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3:0-Sieg im Stadtderby

in Stadtduell FCK vs Calcio by

Stadtderby. Ein klangvolles Wort für Fussballfans. Am 31. August 2019 war es soweit, dass erste (Meisterschafts-)Stadtderby in der 114-jährigen Fussballgeschichte der Grenzstadt am Bodensee. Und das erste Spiel überhaupt zwischen dem FC Kreuzlingen und dem AS Calcio.

Bereits eine Stunde (!) vor Spielbeginn besetzten die FC-Veteranen die besten Sitzplätze auf der Tribüne, man konnte die Anspannung spüren. Am Ende sollten 680 Zuschauer der Partie beiwohnen. Diese Saison durchaus ein Kandidat für das am besten besuchte 2.-Liga-IR-Spiel der Schweiz.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach 45 Sekunden die FCK-Führung durch Manuel Stark! Nach 16 Minuten das 2:0 durch Abbas Karaki! Wo war Calcio? Es spielte nur der FCK. Zu Beginn der 2. Halbzeit wurde der Traditionsverein passiver. Die Zuschauermeinungen waren geteilt – darf man sich nach dem 2:0 zurückziehen oder muss man das Glück weiterhin im Offensivfussball suchen? Jedenfalls wurde auch diese passivere Spielzeit schadlos überstanden. Dann drehte der FCK wieder auf. Während Alajdin Pajaziti von Calcio mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (77.), erzielte kurz darauf sein Verwandter Elmedin Pajaziti das 3:0 für den FCK (83.). Das erste Derby war Geschichte. Der Herausforderer holte sich beim Platzhirsch eine blutige Nase, man muss es so deutlich sagen.

Leider blieb der Tag nicht rundweg positiv. Defensivmotor Süleyman Celikyurt zog sich beim Spiel einen Mittelfussbruch zu, wir wünschen ihm gute Genesung!

Was war das für ein Rummel vor dem Spiel. Drei Tage vor dem Stadtderby wechselte FCK-Stürmer Giovanni Pentrelli in einer Nacht- und Nebelaktion die Seiten und heuerte beim Stadtkonkurrenten an. Gegen Widnau noch zusammen gejubelt und schon beim ärgsten Konkurrenten. Vereinstreue und unterschriebene Verträge zählen auch im Amateurfussball bei vielen anscheinend nichts mehr, dafür legt man umso mehr Wert auf kleine persönliche Vorteile die man sich durch einen Wechsel herauszuschlagen erhofft. Das man damit die ehrenamtlichen Helfer und treuen Zuschauer vor den Kopf stösst – egal.

Dann noch ein paar Sätze zu Calcio, welcher sich in der Öffentlichkeit ja gerne als der sympathische, familiäre Kreuzlinger Fussballverein zu verkaufen versucht. Calcio ist kein Stadtkonkurrent, Calcio versucht derzeit den FCK zu vernichten. Hört sich dramatisch an, ist aber so. Was passiert wenn bei Calcio jedem Junior der Jahresbeitrag durch eine Stiftung übernommen wird? Genau, auf Dauer geht kein Nachwuchsspieler mehr zum Stadtrivalen. Da kann man noch so gute Trainer stellen. Da wechselt man sogar in viel schlechtere Juniorenteams, einfach weil es dort kostenlos ist. Was passiert dann? Man wirbt dem Nachbarn auch noch die Trainer ab. Dann sterben Mannschaften, der Verein der sich korrekt verhält muss Bussen zahlen. Eine kostspielige aber schlaue Taktik um den Gegner kaputt zu machen. Am Ende erhält man auch noch den Platz, welchen man an der Volksabstimmung (trotz FCK-Unterstützung) nicht durchbrachte – den Kunstrasenplatz. Ist dann halt derjenige des FCK. Das läuft auf Juniorenebene derzeit, aber Calcio geht in allen Bereichen mit gleicher Strategie vor.

Grundsätzlich mag ich die Leute hinter Calcio – es sind Kreuzlinger die sich für den hiesigen Fussball einsetzen. Mit Engagement und Kontinuität. Doch dies wird im ambitionierten Bereich, welcher Calcio nun anstrebt, nur zusammen mit dem FC Kreuzlingen gehen, in einem gemeinsamen Verein. Ansonsten wird das eine einsame Geschichte. Calcio könnte auch zwei Ligen über dem FCK spielen, sie hätten selbst dann weniger Zuschauer als die Grün-Weissen. Wir alle wissen, die Liga alleine zieht nicht. Natürlich sind die Zuschauer finanziell praktisch unwichtig (so ehrlich muss man es leider sagen), aber Erfolg misst sich eben nicht nur im sportlichen Bereich. Es ist eine Sache der gemeinsamen Leidenschaft.

