Bei den Schwarzen Teufeln

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Borussia Neunkirchen und sein Ellenfeld-Stadion. Saarländische Fussball-Legenden, düstere Orte, tonnenschwere Geschichte, herzliche Menschen – all das gab es auf unserer Fussballkultur-Reise.

Neunkirchen, ein Stadtbild wie man es eher in England verorten würde. Steile Strassen an denen dicht an dicht heruntergekommen Häuserwände kleben. Ohne Eingemeindungen kaum über 20’000 Einwohner, kaum ein sichtbares Zentrum, Nebel an diesem Novembertag, überall Erinnerungsorte an ehemals grosse Zeiten der Industrialisierung, ein paar Lichter brennen als Erinnerung an die Progromnacht vor 81 Jahren. Grau und Düster präsentiert sich uns das ehemalige Bergbau-Städtchen.

Mittendrin beim örtlichen REWE-Markt erhebt sich vor uns wie ein altes gestrandetes Schlachtschiff das Ellenfeld-Stadion. Hier wird seit über 100 Jahren Fussball gespielt, mitten im Ort, lange erstklassig. Die Tribünenausbauten zeugen von den drei Bundesliga-Jahren Ende der 1960er. Dieser Bau mit seinen unterschiedlichen Tribünen, seiner angebauten Turnhalle, seiner legendären “Spieser-Kurve” nimmt uns für die nächsten Stunden in Beschlag. Fast alle Einwohner des Ortes würden hier drin Platz finden, es ist aber nicht unbedingt die Grösse, es ist die Aura die uns fortan nicht mehr los lässt.

Wir treffen Tobias, er hat ein Buch über das Ellenfeldstadion geschrieben. Er berichtet uns auf einer Führung über die glorreichen und tragischen Momente der “Schwarzen Teufel”. Das Ellenfeldstadion ist der monumentale Stolz des Vereins, des ganzen Ortes. Das einzig verbliebene was Neunkirchen ausmacht, es abhebt, besonders macht. Der Verein war immer Spiegelbild der Wirtschaft, es gab goldene Zeiten im Ort, tragische Entlassungswellen. Die Schliessung der Schwerindustrie traf den Ort hart, in jüngster Zeit sieht es auch nicht rosig aus.

Wir sind beeindruckt, staunen, bewundern. Unsere Gefühle gehen auf Achterbahnfahrt, mit Beginn des Spiels wird uns langsam etwas anderes klar, der ganze Ballast dieses rostenden, verfallenden Monuments.

Nach der Führung also das Spiel. Saarland-Liga, der Gegner heisst SV Saar 05, ein Traditionsduell. Fehlpässe, 200 Zuschauer, dem FC Kreuzlingen würde ich gute Chancen ausrechnen. Es gibt ein paar Fans mit Trikot und Schal, alle über 40, 50 dazu ein paar Zaunfahnen (Fan-Fanfreundschaft mit Schwarz-Weiss Essen, einem anderen Gefallenen). Wir haben nicht mehr erwartet. Selbst nennen sich die Zuschauer scherzhaft “die letzten ihrer Art”. Ein Museum wider Willen.

Rhytmisches Klatschen der Borussen auf der Tribüne, darunter einige alte Spieler-Helden der Borussia, alle über 70, 80 Jahre alt. Es nützt nichts. Die 2. Halbzeit läuft, 0:1, 0:2 für den Gast aus Saarbrücken. Ein einsamer Saar-Fan führt einen Freudentanz im Gästeblock auf und ballt die Fäuste in den Himmel. Die Schwarzen Teufel nehmens gelassen, die Aufstiegsplätze zur Oberliga sind weit entfernt, absteigen sollte man auch nicht. Es geht schon im November um nichts mehr.

Das Gesehene entfaltet Wirkung auf unsere Reisegruppe. Drückende Tradition, ein monumentales Stadion welches eine immense Erwartungshaltung ausstrahlt. Das Ellenfeld scheint fast von selbst zu rufen: “Gewinnt, macht uns keine Schande, wir sind doch soviel Grösser!”. Vereine wie Kreuzlingen können sich im Amateurfussball arrangieren, hier fällt so etwas ungeheuer schwer.

