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Endstation Widnau

in Vor- und Nachbetrachtungen by

Ein Spiel so schwach wie mein verschwommenes Foto. Die dritte Niederlage in Folge verbreitete nach der ganzen Spitzenreiter-Euphorie eine grosse Portion Ernüchterung.

Natürlich ist man als Fan in seiner Einschätzung auch immer etwas fatalistisch, aber wohl kaum ein Kreuzlinger Zuschauer, dem es an diesem Donnerstag Abend nach dem 1:2 gegen Widnau anders ergangen wäre.

Als grosser Cup-Fan empfinde ich das diesjährige Ausscheiden besonders bitter. Amriswil, Widnau, Muri – dreimal Mittelmass der 2. Liga IR, dazu ein Heimspiel in der 3. Vorrunde, es wäre kein allzu schwerer Weg in die Hauptrunde gewesen.

Wie sehr sehnt man sich in Kreuzlingen nach einem attraktiven Los. Das letzte grosse Cup-Spiel liegt schon über 30 Jahre zurück (GC, 1986).

Was, wenn einen das Hier und Jetzt enttäuscht? Man schwelgt in der Vergangenheit. Ich recherchiere gerade zu Alfonso Silva, zweimal spanischer Meister mit Atletico Madrid und WM-Teilnehmer 1950 – und Trainer unserer 1. Mannschaft von 1966 bis 1969. Wenn die Geschichte genügend ergiebig wird, gibts ein kleines Alfonso-Silva-Spezial als Gratis-Zugabe zu einem Matchprogramm. Gesucht sind noch Anekdoten und Fotos.

Zugabe, ein schärferes Foto von Erich, über Widnau ins Wankdorf, schon alles Schall und Rauch… Der wohl kaum wieder einzuholende Cup-Rekord datiert übrigens aus der Saison 1935/36, als sich der FC Kreuzlingen für das Achtelfinale qualifizierte (Lugano, 1:4)