Schliessen wir mit etwas weniger Ernstem. Trotz zahlreicher Absenzen konnten wir auch auf Fanseite das Spiel positiv gestalten. Knapp 20 FCK-Fans fanden sich im Norman-Smith-Stand ein. Fast sämtliche alte und neue home&away-Zaunfahnen kamen zum Einsatz, dazu fünf neue Schwenkfahnen, zwei Spruchbänder zu aktuellen Themen und zu Beginn der 2. Halbzeit zeigten wir eine kleine Choreo mit allen Fahnen und etwas Rauch gegen die Bodenseemücken. Die Vecchi-Ultras des FCK haben nochmals zugeschlagen.

13 Comments

  1. Werden die Machtverhältnisse neu sortiert? Herrscht gar ein Bruderkampf? So klang es – medial ziemlich reisserisch – vor dem Fussball-Stadtderby FC Kreuzlingen 1905 gegen den neuen Rivalen, AS Calcio, 2. Liga interregional.

    Nüchterner betrachtet war es dann schlicht ein Fussballspiel, das 3:0 endete. Und 680 Zuschauer hatten am Hafen für 9 Franken wohl eine ansehnliche Kost Fussballkunst geboten bekommen. Gratis dazu eine Choreo, was auf diesem Liganiveau eher selten zu sehen ist. Super. Wenn da indes jemand nach dem verlorenen Spiel “eine blutige Nase bekam”, wäre das insofern bedauerlich gewesen, als von einer insgesamt “fairen Partie” gesprochen wird……

    Selbstverständlich soll auch Rivalität herrschen – aber bitte brüderlich.: “Eine Stadt”! Was dabei schon bemerkenswert ist, lässt sich an der Zahl “680” aufzeigen. Offensichtlich ist in Kreuzlingen doch noch ein Potential Fussballbegeisterung vorhanden. Zwar nicht mehr wie in den gloriosesten FCK-Zeiten. Aber immerhin! Und das könnte für eine Zukunft “auf höherer fussballerischer Ebene”, sollte diese mal vehement angestrebt werden, schon einiges zum Erfolg beisteuern. Ein Publikumsinteresse gehört einfach dazu, auch wenn aus clubwirtschaftlicher Sicht andere Ressourcen bedeutender zubuche schlagen (wie Hafetschutter andeutet). Doch für die Sponsorensuche dürfte ein “gut gefülltes Platzumfeld” immer noch einiges bedeuten. Und auch für die Stadt, die vielleicht so eher geneigt sein könnte, für die Zukunft auch mal an eine stadtgerechtere Infrastruktur zu denken. Ist allerdings aus Erfahrung eine eher zu venachlässigende Prognose! Man wiederholt sich.

    Die “680” lassen sich übrigens nicht einfach durch 2 teilen. Das Derby war exclusiv. Mehr Fussball geht tatsächlich derzeit nicht in Kreuzlngen. Und das haben doch viele zur Überraschung auch so gesehen und sich interessiert gezeigt. Der Liga-Alltag in beiden Clubs wird anstrengender sein – einmal 120, einmal 220, und so! Und es wird daher eben immer wieder mal der Gedanke aufkommen, als “Ein Team” Kreuzlingen zu vertreten. Aus verschiedenen Gründen. Wenn ich aber erstaunt lese (Hafetschutter), dass da “jemand jemanden vernichten möchte”, so wäre dieses Thema rasch einzumotten. Ich kann mich dazu nicht äussern. Doch wären Anzeichen vorhanden, sollte an oberster Clubstelle miteinander gesprochen werden. Und wenn es stimmt, dass ein FCK-Spieler drei Tage vor dem Derby noch die Seiten wechselte, so kann es einem schon ärgern. Wobei nach den Gründen zu fragen wäre, um einen solchen Schritt besser beuteilen zu können. Es sind halt Erscheinungen, die auch den heutigen Amateurfussball leider “auszeichnen”. Gibt noch eine Menge anderer “Tugenden”!

    Und sollte mal ein Geldsegen “am Platz unterhalb der Kleingärten” eine Rolle spielen, über dessen Quelle (Stiftung) sich anscheinen einiges steuern lässt, so ist es eben Tatsache, dass sich damit – gepart mit Leidenschaft – manches im Fussball bewegen kann. Mal so, mal anders. Ein nahes Beispiel: Die 70er waren die hohe Zeit des Fussballs in der Nachbarschaft. Traumhaft die Derbys FC Konstanz-DjK Konstanz vor 4’000 Zuschauer im grossen Bodenseestadion. Manager und gleichzeitig Mäzen bei der DjK (Deutsche Jugendkraft, katholisch inspiriert) war ein gewisser Herr Armuzzi aus Kreuzlingen, mit der lustigen Eigenschaft ausgestattet, ab und zu auch das Tor hüten zu dürfen (bei schwächeren Gegnern!). Der (Mäzen-) Erfolg trat ein. Der Club schrammte über die Oberste Ba-Wü-Liga knapp an der damaligen 2. Bundesliga vorbei. Danach gings bergab. A. wurde geschasst, als eines Tages die Spielergehälter nicht eintrafen .

