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Zuschauerzahlen 2018/2019

in 2. Liga Interregional by

Durchschnittlich 187 Zuschauer besuchten die abgelaufene Saison in der 2. Liga Interregional, Gruppe 6. Das sind 28 weniger als im Vorjahr (-15%). Ich ermittle die Zuschauerzahlen aus allen veröffentlichten Spielberichten der Vereine und auf den Sportportalen, einzelne Vereine senden mir die Zuschauerzahlen auch direkt zu. Bei manchen Vereinen sind die Zuschauerzahlen lückenlos vorhanden, bei anderen muss ich mich auf die Angaben der Auswärtsvereine verlassen (Uzwil, Wil, Bazenheid, Dübendorf).

Das bestbesuchte Spiel war FC Widnau – FC Bazenheid vor 515 Zuschauern. Das schlechtbesuchteste FC Blue Stars – FC Kreuzlingen vor 45 Zuschauern.

Beim FC Kreuzlingen kamen gegen den FC Amriswil am meisten (415), gefolgt vom letzten Saisonspiel gegen den FC Uzwil (380). Am schlechtesten besucht war in Kreuzlingen das Regenspiel gegen den FC Dübendorf (100).

Zuschauerkrösus war wenig überraschend der Aufsteiger FC Widnau. Die Rheintaler gehören seit Jahren unterhalb der 1. Liga zu den am besten besuchten Amateurvereinen der Schweiz. Traditionell wenig Zuschauer haben Vereine aus der Stadt Zürich, hier durch die Blue Stars vertreten (75). Am meisten Zuschauer verloren im Vergleich zum Vorjahr der FC Rüti (-75) und der FC Bazenheid (-65).

Hier die Tabelle, in Klammern die Veränderung zum Vorjahr.

  1. FC Widnau 340
  2. Chur 97 260 (+50)
  3. FC Kreuzlingen 235 (+15)
  4. FC Rüti 215 (-75)
  5. FC Frauenfeld 210 (+5)
  6. FC Balzers 185
  7. FC Seuzach 184
  8. FC Uzwil 180 (-20)
  9. FC Dübendorf 170 (+10)
  10. FC Amriswil 155
  11. FC Wil 2 150 (-30)
  12. FC Uster 130
  13. FC Bazenheid 120 (-65)
  14. FC Blue Stars Zürich 75

7 Comments

  1. hallo Leute:-) eine interessante Auflistung der Zuschauerzahlen. Aber Obacht : Die “Zahlen” von Widnau sind mit Vorsicht zu geniessen. Der “Berichterstatter” übertreibt da oft masslos. Vermutlich zählt er die Bratwürste und die leeren Getränkebecher jeweils auch dazu. So kann man die Phantasiezahlen halbwegs erklären 🙂 sportlicher Gruss an ( P.s. Sport hat auch mit Ehrlichkeit zu tun )

  2. Hallo Rheinal.ch
    Zuerst einmal möchte ich Daniel Kessler für seinen Blog Hafetschutter.ch gratulieren. Die Berichte, wie auch die Kommentare sind immer sehr Unterhaltsam zu lesen.