2 Comments

  1. Einschätzung eines FC Widnau Fan zum Cup-Qualifikation 2.Vorundenspiel FC Kreuzlingen – FC Widnau 1:2 (0:0)

    Was war das für ein Cupfight mit dem schlussendlich besserem Ende für den FC Widnau. Nach dem 2:1 Meisterschaftssieg vor 12 Tagen kann der FC Widnau auch das Cupspiel mit dem gleichen Resultat für sich entscheiden.
    Mir war aber bereits vor dem Spiel bewusst, dass dieses Cupspiel für den FC Widnau um einiges schwerer werden würde, als das Meisterschaftsspiel. Bei der 1:2 Niederlage in der Meisterschaft hat der FC Kreuzlingen vor allem die 1.Halbzeit verschlafen. Das wollten die Kreuzlinger im Cupspiel natürlich vermeiden. Daher begannen die Kreuzlinger das Spiel sehr engagiert, mit viel Elan und hoch konzentriert. Die Startminuten gehörten dann auch den Hausherren. Ein Bode Schuss verfehlte das Widnauer Tor knapp. Die Widnauer konnten mit viel Leidenschaft und Herzblut diese Druckphase aber unbeschadet überstehen. So ab der 10 Minute kamen dann auch die Widnauer besser ins Spiel, und daher entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Leider mussten die Widnauer bereits früh im Spiel einen Wechsel vornehmen. Bei der ersten nennenswerten Offensivaktion der Widnauer, Thönig setzte sich am Flügel durch, spielte den Ball in die Mitte, wo Belgacem versuchte den Ball im Tor unterzubringen. Bei diesem Abschlussversuch machte der in der Winterpause vom Nachwuchs des FC Wil (2.Manschaft) gekommene Belgacem einen unglücklichen Ausfallschritt, dass er sich den Oberschenkel zerrte, und das Spiel nicht mehr fortsetzen konnte. Für den heute im Sturmzentrum spielenden Jungspund Anouer Ben Belgacem (21 J.) war nach ca. 14 Minuten das Spiel somit bereits wieder beendet. Für den verletzten Belgacem übernahm Dauerläufer, man muss schon fast sagen Duracell Man Sandro Hutter den Part im Sturmzentrum. An dieser Stelle gute Besserung.
    Widnau kam nun immer besser ins Spiel, ein Abschluss von Liechti flog aber doch deutlich über das Kreuzlinger Tor. Da waren die Chancen von Thönig und Hutter natürlich um einiges gefährlicher. Aus meiner Sicht hätte eigentlich einer, wenn nicht sogar beide dieser Chancen Tore bringen können, wenn nicht sogar müssen, und daher die Widnauer Führung bedeuten müssen. Nach einem Traumzuspiel von Lukic enteilte Thönig seinem Gegenspieler und konnte alleine auf den Kreuzlinger Torhüter zulaufen. Höhe Strafraumgrenze setzte Thönig zum Schuss an. Jim Freid konnte mit einer Glanzparade die Widnauer Führung verhindern. Freid, der im Meisterschaftsspiel vor 12 Tagen wegen einer drohenden Gelb/Sperre für das Spitzenspiel in Balzers geschont wurde, brauchte aber auch das Glück des Tüchtigen, dass er den Ball, der durch seine Beine glitt, noch so mit den Füssen berühren konnte, dass der Ball an Tempo verlor, und somit ein Kreuzlinger Spieler den Ball noch vor der Torlinie aus der Gefahrenzone schlagen konnte. Das war schon fast eine 100% Chance. Die Widnauer hatten vor dem Seitenwechsel nochmals eine Riesenchance auf das Führungstor. Erneut hatte Thönig seine Füsse im Spiel. Auf der rechten Seite konnte die Widnauer Rakete, Aufgrund seiner Geschwindigkeit kann man Thönig durchaus mit einer Rakete vergleichen, sich durchtanken und den Ball in die Mitte befördern. Nach einem Durcheinander, oder war es ein missglückter Aufbauversuch eines Kreuzlinger Spielers, jedenfalls standen auf einmal zwei Widnauer Höhe Strafraumgrenze fast alleine vor Freid. Hutters Schuss konnte ein Kreuzlinger in Extremis von der Linie kratzen. Das waren die besten Aktionen die sich der FC Widnau in der 1.Halbzeit erarbeiten konnte.
    Es war aber nicht so, dass der FC Kreuzlingen sich keine Chancen erspielen konnte. Das Sturmduo Pentrelli (Nr.9) und Bode (Nr.11) sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Widnauer Tor. Nach einem Freistoss, der nicht direkt auf das Tor geschossen wurde, sondern an der Widnauer Mauer vorbei auf den linken Flügel gespielt wurde, passte der angespielte Spieler vom linken Flügel den Ball scharf in den Widnauer Strafraum. Dort buxierte Pentrelli mit aller Wucht den Ball ins Tor. Der Torjubel unter den wiederum zahlreich erschienen Kreuzlinger Fans sollte aber nur für wenige Sekunden anhalten. Der Linienrichter hatte die Fahne wohl wegen eines Abseits oben. Trotz vielen Torchancen auf beiden Seiten endete die ansehnliche, und intensiv geführte 1.Halbzeit torlos. Die Widnauer konnten mit ihrer engagierten Spielweise dem Favoriten, Aufgrund der Tabellensituation musste der FC Kreuzlingen als Favorit angesehen werden, bisher sehr gut Paroli bieten, und daher den Schneid abkaufen.