    Es wurde auch mal über eine “Fusion” zu noch grösserer Stärke (FCK+DjK) gesprochen. Doch liest man in den Analen des FC Konstanz weiter, meinte A.: Spielerisch ginge das auf, aber die Schulden des FC wollen wir nicht übernehmen! Damit war die Sache gelaufen.

    (Übrigens ist gerade heute im “Südkurier” eine schöne Fussballszene aus längst vergangenen Tagen abgebildet (DjK, Bodenseestadion). Man glaubt in einem anderen Film zu sein! Aber es ging eben gegen SSV Ulm 1846, VfR Mannheim, usw! Heute vergnügt sich die DjK in der Kreisliga. Immerhin auf Kunstrasen, schön eingebettet in den Lorettowald. Daneben eine grosse Spielzeugauto-Rennstecke für gestandene Männer!).

  2. Wen es interessiert und/oder es aufgrund seiner Platzwahl nicht lesen konnte: Auf den Spruchbändern (“zu aktuellen Themen”) der FCK-Ultras stand Folgendes: “Callboy Giovanni”. Ich vermute, ein doppeldeutiges Statement zum Wechsel von Giovanni Pentrelli zur AS Calcio. Einerseits wechselt man überstürzt und stillos, ohne Rücksicht auf Mannschaftskameraden, Trainer, Ehrenamtliche und Fans, wenn jemand mit dem Geldschein wedelt oder mit anderen vermeintlichen Vorteilen lockt und andererseits ging’s ja eben zum Call-Center-Club AS Calcio (Blick vom 18.08.2019). Schon ein bisschen fies, aber durchaus wahr. Dann zu Beginn der zweiten Halbzeit “Eine Stadt, ein Verein – FCK 1905”. Diesen Klassiker unter den Derby-Sprüchen muss man wohl nicht kommentieren. Oder ist das vielleicht eine sanfte Annäherung oder sogar ein leiser Aufruf zur Fusion? Alle Angaben sind ohne Gewähr bzw. wie so oft reine Interpretationssache.

  3. Noch etwas zur Berichterstattung im Vorfeld. Die fand nämlich nur insofern statt, dass man kleine Medienmitteilungen des FCKs veröffentlichte. Keinerlei eigene Artikel. Das bei einem historischen Spiel – welchem immerhin 680 Zuschauer beiwohnten. Stattdessen in der Thurgauer Zeitung am Freitag: fast eine ganze Seite über den aufstrebenden Handballclub und am Samstag: fast eine ganze Seite über den entlassenen Trainer des Wasserballclubs. Im allgemeinen möchte ich über die regionale Berichterstattung nicht jammern. Meiner Meinung nach findet der regionale Sport in den Print-Medien nach wie vor eine gute Beachtung, speziell der Regionalfussball. Allerdings war die Vorberichterstattung zum historischen Stadtderby sehr schwach. Von der Kreuzlinger Zeitung und den Kreuzlinger Nachrichten kam übrigens weder ein Fotograf noch ein Reporter zum Spiel. Jazzmeile in Ehren, aber das war schwach.
    Noch etwas zur Fairness. Die war sehr gross am Stadtderby, auf dem Platz, aber auch neben dem Platz – ich habe kein böses Wort vernommen. Von uns FCK-Fans mal ein “Die Nr. 1 der Stadt sind wir”, aber soviel wird auch der Calcio-Fan vertragen. Aber unter dem Jahr ist es längst nicht immer eine fruchtbare Konkurrenz, ganz im Gegenteil. Ich weiss nicht ob das der richtige Weg ist, aber anders geht es anscheinend auch nicht mehr. Hab übrigens schon private Kommentare erhalten nach dem Motto “endlich sagt es jemand…”.

  4. Hey Leute

    Die “Sportreporter” die nicht zu einem solchen Spiel erschienen sind haben den Beruf verfehlt !! Solche Lappis sollte man mit Schimpf und Schande aus der Stadt jagen! So was unglaubliches habe ich noch nie gehört. Also : Alle FCK-Fans die ein Kreuzlinger-Zeitungs-Abo besitzen…. Abo sofort KÜNDEN denn das würde ich mir nicht gefallen lassen.
    Und noch was zum Derby: Tradition vs Geld……. Ich hoffe die Tradition obsiegt 🙂
    Beste Grüsse
    Pete