Es spricht sich herum das Schweizer hier sind, es wird uns Bier spendiert, es werden Fanzines gekauft, der sympathische Präsident lädt uns in den VIP-Raum. Die “Neinkeijer” erzählen uns von ihrer Geschichte. Dem Bundesliga-Abstieg mit dem Phantom-Tor. Ein älterer Fan kommt auf mich zu: “Mein Vater war Kameramann beim WDR, ich fuhr die Filmrollen ins Studio, hätte ich sie doch in einen Fluss geworfen, vielleicht wäre das Spiel nie wiederholt worden, würde Borussia noch in der Bundesliga spielen”. Ein Fan der seinen Verein selbst zum Schafott brachte, eine amüsant-tragische Anekdote.

Der Präsident erzählt uns wie er noch Stunden vor dem Spiel gegen Saar 05 helfende Hände suchte um den Spieltag über die Bühne zu bringen. “Ein Dorfverein hats da viel einfacher”, hier findet sich niemand nach dem Niedergang. Die Frau des Präsidenten steht also hinter dem Tresen, ein paar wenige machen alles und das eigentlich viel zu professionell für die Liga. Ein Hochglanz-Matchprogramm, eine starke Internetseite, ein kleiner Fanshop, ein Kraftakt. Die Vereinsgaststätte im Stadion musste schliessen, es findet sich kein Personal mehr. Der Verein hat die gleichen Probleme wie jeder Amateurverein, nur noch grössere Sorgen durch sein Ellenfeld, vielleicht auch grössere Hoffnungen.

Einmal kam ein Investor, er wollte einen Neuanfang, ein neuer Sportplatz etwas ausserhalb der Stadt sollte es werden, eine kleine Tribüne die ja reichen würde. Eine Viertelstunden hörten ihm die Fans zu. Dann wurde der Investor mit Schimpf und Schande überhäuft: “Das Ellenfeld, den ganzen Stolz, die Erinnerung aufgeben, niemals!”. Der Investor in spe stieg in sein Auto und wurde nie mehr gesehen.

So kämpfen die Neunkirchener weiter mit ihrem Stadion, stopfen Löcher, sperren Tribünen, hantieren mit Farbeimern an ihrer Geschichte. Sie können nicht ohne ihr Stadion sein, ihrem Ort der Erinnerung, der Identifikation. Eine Frau mit gestrickter Borussia-Schürze stellt mir ein nächstes Bier auf den Tresen, ihr Schwiegervater, heute über 90, bekäme immer noch Autogrammkarten zugeschickt. Sie berichtet mir von der Stadt die eine Tribüne abbrechen wollte, aber die Abrisskosten seien zu hoch gewesen, man versucht sie derzeit unter Schutz zu stellen – wohl aussichtslos. Zwei Millionen seien zur Renovation des Stadions gesprochen worden. Zwei Millionen. Es wird vielleicht reichen um ein paar beheizte Räume zu dämmen. Das Ellenfeld als erdrückender Betonkoloss.

Es spricht auch manches für den Erhalt des Stadions. Noch immer hat der Verein ein Zuschauerpotential. Erst vor kurzem begleiteten die Schwarzen Teufel 800, 900 Borussen an ein Auswärtsspiel auf dem Land. Bei wichtigen Spielen kommen schnell mehrere Tausend ins Ellenfeld, doch die wichtigen Spiele finden kaum noch statt. In unserem “Hotel Ellenfeld” unweit des Stadions berichtet man uns von noch immer regelmässigen Fussballtouristen. Es müsste nur ein potenter Geldgeber den Traditionsverein erwecken, einer welcher die Einzigartigkeit des Ellenfelds zu schätzen weiss. Mit einem Neubau könnte man tatsächlich auch alles verlieren, zu einem seelenlosen Verein vor den Stadttoren werden welcher wie tausend Andere in den Niederrungen herumdümpelt und dessen Geschichte in Büchern vergessen geht. Das Ellenfeld als Chance. Die Sache ist nicht so einfach.