    Jetzt aber zu Deinem Kommentar “Rheintaler.ch”.
    Ich kann Dich durchaus verstehen. Es ist immer schwer zu beurteilen wie viele Zuschauer ein Heimspiel des FC Widnau auf der Sportanlage Aegeten jeweils verfolgen. Der Berichterstatter vom FC Widnau hat jetzt aber gar nichts damit zu tun, wie zuverlässig die bekanntgegebene Zuschauerzahl jeweils ist. Er übernimmt meistens die während dem Spiel ausgerufene Zuschauerzahl. Oder meinst Du er geht selber die Zuschauer zählen.
    Da ich hafetschutter.ch nach jedem FC Widnau Heimspiel die Zuschauerzahl zugesendet habe, weiss ich natürlich wie Zuverlässig die Zuschauerzahlen sind. Als mich Daniel Kessler vom hafetschutter.ch anfangs Saison Angefragt hat, ob ich Ihm jeweils die anwesende Zuschauerzahl bei den FC Widnau Heimspielen zusenden kann, habe ich mich natürlich zuerst erkundigt, wie die Zuschauerzahl beim FC Widnau überhaupt zustande kommt. Die Kassiererin, es sind ja meistens zwei, haben einen Zähler, der jeweils gedrückt wird, wenn eine Person den Eingang durchläuft. Daher kann man schon davon ausgehen, dass die Widnauer Zuschauerzahlen einigermassen zuverlässig sind.
    Auch ich habe mich in den vielen Jahren, man kann schon fast sagen Jahrzehnten, wo ich die Widnauer Spiele nun schon verfolge, schon des Öfteren gefragt, sind wirklich so viele Zuschauer anwesend. Dann habe ich einmal, das ist aber schon längere Zeit her, in einem Heimspiel nur die Zuschauer gezählt wo auf dem Damm, der zwischen dem Hauptplatz und Platz 2 liegt, stehen, teilweise auch auf Stühlen sitzen, gezählt. Da bin ich bereits auf eine stattliche Zahl gekommen. Wenn man dann noch die Zuschauer dazuzählt, die auf den Bänken, die hinter der Bande, und im Unterstand aufgestellt sind, sitzen, dann kommt man schon auf eine ordentliche Zuschauerzahl. Geschweige denn noch die Leute, die an einem schönen Tag auf den Dämmen sitzen, oder stehen.
    Ich schlage Dir einmal vor, einfach in einem Widnauer Heimspiel die Menschen zu zählen, und dann kannst Du ja vergleichen wie genau Deine Zahl mit der ausgerufenen Zuschauerzahl übereinstimmt.
    Auf einem Fussballplatz, der meistens ja weitläufig ist, ist es immer schwer abzuschätzen wie viele Menschen anwesend sind. Wo ich noch bei den Junioren gespielt habe, hat man einmal gesagt, dass wenn um den ganzen Hauptplatz an den Banden Menschen stehen würden, es zwischen 750-1000 Leute sind. Eine grosse Spanne, es kommt aber natürlich immer darauf an wie eng die Leute zusammen stehen.
    Am Sonntag bestreitet der FC Widnau ja das entscheidende Cupspiel gegen den FC Muri. Es nimmt mich wunder wie viele Zuschauer an diesem Spiel anwesend sein werden. Mit dem FC Muri kommt nicht nur eine starke Mannschaft nach Widnau, sondern mit Cristian Ianu auch ein Schweizweit bekannter Fussball Spieler. Wenn das Wetter mitspielt, nicht zu heiss, aber auch nicht regnerisch, dann kann es durchaus sein, dass der Saisonrekord (515 Zuschauer) vielleicht sogar geknackt werden kann.
    In diesem Sinne wünsche ich allen 2.Liga Interregional Gruppe 6 Mannschaften, die noch im Cup vertreten sind, für das alles entscheidende Cupspiel viel Erfolg. Allen anderen Vereinen, und vor allem deren Fans wünsche ich eine erholsame Sommerpause, und bereits jetzt eine spannende Saison 19/20.
    Mit sportlichen Grüssen
    Markus Seiz

  3. Ich zähle beim FC Kreuzlingen die Zuschauer, eine Sache von wenigen Minuten. Dabei bin ich immer wieder überrascht wie die Zuschauerzahl von den Anwesenden unterschätzt wird. Zum Beispiel am letzten Spiel. 380 Zuschauer. 80 standen locker auf der BA-Seite, 20 auf der Terrasse, 20 unter einem schattigen Baum, 200 auf der Hauptseite (Tribüne), 40 rund um den Norman-Smith-Stand, 20 rund ums und im Clubhaus. Wie Markus schon sagt, ein Fussballgelände ist sehr weitläufig. Zudem sind am Anfang des Spiels oft deutlich weniger anwesend. Eintritt hat meist auch nur ein kleinerer Teil davon bezahlt (Saisonkarten, Mitglieder, Sponsoren, etc). Die Zahlen werden immer unterschätzt, eigentlich nie überschätzt.
    Rund um einen Fussballplatz ohne jegliche Stufen haben rund 1’000 Zuschauer platz, die Zahl kann ich von Markus bestätigen. Im Hafenareal und im Aegeten finden durch die Stufen bzw. die Erdwälle mehr Zuschauer platz. Meiner Erfahrung nach gibt es ab rund 500 bis 600 Zuschauern so etwas wie eine Atmosphäre. Die Zuschauerzahlen aus Widnau entsprechen auch meinen eigenen Erfahrungen auf der Aegeten. Allein schon beim Unterstand verweilen oft sehr viele Leute, vielleicht einigen wir uns statt auf Zuschauer auf Anwesende.

  4. Das Wörtchen “rund” dürfte beim Zählen von Zuschauern auf vielen Plätzen eine Spannbreite von 20-30 (plus!) beinhalten. Wobei noch zu unterscheiden wäre zwischen aktiven Zuschauern mit Blick in Richtung Ballgeschehen, sowie den passiven beim eher Lanschaftsbetrachten, oder denen an der Bratwurst und so. Wie dem auch sei. Ein Durchschnitt von 187 Interessierten in der Gruppe 6 der 2. Liga Interregional bedeutet, dass damit nicht mal eine Längsseite eines Spielfeldes zu belegen wäre. Denn dies bräuchte erkanntermassen eine “Zuschauermasse” von 230-40 stehenden Aktiven, sofern keiner mehr als 50 cm beansprucht (Gibt gelegentlich Ausnahmen!).