  5. Da ich die Geschehnisse nur von Ferne betrachte (Luftliniendistanz ca. 625 km – vom Konstanzer Flugplatz (EDTZ) nach Tegel (TXL) etwas weniger!), sind mir Berichte in den Medien stets willkommen. Mir fiel auf, dass rund ums Stadtderby nur wenige Text- und Bildjournalisten der papierenen, bildgebenden oder elektronischen Medienzunft unterwegs gewesen sein müssen. Die Thurgauer Zeitung beobachtet aus meine Sicht Kreuzlinger Sportbelange der klassischen Mannschaftssportarten eher ausfmerksamer, zeitnaher. Hängt viel vom entsprechenden Korrepondenten/von der Korrespondentin ab. Dass nicht automatisch in ordentlicher Ausführlichkeit in Bild und Text lokal über die Kreuzlinger Fussballszene berichtet wird, zeigt den relativen Stellenwert auf, den diese Sportart derzeit in der Stadt besitzt. Umso erstaunlicher, dass doch ein reger Zulauf zum Derby stattfand. Weniger erfreulich, dass aktuell wiedermal – zum x-ten Mal! – über die Entwicklung auf Seezelg “nur diskutiert” wurde (Zuerst in der Thurgauer Zeitung gelesen!). Ich weiss nicht, ob überhaupt ein Vertreter des Fussballs an der Entwicklung “Seezelg II” mitwirkte. Resultat – soweit es den Fussballsport betrifft -: Die Planungssicherheit hat weiterhin die kommende Generation in 15 Jahren zu beschäftigen (war längst bekannt). Mein Kommentar dazu (in Rest-Thurgauertütsch): “Jetzt heinomol – machet doch entli vorwärts. Was söll diä Verströschtig!”. Dabei wurde dort – hinterm Schwimmbad – schon vor rund 20 Jahren eine grosse Tribüne auf diesem letzten flachen Landflecken der Stadt geplant. Enorm! – Bild vorhanden (bei Hafetschutter). Inzwischen kamen auf Seezelg weitere Landbegehrlichkeiten zur Anmeldung, die für den Fussballsport nichts Gutes versprachen. Zudem sind bereits Bedenken aufgekommen, was den Verkehr, den Lärm und die Beleuchtung betrifft. Das kann ja in 15 Jahren heiter werden! Wobei durch die Flächenreduktion für mich nicht vorstellbar ist, dass dort für den Fussballsport “no öppis Gschiids” auf die Beine zu stellen wäre, also inklusive eines repräsentativen “Platz Nr. 1”! Besonders die Anforderungen an einen Hauptplatz sind heute um vieles komplexer, raumforderner, als noch vor 10-20 Jahen. Somit plädiere ich wiedermal um den raschen Bau eines veritablen “Städtischen Stadions”auf……Klein Venedig.! Baubeginn: Frühling 2020 – Herr Zülle, Frau Raggenbass: An die Schaufeln! Auf Seezelg kann dann ab 2035 “die nächste Generation” mit dem Bau von Trainingsplätzen beginnen. Es sei denn, es gehen dann 15 weitere Jahre Planungssicherheit in die Analen der Sportstadt ein. Die Aussichten sind diesbezüglich aus jahrzehntelanger Erfahrung in der Sache nicht von der Hand – “äh vom Fuess” zu weisen!

  6. Lieber Daniel

    Herzlichen Glückwunsch zum Sieg vom Samstag, welcher auch in dieser Höhe absolut verdient war. Der FCK hat das Spiel von Anfang bis Ende dominiert und uns klar die Grenzen aufgezeigt.
    Wir werden an uns arbeiten, damit wir schon in der Rückrunde den Zuschauern ein ausgeglicheneres Spiel bieten können. Nichts desto trotz, liegen wir mit 6 Punkten nach 4 Spielen absolut im Soll.

    Es ehrt uns, dass ihr euch so sehr mit dem AS Calcio beschäftigt. Das zeigt, dass ihr durchaus mitbekommt, was für eine Wahnsinnsarbeit bei uns geleistet wird.
    Alleine in der letzten Saison haben nebst der 1. Mannschaft auch die 2.Mannschaft, 2x die A-Junioren, 2x die B-Junioren, sowie die C Junioren den Aufstieg geschafft. Scheint so, dass auch beim AS Calcio Qualitäten bei den Trainern verfügbar sind 😉
    Vielleicht auch ein Grund, wieso wir bei den Junioren so beliebt sind …

    An dieser Stelle, und das meinen wir ohne jegliche Ironie, finden wir den Aufwand, sowie die Berichte von Dir schlichtweg genial. Solche Fans / Unterstützer wünscht sich jeder Verein.
    Nichts desto trotz, entspricht Dein letzter Beitrag nicht ganz der Realität, deshalb wollen wir ein paar Punkte klarstellen 😉 Auch weil Deine Veröffentlichung von Falschinterpretationen und nichtwissenden Tatsachen bei den Vereinsmitgliedern für grossen Ärger sorgt.

