Matchball im Spitzenspiel vergeben

Spitzenspiel, Erster gegen Zweiter. Mit einem Sieg wäre der FCK so gut wie in die 1. Liga aufgestiegen, man hätte in den letzten beiden Partien nur ein wenig auf die Karten achten müssen. Der FCK begann vielversprechend, lange war man einem Treffer näher als der FC Weesen. Die langen Pässe fanden Abnehmer, der für den gelb-gesperrten Captain Kevin Schröder spielende Philipp Juchli fand sich gut ins Team ein. Wie schon im Hinspiel am Walensee offenbarten sich in der 2. Halbzeit dann die Schwächen. Speziell der ebenfalls gelb-gesperrte Abbas Karaki wurde jetzt mit seinem technischen Können in den Offensiv-Aktionen schmerzlich vermisst. In der 82. war es dann soweit, Giuseppe Gentile, der ehemalige Challenge-League-Spieler des FC Chiasso und 2-malige NASL Soccer-Bowl-Gewinner mit den San Antonio Scorpions, versenkte den Ball zur 1:0-Führung der Gäste. In der 94. verpasste Simon Affentranger knapp den Ausgleich. In der Nachspielzeit stürmte Torwart Fabian Fellmann mit nach vorne, der damit riskierte Gegenstoss in der 99. Spielminute zum 2:0 war dann aufgrund der Karten-Regelung bedeutungslos. Die lautstarke Weesner Fangruppe feierte den Sieg. Aufstiegsfeier vertagt, die Spannung kehrt zurück, die Spieler hab ich noch selten so niedergeschlagen gesehen.

Die Ausgangslage mit Punkten und Strafpunkten vor den letzten beiden Runden (2 Aufsteiger): FCK 48 (78), Weesen 46 (81), Red Star 45 (88), SVS 45 (126). Dem FC Weesen sind gegen Seuzach und Wil 6 Punkte zuzutrauen. Bei Schaffhausen sind 4-6 Punkte gegen Wil und Frauenfeld wahrscheinlich. Red Star ist im Heimspiel gegen Amriswil Favorit. Man kann fast sicher sein, dass der FC Kreuzlingen in seinen Spielen gegen Widnau und Red Star noch einen Sieg zum Aufstieg benötigt. Auf einen dramatischen Direkt-Vergleich am letzten Spieltag könnte ich gut verzichten.

620 Zuschauer wollten das Spitzenspiel im Hafenareal sehen. Damit liegt der Zuschauerschnitt bei 355, Liga-Rekord. Stimmen die Zuschauerzahlen auf transfermarkt einigermassen, dann liegt man damit in den Top 15 der Schweizer Amateurvereine, inklusive Promotion League. Der FC Kreuzlingen hat sich das in den letzten Jahren langsam aufgebaut, es fehlt nur der Aufstieg.

Impressionen vom Norman-Smith-Stand mit einem Teil der aktiven FCK-Fans (Danke für die schönen Fotos Yannick). In Sachen Fanclubs sind wir mittlerweile zwar sehr divers aufgestellt, aber wir haben einen umso grösseren Zusammenhalt. Immer weiter, 1. Liga wir kommen.

7 Comments

  1. Eine offene Welt! Da gewinnt eine Dorf-Elf (1800 Ew.) gegen eine Stadtmannschaft, die seit Jahren den Aufstieg probt, ein vor entscheidendes Spiel. Ist halt Fussball – könnte man einwenden! Nun werden die Karten, wie man so treffend sagt, neu gemischt, nach dem zwei Runden lang zugunsten des FCK gespielt wurde, was dem Club eine ausgezeichnete Ausgangslage bescherte. Diese ist nun ziemlich zerronnen.

    Nur liegen tabellarisch noch vier Teams im Rennen um die zwei Aufstiegsplätze. Wobei man diskutieren kann, wer die besseren Bedingungen für die beiden letzten Spiele besitzt. Die Erfahrung aus der laufenden Meisterschaft zeigt, dass alles möglich ist, überraschend negative, wie positive Resultate. Die Ausgeglichenheit in der Gruppe 6 ist sprichwörtlich.

