifle dies, nehme fest an, das Trainerteam weiss genau, was von ihren derzeitig aufzubietenden Schützlingen erwartet werden darf – und besonders: Was nicht!

    Kann nur Katja E. helfen? Klares Nein! Fussball gabs, gibts und geht immer weiter. Ist letztlich eine Frage des “Wie”, “Wohin” – oder “Wohin nicht”. Die Wege sind offen. Ein Stück Wiese – gar mit hübschen Gänseblümchen, dazu zwei Tore reichen bekanntlich aus, um diesen schönen und einfachen Sport von jung bis alt zu betreiben. Es ist nur so, dass für eine Sportstadt vielleicht noch andere Kriterien Geltung haben könnten. Sie wären dann vergesellschaftet mit einer properen vorzeigbaren städtischen Sportanlage – gepaart mit der erklärten Absicht, dem Fussballsport als regionalen Aufmerksamkeitsfaktor eine grössere Bedeutung beizumessen. Dies wiederum wäre dann vielleicht Ansporn genug, Clubs durch”höherwertige Fussballkunst” zu animieren, auch mal “etwas zu wagen” (Ein weiterer Hinweis auf Katja E. entfällt hier!).

    Nachsatz: Gönnte mir letzthin FSV Fortuna Pankow III – SSV Teutonia 99 III, Bezirksklasse, Kissingenstadion, Kunstrasen, gefühlte 5 Minusgrade und teuflischer Ostwind, alle Spieler vermummt wie Arjen Robben ganzjärig. Bemerkung: Bistro geschlossen, Endstand 2:3, Schiri nahm Elfer nach verbaler Intervention des Fortuna Schlussmanns zurück (ohne Videobeweis!), ballfindender Zuschauer (ich) mit mustergültiger Passrückgabe zwischen Bäumen hindurch aufs Spielfeld über mindesten 20 -na ja! – Meter zum rechten Fortunaverteidiger. Schön wars. Und eisig. Zurück mit Tram M1. Hier warm!

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

Latest from Vor- und Nachbetrachtungen

Bruchstückhaftes im Derby

Das 63. Thurgauer Derby der Nachkriegszeit zwischen Frauenfeld und Kreuzlingen ist Geschichte.

Hinter der Geisterbahn

Regional-fussball.ch meldete in der Sommerpause einen  Daniel Kessler aus Kreuzlingen als Neuzugang
0 CHF0.00
Go to Top