Manchmal, bei den grossen Spielen, schauen wieder die alten Hooligans vorbei. Beliebt sind sie aufgrund ihres rechten Gedankengutes nicht. Doch was wollen die wenigen Fans gegen sie ausrichten. Die Hooligans trainieren in ihrer Freizeit, die Fans sitzen am Tresen. Kampfmaschinen gegen bierbäuchige Teufel, sowas kommt nicht gut.

1. von links: Nick (hoerfehler.org), 4. von rechts: Jan (Altona93-Fanzines), 3. von rechts: Alexander Kunz (Präsident Borussia Neunkirchen), 1. von rechts: Udo, Borussia-Fan und dazwischen die Kreuzlinger/Winterthurer Fan-Delegation.

Wir verabschieden uns schweren Herzens von den Schwarzen Teufeln und ihrem Clubheim. Ziehen durch dunkle Nebelschwaden einer scheinbar verlorenen Stadt. Nur das Stadthaus und die örtliche Bank scheinen renoviert zu sein. In ersterer sitzt die SPD seit 1945, in letzterer werden die Kredite vergeben. Egal wo wir auf Menschen treffen, sie begegnen uns freundlich und interessiert, als ob sie mit ihrem frohen Gemüt der Schwere des Ortes etwas entgegen setzen wollen.

Im Irish Pub, welches nicht mehr Irish Pub sei wie man uns erklärt, sondern nun das Black Sheep wäre, dessen Einrichtung aber immer noch die alte war, lief den ganzen Abend die gleiche Musik. Die junge Barfrau lächelnd zu uns: wir sollen hier bleiben, Schweizer hätten Geld. Plötzlich fiel das Licht aus, als ob man dem Klischee der armen Stadt noch eins drauf setzen wollte. Im dunkeln sassen wir im Irish Pub welches was anderes sein will, aber die Schatten der Vergangenheit nicht abstreifen kann.

Zurück im Hotel Ellenfeld erzählte uns der Wirt, dass er seit 55 Jahren nicht mehr zur Borussia ginge, die Goldenen Zeiten seien vorbei. Jeden Tag sieht er die riesig auskragende Tribüne vor sich. Sein Hotel trägt den Namen des Stadions, seine Gäste kommen wegen des Stadions. Nicht mal ignorieren scheint hier eine gute Lösung.

Am nächsten Tag führte uns Yannick ins elsässische Riquewihr. Uns erwartete ein herausgeputztes Kleinod mit wunderschönen Fassaden, grösser hätte der Kontrast kaum sein können.

Vielen Dank an unsere Reisegruppe für die Freundschaft unterwegs, an Jan aus Hamburg für das schöne Wiedersehen, an Nick und seine Freundin für die spannenden Gespräche und die Gastfreundschaft und an alle Schwarzen Teufel welche uns einen eindrücklichen Tag in ihrem Ellenfeld bescherten.

Bebildert wurde dieser Blog mit Yannicks Fotos von unserer Reise, vielen Dank! (Ausser Foto mit Spielszene und Gruppenfoto: Jo Frisch)

Kurzbericht Internationale Stadiongäste auf borussia-Neunkirchen.saarland

Was war noch? Unser FCK verlor auswärts gegen den FC Bassersdorf mit 3:2 und verabschiedete sich damit bereits in der 1. Vorrunde aus dem Schweizer Cup.

Zugabe, Stadionmusik bei Borussia Neunkirchen:

4 Comments

  1. Es ist schon so, dass der Niedergang besonders der Schwerindustrie an der Saar auch einen Kolateralschaden im Fussball mit sich brachte. Gleiches betraf ebenso das Ruhrgebiet schmerzlich, wo sich nur noch einige grosse Clubs halten konnten. Wobei es letztlich auch um ein “verlorenes Gemeinsamkeistgefühl” ging, das sich so treffend mit Fussball verwirklichen liess, man sich ja bereits aus den grossen Betrieben kannte, am Sonntagmorgens in die Kirche ging, nachmittags in Massen dann eben ins Stadion pilgerte, montags wieder zur Arbeit stürmte. Besonders die einst gut aufgestellten mittleren Vereine betraf es hart. Sie sind aus dem kollektiven Bewusstsein ziemlich verschwunden. So von der Saar eben auch Borussia Neunkirchen. Oder Röchling Völklingen. Ein Stück weit gar der FC Homburg. Und andere. Damit sind heute auch die grossen Stadien einzelner Vereine weit überdimensioniert und wirtschaftlich kaum mehr zu betreiben. Selbst der grosse 1. FC Saarbrücken hat Mühe, sich wieder mal oben zu zeigen. Es ist zu hoffen, dass er dieses Jahr den Aufstieg wenigstens in die 3. Liga schafft. Wäre fürs Saarland schön. Konkurrent SV Elversberg, ein stets rühriger Saarland-Verein, derzeit in der Regionalliga Südwest punkgleich mit dem 1. FC an vorderster Stelle, dürfte allerdings zu einem hartnäckigen Gegner werden. Und wenn heute in dieser Ecke die Regionalliga-Derbys wieder “ordentlich” besucht sind, so zeigt sich ein gewissses Zuschauerpotential, das trotz Durststrecke noch immer einigermassen vorhanden zu sein schein.

    Es ist zu hoffen, dass die Kreuzlinger Reisegruppe mit ihrem Besuch im Ellenfeld-Stadion immerhin etwas Positives zur Zuschauermisere eines einstigen Bundesligaclubs beitragen konnte. Denn 200, die gegen den Nachbar Saar 05 aus der Hauptstadt ums Sechstliga-Geviert standen , ist schon dürftig.

    Sehr dürftig allerdings auch die 80, die dem Bassersdorfer Sieg gegen den FCK beigewohnt hätten (3:2). Man fragt sich schon….! Dabei ist der Cup für einen CH-5.-Liga-Club eine einmalige Saisonchance, sich nach der Qualifikation mal durch Losglück einer breiteren Öffentlichkeit zeigen zu können. Der Kreuzlinger Stadtrivale machte es 2019 vor. Was für den FCK im Saisonverlauf doch noch anzustreben wäre um sich “zeigen” zu können, ist nun klar definiert. Über die Aussichten dazu herrschen unterschiedliche Meinungen. Grundsätzlich hört Fussball aber nie auf – weder im Saarland, noch im Thurgau. Kommt nur darauf an, was damit gemeint ist. Auch da gehen die Meinungen auseinander. Dürfen sie auch.

    (Nachsatz a propos “Investor”: Wäre das vielleicht mal was für Kreuzlingen? Oder ist das zu abgegriffen?)

  2. Erstmal schön dass ihr den weiten Weg bei uns ins Ellenfeld gefunden habt, jedoch muss ich einige Dinge richtig stellen, denn ein Neinkeijer liebt trotz allem seine Heimat und lässt es sich nicht auf ihm sitzen wenn schlecht über sie geredet wird. Neunkirchen hat aufjedenfall seine Probleme, das braucht man nicht abzustreiten, jedoch wird hier seit Jahren versucht unsere Stadt attraktiver zu gestalten. In der Innenstadt befindet sich im Schatten der alten Hochöfen, die inzwischen ein Hotspot für Nachtschwärmer oder Kulturbegeisterte sind, das bestbesuchte Einkaufszentrum des Saarlandes, das über die Grenzen hinaus gerne besucht wird. Ich finde das sollte man nicht vergessen, desweiteren wird innerhalb der City sehr viel erneuert und restauriert, unteranderem wurde ein ehemaliger Schandfleck direkt an der Blies zu einem im Sommer sehr beliebten Treffpunkt für junge Menschen umgebaut. Der Bereich zwischen Stadion, Oberer Markt und Hüttenberg ist dagegen leider wie ausgestorben, aber meiner Meinung nach auch definitiv nicht wirklich repräsentativ für unsere Stadt.