    Junioren:
    • Auch beim AS Calcio zahlen die Junioren einen Beitrag: 80 CHF + 100 CHF Sponsorenlauf (Total 180 CHF)
    • Die Stiftung engagiert sich für die Integration von Kindern, vorallem von Kindern aus sozialschwächeren Familien, und erlaubt allen Kindern in einem Verein Fussball spielen zu können. Zudem haben sowohl die Spieler, wie auch die Eltern gewisse Vorgaben und Verhaltensregeln zu erfüllen.
    • Kein Trainer ist in den letzten 6 jahren zum AS Calcio gewechselt. Die von Dir angesprochenen Trainerabgänge erfolgten demnach zu einem Fussballverein ausserhalb der Stadt … incl vieler Junioren.

    Giovanni:
    • Giovanni ist zum AS Calcio gewechselt, weil er den familiären Umgang schätz. Sowohl sein Vater (Trainer), Schwager (Trainer) und Neffe (Spieler) sind beim Verein tätig
    • Weiter verzichtet Giovanni auf sehr viel Geld, was er beim FCK bekommen hätte (irgendwo müssen ja die 350’000 CHF Budget für 2019/2020 hin) 🙂

    Platz:
    • Der Kunstrasen gehört der Stadt und nicht dem FCK, zudem hat der AS Calcio beim Bau des Platzes einen wesentlichen Beitrag dazugeleistet. Der Platz ist von Anfang an, basierend auf die jeweiligen Anzahl Mannschaften, auf beide Vereine zugeteilt und da aktuell der FCK nur noch 7 Mannschaften hat, oder sind es bereits nur noch 6 (die C Junioren haben ja alle Spiele Forfait verloren)? Werden in Zukunft auch vor allem Calcio Mannschaften (aktuell 18 Teams) auf dem Kunstrasen trainieren.
    • Vielleicht kannst Du hier mal einen Beitrag schreiben, wie man von 7 Mannschaften auf 15 kommt … Vorlage Abstimmung Kunstrasen im Februar. Hast Du Dich darauf bezogen mit dem immer „korrekt“?

    Schade, dass uns der Aufstieg erst zu dieser Saison geglückt ist .. Ansonsten hättet ihr uns wohl auch für die FCK Performance der letzten 20 Jahre verantwortlich gemacht 🙂
    Oder auch dafür, dass der FCK bei der SUVA Fairplay Trophy auf dem 959 Rang liegt .. Bei 1069 gemeldeten Vereinen. (Calcio steht hier auf 358 ;-))
    Vergessen hast Du auch, dass fast alle Vorstandsmitglieder vom FCK in den letzten Jahren zurückgetreten sind (Du Inclusive) … Auch hier hat Calcio ihnen wohl eine Saisonkarte und eine Salsiccia dafür geboten 🙂

    Dani, wir können Dich beruhigen, wir haben nicht vor den FCK zu vernichten … wir sind überzeugt, dass sie es selber hinbekommen 😉

    Zu guter letzt. Was uns vom FCK fehlt ist uns noch nicht ganz schlüssig. Falls es eine Fan Gruppe ist, können wir Dich beruhigen. Die Averna Kurve wurde bereits gegründet 😉

    In diesem Sinne, weiterhin alles Gute
    Vorstand AS Calcio Kreuzlingen

    • Lieber AS Calcio
      Auch beim FCK können sozial schwache einen Antrag stellen um den Jahresbeitrag erlassen zu bekommen. Da Ihr es euch aber leisten könnt, sehr niedrige Jahresbeiträge anzubieten, macht Ihr das Gefüge kaputt und das ist für einen normal wirtschaftenden Verein einfach ein grosses Problem. Auf eurer Homepage steht übrigens: “Die Stiftung übernimmt sämtliche Jahresbeiträge aller Junioren welche mittels einer Beitrittserklärung ihre Vereinsmitgliedschaft bei der AS Calcio bestätigen”, weiter steht dann was von 50 Franken für Ausrüstung. In den Medien heisst es auch immer Gratis, die Spieler müssten nur beim Saisonfest erscheinen, dass wär alles – so jedenfalls eure Eigenwerbung.
      Das ein Spieler drei Tage vor dem Stadtderby zum Konkurrenten wechselt, ist unter keinen Umständen ein normaler Vorgang, zumal Giovanni eine sehr faire Chance hatte beim FCK zum Einsatz zu kommen.
      Natürlich gehört der Platz der Stadt, der Vorgang ist der gleiche.
      Gratuliere das ihr derzeit nach Fairplay-Punkten vor uns steht, wäre jetzt müssig zu erwähnen was bei uns alles besser läuft, ich erwähn nur mal die Aktualität eurer Homepage, knappe 100 Zuschauer bei der Liga-Premiere etc. Das bei Euch auch vieles gut läuft stelle ich gar nicht in Frage. Genauso wie ich auch nicht behaupte, dass Ihr an allem Schuld seid was beim FCK nicht optimal verläuft.
      Aber ich komme jetzt zum entscheidenden Punkt. Ich bin einfach wahnsinnig enttäuscht, dass wir nicht zusammen arbeiten. Entschuldigt wenn ich da vielleicht zu emotional bin, aber es tut weh, dass wir in Kreuzlingen den Fussball nicht zusammen vorwärts bringen – und ich bin überzeugt, ihr könntet in vielen Bereichen auch vom FCK profitieren, welchen ihr bei jeder Gelegenheit schlechtzureden versucht.
      Ich esse am Rückspiel gerne bei euch eine Salsiccia und wenn sie mir nicht schmeckt ist euer Grillmeister schuld und bekommt eine 1er-Wurst-Bewertung im Matchprogramm 🙂 ….und ohne Ironie – ich respektiere eure Arbeit ebenfalls sehr, wie ich im Blog auch schon erwähnte.