    Da es ein Cupspiel war, mussten ja zwangsläufig irgendwann Tore fallen. Wie bereits im Meisterschaftsspiel konnten die Kreuzlinger auch in diesem Spiel in der 2.Halbzeit einen Gang höher schalten. Die Einheimischen Drückten nun vehement auf das Führungstor. Die Widnauer konnten sich fast nicht mehr aus der Umklammerung lösen, und daher waren Offensivaktionen der Widnauer natürlich Mangelwahre. Das Spielgeschehen spielte sich in der 2.Halbzeit Mehrheitlich in der Widnauer Platzhälfte ab. Das Führungstor der Kreuzlinger lag nun in der Luft, und zeichnete sich daher auch ab. Die Thurgauer tauchten immer wieder gefährlich vor dem Widnauer Tor auf. Entweder wurde der Ball aber in aussichtsreicher Position neben, oder über das Widauer Tor geschossen, oder ansonsten parierte der Widnauer Torhüter Wetter die Abschlüsse. So auch nach einem Kreuzlinger Distanzschuss, als Wetter den Ball parieren konnte, der Ball aber zum freistehenden Pentrelli flog, und dieser natürlich keine Mühe hatte den Ball im leeren Tor unterzubringen. Zurecht wurde dieses Tor nicht anerkannt, da beim Schuss der spätere Torschütze deutlich im Abseits stand. Wenn der Torhüter den Ball abwehrt, ist es keine neue Spielsituation, und daher ging diesem Tor eine klare Abseitsposition voraus. Zurecht kein Tor. Aus Sicht der Keuzlinger, besser gesagt für Pentrelli, muss es aber trotzdem frustrierend gewesen sein, zwei Tore erzielt zu haben, die wegen Abseits aber nicht zählten. Somit stand es weiterhin torlos. Die Widnauer, die sich mit vereinten Kräften der Angriffswelle entgegensetzten, konnten bisher das Tor unbeschadet halten. Die Kreuzlinger Führung lag aber nun in der Luft. Diese Führung fiel dann auch. Nach einer Kreuzlinger Ecke, der Ball wurde auf Höhe Strafraumgrenze geschlagen, nahm Karaki (Nr.37) volles Risiko, und wurde dafür mit dem Führungstor belohnt. Es war aber trotzdem schon fast ein Wunder, dass der Ball bei solch einer vielbeinigen Abwehr, es standen ja nicht nur viele Widnauer, sondern auch viele Kreuzlinger im Strafraum, im rechten Toreck einschlagen konnte. Dieser Volleyschuss hat aber ein Tor verdient gehabt. Dieses Volleyschuss Tor erinnerte mich an das Tor von Lothar Matthäus gegen Jugoslawien an der WM 1990. Auch Lothar hämmerte den Ball, nach einer Ecke, volley ins gegnerische Tor.
    Nach diesem Rückstand hätte ich wirklich nicht mehr allzu viel auf den FC Widnau gesetzt. Zu dominant spielte der FC Kreuzlingen bisher in dieser 2.Halbzeit auf. Widnau wurde eigentlich, wenn Überhaupt, nur durch Standards gefährlich. Unverständlicherweise konnte der FC Kreuzlingen nach dem Führungstor (68.) den Druck nicht mehr aufrecht erhalten. Waren die Kreuzlinger Spieler nach dem Führungstor vielleicht bereits zu Siegessicher? Nach dem 1:0 war der Kreuzlinger Angriffswirbel jedenfalls wie verflogen. Da die Widnauer über die gesamte Spielzeit eine hervorragende Mannschaftsleistung zeigten, Jeder kämpfte für Jeden, konnten sie sich nach dem Rückstand zurück ins Spiel kämpften, und daher auch Offensiv wieder gefährlicher werden. Dennoch deutete aber nicht viel auf ein Ausgleichstor der Widnauer hin. Daher kam das 1:1 aus meiner Sicht doch etwas überraschend, deutete in der 2.Halbzeit eigentlich nicht viel auf ein Widnauer Tor hin. Es war Thönig der die Widnauer mit dem Tor zum 1:1 wieder zurück ins Spiel brachte. Eine Einzelleistung, Thönig zog unwiderstehlich von der Seite Richtung Strafraum, zog aus ca. 20-25 Meter ab, und versenkte den Ball mit einem Geschoss im linken unteren Eck, brachte die Widnauer auf einen Schlag wieder zurück ins Spiel (80.). Thönig profitierte sicherlich auch davon, dass ein Kreuzlinger Spieler ausrutschte, und er freie Schussbahn hatte. Trotzdem war das Tor sehenswert. Ich hätte fast meinen können Lässer hat abgezogen, so scharf, und platziert war dieser Schuss.