    • Vielen Dank für die Anmerkungen – davon haben wir bei unserem Kurzbesuch tatsächlich nichts gesehen. Ich hoffe es kam im Text aber auch rüber das wir durchaus begeistert waren von Neunkirchen, vom Verein, von den Menschen – und auch von der Stadt auf Ihre Weise. Ganz ehrlich, ich kann mir durchaus vorstellen, dass es schön ist in so einer Stadt zu leben, glaube Dir auch sofort das es noch ganz andere Ecken gibt als diejenigen die wir sahen. Und selbst dort wo wir waren, der “englische Industriestadt-Flair” hat ja durchaus was…

    • Hoi (oder Sali) “Go Borussia”!

      So oder ähnlich würde eine Begrüssung in Kreuzlingen klingen – in Thurgauerdeutsch (Thurgauertütsch). Zur Sache: Ich meine nicht, dass Daniel Kessler “schlecht” über Neunkirchen/Saar geschrieben hat. Die Einwohner kennen selbst die noch dunklen Ecken der Stadt, wie sie D.K. nur beiläufig in seinem umfänglichen, lieben Bericht erwähnt. Und Sie, “Go Borussia”, beschreiben zusätzlich neu gestaltete Orte in Ihrer Stadt, die durch besondere Attraktivitäten zwischen Kommerz und Kultur “über die Grenzen hinaus gerne besucht werden”. Das ist prima. Die wirtschaftlichen Umwälzungen, welche auch das Saarland besonders stark betroffen hat, noch immer nachwirken, sind bekannt. Und Saarländer werden allgemein als ein ganz eigenes Völkchen beschrieben (Ist es wahr, dass fast jeder jeden kennt?). Es mag auch ein Stück mit den geschichtlichen Umwälzungen zusammenhängen, die sich in diesem komplexen Grenzgebiet D-F ganz anders darboten, als weiter im Landesinnern. Man rückte zusammen.

      Vergleiche mit Kreuzlingen, das ebenso in einem Grenzgebiet liegt – der FCK-Platz ist nur 150 Meter vom heute offenen Grenzbereich entfernt -, würden hinken. Die Entwicklung lief hier ganz anders. Die noch junge Stadt, heute etwa so gross wie das eigentliche Neunkirchen (22’000, über 50% Ausländer!), ist eine proper aufgestellte Gemeinde in der reichen Schweiz an der Grenze zur BRD und der EU. Zudem profitiert die Stadt von ihrer (mittlalterlichen) Nachbarstadt Konstanz (85’000, Exzellenz-Universität, Fachhochule, Theater, Orchester, Therme, usw.). Und Kreuzlingen als Regionale Bildungsstadt hat selbst u.a. eine Hochschule (pädagogisch), besass nie eine Schwerindutrie, welche die Örtlichkeit hätte prägen können, liegt im Grünen. Die grösste Sorge ist hier derzeit der Kaufkraftabfluss nach Konstanz (infolge unerschiedlicher Einzelhandels-Einkaufspreise). Doch lebt es sich dennoch gut im Ferienland Bodensee!

      Um nochmals zum Fussball zu kommen: “Borussia Neukirchen” klang wirklich lange Zeit gut! Heute ist der Nimbus leider verblasst. Es verbleiben die echten Fans. Ist eine andere Zeit. Aber wie soll man es machen? Beim heute besser aufgestellten Nachbar SV Elversberg (Regionalliga) wird bemängelt – lese ich ab und zu zwischen den Zeilen -, dass er einen (verlässlichen!) Hauptsponsor besitzt, der gleich auch das Stadion-Namenspatronat übernahm (Ursapharm-Arena). Eine solche “Planungssicherheit” (eine beim FC Kreuzlingen geflügelte, eher negativ besetzte Wortkombination!) kann durchaus vieles bewirken. Doch oft sind die Widerstände gross, besonders solange es sich noch auf den (quasi!) Amateurbereich bezieht. Und für einen gehobeneren Sponsorenbereich ist dann auch die noblere Ausgestaltung der Platz-Infrastruktur notwendig. Hier wäre die Politik mit gefordert. Ein unsicheres Feld – leider. Aber Besserwissende vor!
      Gruß aus Berlin (kickte ehemals beim FCK).

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