    • Zuerst möchte der “Vorstand” der AS Calcio ironiefrei bleiben, driftet aber dann relativ schnell ins Zynische und Gehässige ab. Dabei erbringt er mittels dieses Posts den Beweis gerade selber, dass der FCK schlechtgeredet wird, wie Hafetschutter richtig anmerkt. Das mag ich nicht so, auch wenn ich eine gesunde Rivalität befürworte; persönlich sollte es nicht werden (wird es nachfolgend wohl aber doch ein wenig). Apropos persönlich… Wenn der “Vorstand” etwas postet, ist das ein bisschen schwammig, sind doch beim Vorstand der AS Calcio aktuell 12 Personen aufgeführt (Homepage, Stand: 04.09.2019). Wäre schön zu wissen, wer den Post denn nun verfasst hat (alle 12 vor einem Laptop? Klingt familiär). Die Sticheleien sind m.E. gegenseitig und beide Seiten sollten sich mässigen. Was der “Vorstand” der AS Calcio an Gehässigkeit unterlassen sollte, müsste Hafetschutter vielleicht in die Recherche investieren (inkl. “Zeugenbefragungen”). Dies wäre sicher sinnvoll; aber wer ist schon perfekt (insbesondere beim Fussball). Aufgrund des “Vorstands”-Posts bleibt aber schon der fade Beigeschmack, dass man sich mit allen Mitteln verteidigen möchte. Nichts mit “geniessen und schweigen”; nein, volles Rohr! Laut und rechthaberisch. Dabei weiss man aus der Küchentischpsychologie, dass vehemente Negierung oft nur die entsprechend heftig negierte eigene Neigung verbergen möchte. Das kann man aber sicher auch anders sehen. Nicht anders sehen kann man die Performance der AS Calcio an besagtem Derby-Nachmittag. Schüsse aufs Tor? Zweikämpfe? etc. Nicht vorhanden. Ein namentlich nicht genannter Beobachter meinte, dass die AS Calcio wohl zu fest gehyped würde. Ich weiss es nicht. Aber den Erwartungen wurde sie jedenfalls in keinen Belangen gerecht. Und wenn der Pentrelli-Abgang nicht stillos war, dann weiss ich auch nicht… Das ist dann schon gefährlich nahe an einer verzerrten Wahrnehmung. Ein bisschen Reflexion täte diesbezüglich sowohl Pentrelli als auch der AS Calcio gut. Lustig ist in diesem Zusammenhang der Verweis seitens des “Vorstands” der AS Calcio auf die Fairplay Trophy. Ganz grosses realsatirisches Kino! Zum Schluss noch eine gewagte Fantasie: Wenn man schon nicht offiziell zusammenarbeiten kann, wäre es im Hinblick auf einen allfälligen zukünftigen Cup-Fight eine tolle Sache, wenn man zumindest ausnahmsweise fan-mässig “united & strong” den FC Luzern oder irgendeinen anderen Provinzclub zumindest mittels Präsenz ein wenig in die Schranken weisen könnte.

    • Ich halte wenig davon, lieber Vorstand vom AS Calcio Kreuzlingen, wenn nun gegenseitig (!) “gefrotzelt und geplappert” wird, was das Zeug hält. Ist schlicht unsportlich! Gibt es auffällige Misstände, so sollen diese an oberster Stelle der Clubs mal angesprochen werden. Meinetwegen bei einem (oder zwei) Vierteli Chianti im “Centro”, oder – wenn es weinbezogen teurer sein sollte: einem echten Barolo! (Ich selbst trank übrigens heute ein Glas Primitivo aus Apulien/Puglia! – dies nebenbei)

      Dass verschiedene Auffassungen bestehen, wie ein Club geführt werden soll, welche Zielsetzungen er vorzugeben gedenkt, ist klar. Dies bezieht sich heute auch – wen wunderts – auf materielle Resourcen, ohne die selbst im Amateurbereich (besonders im ambitionierten) wenig läuft. Sonst geht eben tatsächlich nicht allzu viel zwischen 7.32 x 2.44 hindurch! Ist einfach so. Man kann es für gut halten – oder für bedenklich.

