Der Grenzstadtkurier Nr. 13 ist da!

Der neue Grenzstadtkurier ist da! Wie gewohnt dreht sich im mittlerweile ältesten Fussballfanzine der Schweiz alles rund um den FC Kreuzlingen und seine kleine Fanszene.

Die Ausgabe kommt mit 32 A5-Seiten in schwarz-weiss bewusst einfach gehalten daher, quasi eine Back-to-the-Roots-Miniausgabe. Dafür möchte ich die kommenden Ausgaben regelmässig auf den Start einer neuen Saison erstellen. Dieser Zeitpunkt macht für ein jährlich erscheinendes Fussballfanzine wohl am meisten Sinn und natürlich schonen diese verkleinerten Ausgaben auch meine Zeit und mein Budget. Ich bin nach wie vor ein grosser Print-Fan und der Grenzstadtkurier, wie auch das zu jedem Heimspiel erscheinende Hafetschutter-Matchprogramm, sind mir eine Herzensangelegenheit.

Fanzines und Matchprogramme sind das Vinyl für Fussballfans!

Höhepunkt der aktuellen Ausgabe ist für mich das Interview mit Bruno Brütsch, es gibt einige schöne Ankedoten aus seinem jahrzehntelangen FCK-Fundus. Daneben werden die FCK-Saisons 1959-1962 aufgearbeitet, es wird aufgeklärt warum die Ostschweizer Bratwurst auf Fussballplätzen wohl die beste überhaupt ist, ich habe ein sehr schönes Fussballgedicht von 1912 ausgegraben und eine Handvoll Presse- und Groundhopperartikel zum Geschehen in Kreuzlingen runden die Ausgabe ab. Einem Teil der Auflage liegt ein Statistik-Heftchen zur Bodensee-Liga von 1909-1913 bei. Ich verkaufe den neuen Mini-Grenzstadtkurier für 3 Franken plus Porto, beim nofb-shop gibt es das Heft für 1.60 Euro plus Porto (ohne Beilage). Meine eigene Auflage beträgt 150 Stück und der nofb-shop druckte nochmals 50 Exemplare für den deutschen Vertrieb.

Erhältlich bei Heim- und Auswärtsspielen, in der LIBERO-Bar Winterthur, in der didi:offensiv-Bar in Basel, im Sportantiquariat Germond in Zürich und über den NOFB-Shop in Berlin.

4 Comments

  1. Es muss nicht immer Hochglanz sein! Schwarz-weiss ist sogar eher authentischer. Und: Es kommt ja auf den vermittelten Inhalt an.

    Was letzteres angeht, so beginnt es im Grenzstadtkurier Nr. 13 bereits auf Seite 2 spektakulär: So zeigt das obere Bild ein lustiges Gemenge an der Eckfahne, eine Situation, die selbst gläubige Videoanalysten wohl nicht enträtseln könnten. Schön, wie die Nummer 8 da gleich in Richtung Biertisch abhebt. Dabei erstaunlich, dass hier der Verband noch nicht auf die Idee kam, um die Eckfahne herum die Zuschauer durch Europaletten zu schützen (wären rechts im Hintergrund vorhanden)!

    Die Diversität des Fanzine-Inhalts ist immer wieder erstaunlich. Sie weist auf eine enorme Recherchearbeit hin, sowohl rund um das grün-weisse Herz FCK, als auch weiter über die Grenze geschaut. Auch mal toll, wie auswärtige Gäste die Szene am FCK-Platz zu beschreiben wissen. Und das Insiderwissen von B. Brütsch macht mit Begebenheiten bekannt, die der einfache Amateurliebhaber nur durch “Es wird gemunkelt…” erfahren könnte. Und wo liest man schon, wie eine Vereinsrechnung – sehr detailliert! – vor 60 Jahren ausgesehen hat? Erkenntnisreich.

    Dann geht es sogar noch um die Wurst! Man meint, ein Ostschweizer Metzgerjournal zu lesen. Auf den Amateur-Fussballplätzen scheint auf jeden Fall das Vegane noch nicht trendig zu sein (Im VIP-Profibereich könnte ich mir das bereits vorstellen!). Übrigens: Dass “Cervelat” und “Stumpen” identisch sind, hätte unser Vater (zu Haldeguet-Dukel!) so nicht unterschrieben. Das Brät-Gemenge, wie auch die äussere Form, wird tatsächlich allgemein als leicht unterschiedlich definiert. Eine Randnotiz, der aber widersprochen werden kann!

    Zu guter Letzt. Im Beiheft “Die Bodensee-Fussball-Liga” lese ich einen Schlüsselsatz, wie vor über 100 Jahren Spielerpositionen dargestellt wurden. In einem Bericht über das Finalspiel vom 26.06.1910 zwischen Lustenau und Kreuzlingen (2:1) schreibt der Korrespondent: “Unmöglich scheint es für Kreuzlingen, sich noch zu erholen. Back Marxer geht zu den Forwards, Flügel Weil zu den Halfs und Half Güldin zu den Backs”. Heute werden wir mit “Doppelter 6”, “Aussenbahn”, “Box”, “vertikaler Spieler” und dergleichen beglückt. Die Fussballsprache hat sich silumtan zur laufenden Zeit verändert. Das Spiel im absolut entscheidenden Kern jedoch nicht: Das Ding muss einfach ins Tor! Basta.

    Und das beschreibt der Grenzstadtkurier Nr. 13 aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, mit Statistiken, usw., von gestern bis heute, von innen und aussen betrachtet. Lesenswert.

      • Hatte es auch nicht mehr ganz auf dem Radar, nur “familiär noch gefühlt”. Der Hafetschutter-Beitrag hatte mich mal zum “Röscherschiere” angeregt. Und dort zeigte sich übrigens , dass sich nicht alle Beobachter einig sind. Aber die Sortenorganisation sieht original eindeutig u.a. auch “Kuhfleisch” im St. Galler Stumpen vor, in der Cervelat hingegen nicht. Aber diese Regel wird anscheinend heute liberal durchbrochen. Es soll nur schmecken – und verkauft werden können! So gesehen sind die Würste zwei sich gut verstehende”Brüder”, heisst es.

        Übrigens: Namensgleich wurden früher zum Fussballschauen, wie ich mich erinnere, oft “Stumpen” geraucht. Der war dann eine Halbzeit – bis zur Wurst – im Gesicht. Eigentlich eher ein Klassiker bei Schwingfesten. Schwingübungen sieht man allerdings auch mal in Fussballszenen….! Ich meine: sogar immer öfter.

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