    Für den FCK ist ein “Schattenspringen” angesagt: Er muss gegen den stets zähen Erzgegner Widnau punkten! Sonst kann es eine Woche später im Hafenareal gegen Red Star Zürich prekär werden. Also liegt die Hoffnung vorerst ganz im Rheintal. Es ist daran zu erinnern, dass Widnau zuletzt auswärts gegen Amriswil gewann, ebenso die Zürcher in Bazenheid und die SV Schaffhausen in Seuzach.

    Die AS Calcio vom Döbeli hat sich nun endgültig aufgegeben und verliert in Zürich glatt gegen die Tabellenletzten Blue Stars als eindeutiges Zeichen einer trostlosen sportlichen Misere. Es sollte nun nicht sein, dass auch der FCK sein vorgegebenes Ziel (der anderen Art!) wegwirft. Täte dem Fussball Kreuzlingen gar nicht gut. Also Mannen: Weesen vergessen. Und das Schaffhauser Spiel als Vorbild nehmen!

    Nun, der Stadtclub FCK aus dem Jahr 1905 hat noch immer die Chance, zu den Glücklichen zu gehören, die den Aufstieg in die höchste CH-Amateurkategorie schaffen. Gelingt dies, stehen grosse Aufgaben vor dem Club (vor jedem Club), sowohl für eine geschickte Mannschaftsaufstellung 22/23, wie – und das besonders – materieller Art (inklusive Fahrten über den Gotthard!). Mit Aufstiegen beginnt stets ein Überleben im neuen Umfeld. Dieses erfordert ein geschicktes Agieren und Reagieren auf allen sportlich und materiell relevanten Ebenen. Eine breite, am Fussballsport interessierte örtliche Gesellschaft gehört absolut dazu! Kreuzlingen gehört diese Chance.

  2. Der Spielberichterstatter des FC Weesen scheint die Begegnung gut erfasst zu haben. Das Tor in der 82. Minute ist in einem Video (des FC Weesen?) zu analysieren: Da kann sich ein gegnerischer Spieler (Gentile) halbrechts an der Kreuzlinger Strafraumgrenze sehr frei positionieren und ein exaktes Zuspiel aufnehmen. Heranbrausende Verteidiger dann gegenläufig ausspielen, ist Standard. Muss allerdings beherrscht werden. Wie auch der finale Torschuss. Dass der FCK noch einen Dreier braucht um effektiv aufzusteigen, wäre zu diesem “Zwei-von-Vieren-Spiel” die direkteste Lösung. Andere Varianten sind auch noch vorstellbar – bis hin zum Aufsteigen nach Strafpunkten. Ein Unentschieden gegen Weesen hätte die nun bestehende Ausgangslage kaum verändert. Der FCK-Trainer war sich dessen sicher bewusst und liess wenige Minuten vor Spielende somit auch nicht stringent verteidigen, wie die Videoszene hergibt. Man suchte vielleicht den Lucky Punch als Aufstieg.

    Aufsteigen ist letztlich auch eine Kopfsache. Ob mit Fuss, Kopf oder Brust realisiert, ist dann egal! Der FCK schafft es. Wetten!

  3. Erster Matschball, bei der 0:2 Heimniederlage gegen den FC Weesen, vergeben. Trotzdem hat der FC Kreuzlingen immer noch die beste Ausgangslage. Ein Sieg, aus den letzten beiden Spielen wird reichen, um unter den ersten Zwei klassiert zu sein.

    Am Samstag gastiert der FC Kreuzlingen beim FC Widnau. Es wäre wohl von Vorteil, den benötigten Sieg bereits in Widnau einzufahren. Zum Abschluss wartet nämlich auf den FC Kreuzlingen der in der Rückrunde aufgeblühte FC Red Star Zürich.