    Kreuzlingen zeigte sich von diesem Gegentor sichtlich Geschockt. Nur zwei Minuten später hätte ein Widnauer, ich glaube es war der unermüdliche Hutter, alleine auf den Kreuzlinger Torhüter Freid zulaufen können. Ein Kreuzlinger konnte Hutter nur noch per Foul am Torschuss hindern. Da sich diese Aktion im Strafraum abspielte, gab es natürlich Elfmeter für den FC Widnau. Ich habe in dieser Situation sogar einen Tor Raub gesehen, und daher hätte der Schiedsrichter aus meiner Sicht, anstatt Gelb, zwingend die Rote Karte dem Kreuzlinger Spieler zeigen müssen. Oder ist die Doppelbestrafung (Rot, Penalty) bereits abgeschafft? Lässer, der nach seiner Galavorstellung im Meisterschaftsspiel, er erzielte da die beiden siegbringenden Tore, heute natürlich von den Kreuzlinger Spielern genau Gedeckt wurde, und er daher für seine Verhältnisse eher blass blieb, übernahm die Verantwortung. Auf souveräne Art und Weise versenkte Lässer den Elfmeter, und somit hatten die Widnauer innert drei Minuten (80./82.) das Spiel gedreht. Wie bereits im Meisterschaftsspiel drückte der FC Kreuzlingen in den Schlussminuten vehement auf den Ausgleich, der aber auch in diesem Cupspiel nicht mehr fallen sollte. Widnau gewinnt daher, nach dem Meisterschaftsspiel, auch das Cupspiel mit 2:1. Auch wenn Kreuzlingen in diesem Spiel sicherlich deutlich besser agierte, und auch engagierter spielte, als noch im Meisterschaftsspiel, und sich daher viele Torchancen erspielen konnte, ist der Sieg vom FC Widnau schlussendlich sicherlich nicht gestohlen. Es war heute wiederum eine Willensleistung jedes einzelnen Spielers vom FC Widnau. Nur so konnte der FC Kreuzlingen mit 2:1 erneut in die Knie gezwungen werden. Eine Top Mannschaftsleistung des FC Widnau. Daumen hoch.
    Jetzt ist noch eine Runde, es ist die alles entscheidende 3.Vorunde, zu überstehen, um nach 2007 in die 1.Hauptrunde des Schweizer Cup einziehen zu können. Damals, es war die Saison 2008/2009, spielte der FC Widnau auf der heimischen Aegeten in der 1.Hauptrunde gegen den FC Zürich (0:6). Noch ist es aber nicht soweit, eine Runde (3.Vorrunde der Quali) gilt es noch zu überstehen. Nach dem FC Bazenheid (A:4:2) und dem FC Kreuzlingen (A:2:1) wartet am So.23.06.19 ein Heimspiel auf den FC Widnau. Gegner wird der FC Muri, der in der 2.Vorrunde den FC Dornach (H:5:1) eliminierte, sein.
    Da der FC Widnau in dieser Saison Auswärts Top, und vor eigenem Anhang bisher leider noch nicht an die Leistungen der Auswärtsspiele anknüpfen konnte, wäre mir ein Auswärtsspiel lieber gewesen. Ein entscheidendes Heimspiel um den Einzug in die 1.Hauptrunde des Schweizer Cups, und dann noch Zuhause, dieses Spiel wird auf der Aegeten sicherlich ein Fussballfest werden.
    Da die Meisterschaft am Wochenende (22./23.06.19) in allen Ligen (2.Liga, 3.Liga, usw.) beendet ist, werden sicherlich viele Zuschauer für das Cupspiel auf die Widnauer Sportanlage Aegeten pilgern. Ich freue mich jedenfalls bereits jetzt auf dieses Cupspiel. Zuerst gilt es aber noch die nötigen Punkte in der Meisterschaft zu holen, damit man den Ligaerhalt schaffen kann. Mit einer solchen kämpferischen, wie auch spielerischen Leistung sollte der Ligaerhalt eigentlich kein Problem sein.
    Wenn man den FC Widnau letzten Sonntag im Heimspiel gegen den FC Amriswil gesehen hat, und heute gegen den FC Kreuzlingen, dann weiss man in welcher Rolle sich die Widnauer Spieler wohler fühlen. Wenn sie das Spiel machen müssen, dann bekundet die noch sehr junge Widnauer Mannschaft Probleme. Wenn der Gegner dann auch noch tief steht, bzw. ein Pressing spielt, das man kaum noch Luft zum Atmen hat, ist es immer schwerer zu spielen, als wenn man auf einen Gegner trifft, der mit spielerischen Mittel zum Erfolg kommen will. Da gibt es zwangsläufig mehr Freiräume, und diese Räume brauchen die Widnauer Spieler um ihr Spiel aufziehen zu können. Das hat man auch am Donnerstag wieder gesehen.
    Das Wettkampfglück war sicherlich auf Seiten der Widnauer. Das Glück muss man sich aber Erkämpfen, und da die Widnauer das einwandfrei gemacht haben, ist der Sieg sicherlich nicht gestohlen, und daher aus meiner Sicht verdient.
    Ich wünsche dem FC Kreuzlingen für die restlichen Spiele alles Gute und viel Erfolg. Das Aufstiegsrennen wird wohl zwischen Kreuzlingen und Balzers entschieden. Rüti scheint Auswärts zu schwach zu sein. Da ihr nun aus dem Cup ausgeschieden seid, wäre der Aufstieg Euch, dem FC Kreuzlingen, zu gönnen.
    Da der FC Kreuzlingen dem FC Widnau zu liegen scheint, wäre es daher enorm Schade, wenn es in der nächsten Saison dieses Duell nicht mehr geben würde.