    Auch in der kommenden Saison dürfte also kein Stadion der 2. IR “Ausverkauft” melden. Es sei denn, ein Club klettert vehement in ungeahnte Cup-Höhen. Dann könnte es schon mal richtig krachen (von Auswärtigen). Oder es wird ein erstaunliches Derby ausgespielt, wie demnächst am Kreuzlinger Hafen und im Döbeli? Hier wird es spannen sein zu beobachten, wie es denn die Kreuzlinger Stadtgesellschaft mit Fussballbegeisterung hält – Aufbruch? Oder weiterhin mit viel Luft nach oben?

    Die Zuschauerzahlen sind heute auf manchen Plätzen oft unter Wert des Dargebotenen auf dieser Ligahöhe. Aber das ist ja seit langer Zeit ein zu beobachtendes Phänomen. Und es betrifft auch die anschliessende 1. Liga wenn ich lese, dass z.B. in der Gruppe 3 mit durchschnittlich 245 Zuschauern auch nur eine sehr kritische Masse (zum Fortbestand eines Clubs) anwesend waren. Der letzte der Liga hatte gar nur 102 gemeldet! Dazu ist – nebenbei – bemerkenswert, dass die Ersten dieser Gruppe 3 im Playoff letztlich chancenlos gegen die Ersten der Gruppen 1 und 2 waren. Aber auch in diesen attraktiveren Gruppen 1 und 2 ist das Zuschauer-Zustandsbild nicht viel bereichernder!

    Die Frage ist, was Zuschauer am Fussball denn reizt. Ist es wirklich nur die hohe Performance einer Mannschaft, ist es die Ballkunst einzelner Akteure, ist es schlicht das Ambiente, das auch ohne “fussballerischen Verstand” emotionale Inhalte vermitteln kann, oder vertritt ein Zuschauer auch die Stadt nach aussen, oder nur besonders seinen Club? Und, und, und – Fragen über Fragen. Ich weiss es nicht.

    An einer Geschichte könnte (könnte!) diesbezüglich die Erkenntnis immerhin leicht wachsen: Wenn einerseits – nur als Beispiel! – der FC St.Gallen ein gut besetztes Stadion beim Spiel seiner ersten Mannschaft meldet, und andererseits in Matchberichten wiedermal von einem fragwürdigen Kick zu lesen ist, und dann haben wir da noch den jugendlichen Nachwuchs des Clubs, seine U21, die sich gut im Mittelfeld der 1. Liga Gruppe 3 behauptet, aber aus dem Espenmoos von nur durchschnittlich 162 Zuschauern zu berichten weiss – was kann das bedeuten? Was treibt da Zuschauer der ersten Mannschaft im Kern “nicht an”, dass auch wenigsten mal 1000 von ihnen im Espen zu berichtigen wären, obwohl dort vielleicht zukünftige Spieler höherer Weihen zu beklatschen sind? Im Espenmoos ist das Spielfeld einigermassen gleich gross – und grün. Und Schiedsrichter pfeifen bei Amateuren nach den gleichen Spielregeln. Auch hier versucht der Gegner, eine Mannschaft der eigenen Stadt zu schlagen. Und die Freude nach einem gewonnenen Spiel ist gross. Und Bier und Apfelschorle oder so sind wohl auch vorhanden. Schwer, den Schlüssel zu finden, warum im (Amateur-) Fussball Dinge so sind, wie sie sind. Schönes Wochenende!

  5. Kleiner Nachtrag: Da ich noch immer – oder ewig? – eine francophile Ader seit meinem Aufenthalt am Genfersee habe, schaute ich mal nach, was es da auf sich hat mit dem brandneuen Challange-Mitglied FC Stade Lausanne-Ouchy. Der Verein, einst Gründungsmitglied des Schweizerischen Fussballverbades (1895), spielt im Stade Juan-Antonio Samaranch, einem hübschen Kleinstadion (3’200) unten am Lac Léman. Die Mannschaft machte mit ihrem Trainer (Mathe-Lehrer) seit 2012/13 einen fulminanten Aufstieg von der 2. IR-Liga, bis eben heute in die zweitoberste der Schweiz, frech wie das weitaus bekanntere Lausanne-Sports. Nur – und daher der kleine Nachtrag: Wenn ich mir die Zuschauerzahlen ansehe, so kommen mir schon einige Zweifel, ob so was auf Dauer aufgehen kann. 2012/13 – 2. IR-Liga, waren durchschnittlich 148 Zuschauer anwesend, 2016/17 – 1. Liga Classic 188, und 2018/19 – Promotion 224. Erwähnt sei, dass die Mannschaft diesen Aufstieg trotzdem grossartig schaffte!