    Als Widnauer Fan freue ich mich natürlich, dass es beim FC Kreuzlingen beim Gastauftritt auf der Sportanlage Aegeten noch um etwas geht. Leider hat der FC Widnau die super Vorrunde, man blieb ungeschlagen, in der Rückrunde nicht bestätigen können. Zwei Abgänge (Tücarr, Ivanusa), und Verletzungen, teilweise langwierige, wichtiger Spieler (Kovacic (Tor) Ivic (ABW), Alder (ABW), Massari (MIT), Lässer (MIT) haben leider dazu geführt, dass sich der FC Widnau in der Rückrunde aus dem Aufstiegsrennen verabschieden musste. Dem FC Widnau hat in der Rückrunde die Konstanz gefehlt. Es gab super Spiele, wie zuletzt in Amriswil, wo man eigentlich deutlich höher hätte gewinnen müssen, als 3:2. Dann gab es aber viele Spiele, wo man das Fehlen der verletzten Spieler merkte. Kein Wunder, ein Lässer, Ivic oder Kovacic kann keine Mannschaft in dieser Liga kompensieren. Ich bin überzeugt, hätte der FC Widnau die Mannschaft der Vorrunde, auch in der Rückrunde zur Verfügung gehabt, man wäre weiterhin im Aufstiegskampf vertreten. Ob es am Ende zum Aufstieg gereicht hätte, ist Spekulation.

    Am Samstag begrüsst der FC Widnau nun den FC Kreuzlingen zu Gast. Beim FC Widnau ist dieses Spiel ein guter Test für das in zwei Wochen (Sa.18.06.) anstehende entscheidende Cupspiel beim FC Concordia Basel. Der FC Widnau, bei dem es um nichts mehr geht, kann unbefreit aufspielen. Das kann man beim FC Kreuzlingen, obwohl man auch bei einer Niederlage noch alles in den eigenen Händen, bzw. Füssen hat, nicht sagen.

    Ich bin gespannt, wie sich die Widnauer Mannschaft gegen den starken FC Kreuzlingen schlagen wird. Gegen stärkere Mannschaften spielt der FC Widnau normalerweise besser, als gegen schwächere. Wenn das auch am Samstag der Fall ist, dann dürfen sich die hoffentlich zahlreichen Zuschauer auf ein interessantes Spiel freuen.

    Der FC Kreuzlingen ist wohl in Widnau zum Siegen verdammt. Es will wohl kein Sympathisant vom FC Kreuzlingen ein Showdown auf dem Hafenareal gegen den FC Red Star ZH. Kreuzlingen konnte in der Rückrunde mit 22 Punkten, 10 Punkte mehr holen, als der FC Widnau (12 Pkt.). Daher ist klar, welche Mannschaft am Samstag als Favorit, und welche als Aussenseiter ins Spiel gehen wird.
    Der FC Widnau hingegen will sich mit einer guten Leistung vom Heimpublikum verabschieden. Zu was es am Ende reichen wird, das hängt aber wohl auch vom Gegner ab. An guten Tagen braucht sich der FC Widnau von keiner Mannschaft zu verstecken.
    In Widnau freut man sich auf viele Fans vom FC Kreuzlingen. Widnau ist immer eine Reise wert, und die Spiele vom FC Widnau sowieso.

  4. An Markus

    Natürlich könnte man von “Pech “schreiben/reden, dass die Widnauer in der Rückrunde wegen Verletzungen ect. nach hinten gerutscht sind. Aber das Wort Pech ist mit Vorsicht zu geniessen. Gerade Widnau hatte vor nicht all zu langer Zeit sogar riesiges Glück! Wegen der Pandemie wurde die 2.Inter-Cupquali nicht gespielt sondern die Teilnehmer wurde ausgelost. Und siehe da, der FCW wurde gezogen. Aber das war noch nicht alles! Die Göttin Fortuna legte sich für die Rheintaler nochmals mächtig ins Zeug und bescherte dem Verein mit GCZ ein wahres Traumlos !! Als bitte das Wort “Pech” nicht all zu fest strapazieren 🙂

    Grüsse
    Steve

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