      Zum FCK: Dass er bereits seit 1905 besteht, ist schon ein sportliches Ausrufezeichen in der Stadt. Zumal sich wärend der langen Zeit, nicht nur in den gloriosen 30-ern, eine ganze Reihe schöner Erfolge angehäuft haben. Er mutierte daher ohne Zweifel zum auffälligsten Fussballclub zwischen dem Tannzapfenland und dem Bodensee!

      Und die AS Calcio? Ein noch immer junger Verein versucht sich in der Stadt zu etablieren – sogar darüber hinaus, wie man lesen kann. Dazu ist der Club (derzeit) auf einem ordentlichen Weg. Noch fehlt ihm aber der starke Publikumszulauf (doch der hat auch beim FCK viel Luft nach oben!). Aber die Jugendarbeit bei der AS scheint gut zu laufen. Ist wohl administratif und materiell etwas anders formiert, wie beim FCK.

      Und eine Fusion? Über eine solche Möglichkeit zu schreiben, könnte sich eigentlich erübrigen, meinen sie doch, liebe ASC-Vorständler, der FCK würde sich (wohl eines Tages) “selbst vernichten”. Dann bliebe (zumindest vorläufig) tatsächlich nur noch ein Tschutticlub in der Stadt übrig. Schade. Und die Fusion wäre vom Tisch gefegt. Solche Bemekungen (“vernichten”) bringen “Fussball Kreuzlingen” definitiv nicht weiter, von welcher Seite solche und ähnliche Hiebe auch kommen mögen! Da ist eindeutig ein “Doppelrot” zu verteilen.

      Nun trotz allem noch ein Wort zur einer (eigentlich noch nie echt im Zentrum gestandenen) “Fusion”! Eine solche wäre, sollte der Gedanke wirklich mal kräftig aufkommen, von Bedingungen abhängig, die in Kreuzlingen mindestens derzeit bei Weitem nicht erfüllt sind, sich im näheren Zeitverlauf wohl auch nur unter besten Bedingungen erfüllen liessen, da besonders auch die Stadt eindrücklich dahinter stehen müsste. Mit dem derzeit städtischen Modewort “Planungssicherheit” geht jedoch “mit Sicherheit” nichts voran. Solange dieser Begriff herumgeistert, wären alle gezielten Bemühungen zwecklos, volle Begeisterung für ein Vorhaben zu entwickeln, das der Kreuzlinger Sportgesellschaft einen “Mehrwert” verschaffen sollte – oder sagen wir mal vorsichtshalber: könnte! Denn nicht jede Fusion ist gleich ein erfolgreicher Selbstläufer. Muss man nicht besonders erwähnen!

      Tatsache ist wohl auch: Solange sich Erfolge einkassieren lassen, dann besonders die AS Calcio wenig Reiz verspürt, zu fusionieren. Und der FCK erhofft sicher noch immer, doch eines Tages die Schwelle ” Zweite interregionale Liga” wiedermal überschreiten zu können (Was ja letzte Saison auch fast geklappt hätte, doch jahrelang schon verfehlt wurde).

      Eine Fusion zu installieren, um damit “nur die 1. Liga Classic” zu erlangen, reichte übrigens nach meiner Überzeugung absolut nicht aus. Diese Liga ist kein “Reisser”, mehr eine “höhere Genugtuung” nach jahrelanger Arbeit. Also müsste schon ein anderes Ziel proklamiert werden. Damit meine ich: Mindestens die Promotion, auch um die derzeit noch ziemlich verschlafene Fussballgemeinde am schönen lago di costanza mal tüchtig aufzurütteln.