    Und nun der Witz: SLO, so nennt man den Club in Lausanne, soll laut Verband nicht in seinem Stadion spielen dürfen, weil für die Challange andere Stadion-Voraussetzungen bestünden. Da im eigenen Stadion ein Umbau nicht fianziert werden kann, werden sie nun, wie es aussieht, ihre Heimspiele beim FC Stade Nyonnais (Promotionsliga) austragen, weil die dortige Anlage im Centre sportiv de Colovray (7’200) für die Challange homologiert sei. Bemerkenswert ist dabei, dass der Nyon-Präsident (CEO einer Uhren-Nobelmarke) nun ebenso den Club SLO in seinem Abenteuer finanziell unterstützt.

    Das ganze Heimplatzdrama erinnert an einen weiteren Club im Lausanner Umfeld, Le Mont, der sich ebenso die Challange-Liga erspielte. Da er jedoch nur über ein kleines Terrain verfügte, daher in Baulmes (FCK-ler erinnern sich!) spielen musste (Anlage von 2007, mit schöner Tribüne, 4’000 Zuschauer), gab der Club 2017 seine Challange-Lizenz zurück.

    • Die Geschichte ist im neuen “Zwölf” nachzulesen und ist wirklich in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert… Die Schweiz ist klein und ein Verwandter des Nyon-Präsidenten versuchte sich auch schon daran den FC Kreuzlingen in die Challenge League zu führen, inklusive finanziellem Scherbenhaufen…

  6. Vor einem “Scherbenhaufen” wird immerhin stets eine Idee geboren, ein Ziel anvisiert: Manchmal trägts, manchmal weniger – oder mal gar nicht. Die von mir u.a. erwähnte Situation und Entwicklung bei SLO ist wirklich interessant (Die “Zwölf” kenne ich nicht).

    Es stellt sich generell die Frage, was einen Investor animiert, wenn er sich dem CH-Fussball zuneigt. Dabei ist im erklärten Fall bemerkenswert, dass hier eng regional auf zwei Schienen gearbeitet wird. Es könnte u.a. daran erinnern, dass auch “Tell” – auf Nachfrage – einen zweiten Versuch im Köcher hatte! Wird man sehen.

    Nun kann es ja durchaus sein – und ich nehme es sogar an -, dass ein Investor tatsächlich auch mal eine echte “Freude an der Sache” empfindet – also am Fussball -, zumal dann, wenn es überdies einem gezielt regionalen Denken entspringen sollte (Dazu müsste man übrigens nicht mal zu den 300 Reichsten Schweizern gehören, wie in der vorliegenden Partie!). Interessant ist wiederum, dass der angesprochene Club-Förderer nun auch noch, wie ich lese, den südfranzösischen FC Martigues (bei Marseilles) unterstützt. Dieser CLub, der schon mal bessere Tage sah, spielt heute viertklassig, also da, wo die besten fanzösischen Amateurclubs, wie die zweiten Mannschaften von Proficlubs untergebracht sind (Bei Martigues spielte übrigens mal der illustre, heute als Schauspieler tätige Superstar Eric Cantona!).

    Also: Um etwas zu erreichen braucht es tatsächlich auch im Fussball zuerst mal eine Idee. Ob sie von einem Investor stammt, oder einer “regionalen Besssenheit auf kleinem Nenner”, ist eigentlich egal. Es geht um die gleiche Sache, zu der man zwar unterschiedliche Strategien entwickeln kann, aber auch Freude besitzen muss. Ohne geht es auf Dauer nicht. So gesehen nehme ich mal an, dass am Léman (u.a.) “Freude herrscht”!

    Was bei aktueller Gelegenheit mal interessiert ist die Frage, wie es zum Beispiel “Tuggen” schaffte, ein Dorf, kleiner als Tägerwilen, nun sogar an der Promotion zu kratzen. Schluss war dann erst nach 0:2 auswärts und 1:2 zuhause gegen (nun Aufsteiger) Etoile Carouge. Dabei waren am oberen Ende des Zürichsees lediglich gut 600 Zuschauer anwesend. Beim 0:4 Baden gegen Black Boys Basel (zweiter Aufsteiger) dagegen immerhin fast 2000. So lautet also die Frage: Was braucht es, um auch auf einem bescheidenen Nenner “höherklassig” ambitioniert sein zu können – und sogar schliesslich erfolgreich?

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