  2. Endstation Sehnsucht! Nein, nicht das bekannte Drama von Tennessee Williams ist damit gemeint. Es geht schlichter zu – nur um Fussball, genauer: Um den FCK. Das Sehnen bezieht sich derzeit also nach der erst kürzlich unterbrochenen langen Serie der Ungeschlagenheit. Wobei darauf hinzuweisen wäre, dass eine Kette von Siegen oder Unentschieden selbstverständlich immer mal reissen kann. Das fand nun eindrücklich statt.

    Wenn ich die drei verlorenen Spiele aus Distanz jedoch richtig interpretiere, so spielte die Mannschaft gegen Gegner, zweimal Widnau, einmal Balzers, die nun nicht gerade über einem Niveau spielten, das der FCK “im Prinzip”sogar an durchschnittlichen Spieltagen zu demonstrieren weiss. Die Niederlagen waren entsprechend mehr ärgerlich, als hoch. Und sie bedeuten doch für den Meisterschaftsverlauf ein gewisser Rückschritt, und für eine schöne Dreingabe im Jahresverlauf, dem Cup, ist nun halt Schluss. Dabei hätte man sich erhoffen können, dass sich die Grünweissen gegenüber Widnau nun eines Besseren belehren, um die Chance nicht zu verpassen, durch ein attraktives Los wiedermal Bewegung in die Szene am Hafen zu bringen.

    Nun sollte dafür Bewegung im weiteren Meisterschaftsverlauf kommen. Die Frage, worin der zu konstatierende Leistungsabfall begründet liegt, muss der Trainer rasch beantworten. Und seine Einsichten sind den Spielern im nun wichtigen Saisonzeitpunkt eindringlich zu übermitteln. Daran führt kein Weg vorbei. Noch besteht die Hoffnung, dass sich das Team wieder fängt und anknüpfen kann an Leistungen, die den Möglichkeiten der einzelen Akteure – der gesamten Mannschaft – enstpricht. Dann ist wieder Land in Sicht.

    Die Mannschaft ist doch gut aufgestellt, obwohl ich mir (dies seit Jahren!) die hintere Region kompakter aufgestellt vorstellen könnte, fallen doch oft Tore durch einfaches “Überlaufen”. Der FCK ist halt traditionell bekannt durch sein “gepflegtes Spiel” – o.k.. Doch die Suche nach einem Komprommiss zwischen Eleganz und Kampfkraft ist auf lange Sicht womöglich ein besseres Rezept, in höheren Gefilden des Fussballs zu bestehen. Dabei müsste selbstverständlich das Spielermaterial diesem Ziel entsprechen, was im Amateurbereich vielleicht eher einem Glückspiel gleicht. Oder man arbeitet einigermassen “halbprofessionell”. Aber das ist eine ander Geschichte. Diese Sehnsucht besteht (noch) nicht am Hafen.

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