      Wenn mich beim ASC etwas wundert, so die Art der kürzlich vehementen Suche nach einem besonders auch für die Jugendarbeit sinnvollen Trainingsgeläuf – genauer: Einem Kunstrasen. Es war eine ziemlich verfehlte Annahme, dass, wenn auch erst 100 oder 200 Zuschauer am Spielfeldrand stehen, bei einer fussballsportlichen Abstimmung dann sogleich Massen für ein grösseres Projekt zu begeistern wären. Dieser Schuss ging leider daneben, auch wenn selbst der FCK anerkennenswert (!) für ein “Ja” geweibelt hatte. Somit wäre es besser gewesen, die Anlagekosten nur auf das Niveau zu heben, die der Gemeinderat in eigener Kompetenz hätte verabschieden können. Es wäre allerdings eine sehr einfache Kunstrasen-Anlage geworden. Womöglich schielte man auf das – für einmal – schöne erste Projekt der Stadt, was gleichzeitig einem properen interregionalen Geläuf gleichgekommen wäre. Mit entsprechendem Zuschauerbereich! Allerdings: Gegen den Gemeinderatsbeschluss (Kunst….), wäre wohl eine grüne Opposition entstanden. Es sei denn, die damalige Ablehnung hatte noch andere Gründe! Es darf spekuliert werden. Zum Kunstrasen sei nochmals erwähnt, dass ich aus eigener Erfahung (Enkel) feststellen kann, wie manche Aktivitäten von Trainern heute nicht mehr duchgeführt werden könnten, ohne über einen sicheren Platz für das gesamte Jahr vefügen zu dürften. Der Platz ist immer bespielbar, braucht wenig Aufwand, steht spielerisch bestens für alle anzutrainierenden Situationen bereit, hat sich bewährt. Aber das schreibt eben ein – na ja – Insider. Und Outsider sind in bestimmten Fällen halt in der Mehrzahl. Dann fällt oft ein demokratisches Damoklesschwert……..!

  7. Nein, “pete” – kündigen muss man da nichts! Und “Lappis” schwirren in Kreuzlingen unter “Sportreportern” sicher keine herum. Es ist weit zielführender, bei (persönlich) festgestellten Ungereimtheiten in der Berichterstattung mal zu hinterfragen, wie man es in Zukunft besser angehen könnte. Wobei der Ist-Zustand als Referenz zu nehmen wäre. Da treten eventuell schon mal Differenzen zum effektiven Zustandsbild auf. Wir als Konsumenten wünschen uns selbstverständlich oft mehr als das Optimum, was eine Zeitung überhaupt zu leisten vermag, sehen uns gerne im Zentrum. Ist ein Stück Leidenschaft zur Sache. Und so wäre mal ein gegenseitiges Gespräch (Medien-Sportfan-Club) wohl sinnvoller, als sich gleich in einen Kampfmodus hinein zu steigern. Kämpfen überlassen wir dem FCK auf dem Feld der Begierde! Was sicher grundsätzlich verbesserungswürdig wäre, ist eine allgemein aktuellere, somit raschere Berichterstattung. Dies betriff aber auch viele Internetauftritte in Regie der Clubs. Vielleicht sind dem Amateurbereich einfach auch mal Grenzen gesetzt, da vieles ja eher ehrenamtlich abläuft. Umso erstaunlicher, dass man ab und zu – selbst bei unterklassigen Clubs (in meinem Umfeld) – “anderntags” gleich mal ein Video vorgesetzt bekommt, was sich da abspielte. Muss nicht unbedingt sein. Ist aber hübsch.

  8. Tja , mit manchen Zeitgenossen muss man(n) eben ab und zu etwas härter ins Gericht gehen ! Kuscheltime kann von mir aus bei einem “Chüngelizüchterverein” angewendet werden.
    Aber bei so einem Event…. ? Beinahe 700 Zuseher bei einem 90 Minütigen Anlass ohne Zeitungs-Schreiberlinge,wo gibt es den so was ??
    Da war schlicht kein Interesse vorhanden! Und im Ehrenamt arbeitet da sicher keiner.
    Die werden mit Bestimmtheit entlöhnt,finanziert über die Werbung im Blatt und mit den Abo`s der willigen Leserschaft.
    In der Stadt Kreuzingen wird dem Fussball praktisch kein Gehör geschenkt,das ist einfach Fakt. im Sorry ! 🙂

  9. Lieber “pete”! Mit “Ehrenamt” habe ich natürlich Vereinsarbeit gemeint. Dass Korrespondenten, zumal von der Zeitung gestellt, ordentlich bezahlt sind, ist anzunehmen. Viele Sportbeiträge, Reportagen, usw., die z.B. auch in der Kreuzlinger Zeitung erscheinen, kommen mir auch als Beiträge “aus den Vereinen heraus” vor, wo sich einer – oder eine – für den Verein ein Herz fasst und sich besonders anstrengt, Ereignisse transparent zu machen. Im Besonderen bei geernteten Lorbeeren. Da ist auch ein gehöriges Mass an (gratis) “Werbung in eigener Sache” dabei, meine ich. Und im Blatt oder im Internet wir es damit auf eine informative Art munterer, trägt zum Bewusstsein bei, was alles – hier sportlich – in der Stadt so abgeht. Ich habe dabei den Eindruck, dass auch über viele “Randsporarten”recht oft berichtet wird. Das ist die gute Seite.

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