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Seit 20 Jahren der beste FC

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Das letzte Heimspiel ist vorüber, der Hafetschutter geehrt, es war unter dem Strich eine passable Saison – und die nächste Spielzeit verspricht einiges.

Man hört selten ein Wort darüber wenn es um den Fussball im Kanton geht. Von den letzten 20 Jahren war der FC Kreuzlingen 19 Jahre der bestplatzierte Thurgauer Verein. Kein anderer Verein in der Region bietet so konstant Leistungsfussball an wie die Grün-Weissen, zur Freude von Spielern, Sponsoren und Zuschauern.

Seit über 20 Jahren klassiert sich der FC Kreuzlingen beispielsweise Jahr für Jahr vor dem FC Frauenfeld – eine immens lange Zeit im Fussball. Lediglich in der Saison 2013/14 musste der FC Kreuzlingen den Vortritt als bester Thurgauer Verein dem FC Sirnach überlassen.

Die Hinterthurgauer verbrannten sich jedoch gehörig die Hände an diesem Kraftakt und sind derzeit kurz vor dem Abstieg in die 3. Liga.

An dieser Stelle möchte ich einen Dank aussprechen. Die Atmosphäre neben dem Platz prägen die Menschen und ihre Leidenschaft. Hier haben wir mit Speaker Bruno Brütsch und Trainertalk-Moderator Walter Studer zwei Fussballfreunde am Werk welche, zusammen mit dem Clubhaus-Team, ganz entscheidend für gute Laune bei den Spielen sorgen. Herzlichen Dank für die lockeren Sprüche am Mikrofon, die spannenden Fragen am Talk und die Unterhaltungen vor und nach den Spielen!

Hier ein Bonmot vom letzten Spiel:

Speaker zur Ankündigung des Auswärtsspiels in Einsiedeln:

„Dort lieben sie ihr Rappenmöösli wie wir das Hafenareal – und an beiden Orten weiss man nicht so recht warum“

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1 Comment

  1. Fussball im Thurgau? Neben der Landwirtschaft immerhin flächenmässig wohl der grösste kantonale Landverbraucher! Darauf grünt und blüht es fussballerisch allerdings eher bescheiden. Doch wenn ich es mal anders interpretiere, ist das eben nur die halbe Wahrheit: Die Jugendabteilungen der Vereine blühen durchaus. Viele Jugendmannschaften treffen sich Woche für Woche zu sportlichen Wettkämpfen. Mamis und Papis und Omas und Opas und Geschwister zittern mit. Viele Ehrenamtliche bemühen sich um Training und Spielbetrieb, sind als Inspiratoren und gelegentlich Tröster/Trösterinnen für den Nachwuchs unterwegs. Hier erfüllt der Fussball eine grosse, freizeitorientierte pädagogische Aufgabe bestens.

    Und dieser Jugenderfolg ist erstaunlicherweise nur sehr bedingt auf „hohe Leuchttürme“ im Kanton angewiesen, wie es scheint. Gemeint sind zwei, drei fussballernde Spitzenmannschaften als Animation für die vielen kleinen Fussballhelden und -heldinnen.

    Eigentlich ist es auch egal, woher genau die Jugend ihre Inspiration bezieht, die Freizeit fussballspielend auszurichten. Auch manche „Träume“ verstecken sich darin. Man kennt das. War schon immer so.

    Nun titelt Hafetschutter: “ Seit 20 Jahren der beste FC“. Gemeint sind die grün-weissen Tschutter aus „Chrüzlinge“ im kantonalen Vergleich. In der Tat hat sich der FCK in den vergangenen zwei Jahrzehnten bemüht, stets eine Mannschaft präsentieren zu können, welche die kantonale Tristesse etwas überdeckt. Nur hat sich die Honorierung dieser „Präsentation“ auf einem Niveau eingependelt, die für Kreuzlingen ziemlich besorgniserregend ist, misst man die durchaus schönen Erfolge der Fanionelf an den Zuschauerzahlen. Dabei hat sich der Club in den letzten Jahren durchaus bemüht, für Zuschauer achtbare Verhältnisse zu erstellen, soweit es die platzumgebende Infrastruktur betrifft (Sitzplatz- und Stehrampen, Clubhaus). Man spricht sogar von „Arena“. Darin hat sich dann auch tatsächlich eine bescheidene „Szene“ durch Bewirtschaftung, Speaker, Anzeigentafel, Trainertalk, usw. entwickelt, die Fussball einfach „runder“ macht. Ob die „Arena“ nicht als „Sonnenschirmarena“ in die Clubgeschichte eingeht, sondern die Rampen eines Tages veritabel überdacht sind, hängt für Kenner der allgemeinen FCK-Platzfrage von derart vielen Unbestimmtheiten ab (besonders auch seitens der Stadt), welche an dieser Stelle nicht erschöpfend dargestellt werden können.

    Ich meine jedoch, dass – ich zitiere Hafetschutter – „…zur Freude von Spielern, Sponsoren und Zuschauern“ zum „Leistungsfussball“ auf Dauer auch eine weiter verbesserte Infrastruktur gehört. Dies kann bereits ein Glied einer ganzen Kette von Massnahmen sein, um das Zuschauerinteress bei Sonne oder Regen, ob nachmittags oder abends, anzuregen. Dass Sport auch fröhlich machen kann, bei Spielen wie beim Zuschauen – davon spricht das gewählte Titelbild Bände. So soll es sein. Auch 2018/19. Ein Vorbild für die Jugend.

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